Hohe Speicherpreise

Apple erhöhte Mac- und iPad-Preise laut Tim Cook nur widerwillig

Apple hat die Preise mehrerer Macs und iPads im Juni angehoben. Tim Cook führt diesen Schritt auf außergewöhnlich stark gestiegene Speicherkosten zurück. Ob auch kommende iPhones teurer werden, ließ der Apple-Chef offen.

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Apple hat die Preise mehrerer Mac- und iPad-Modelle im Juni nicht aus freien Stücken angehoben. Das erklärte Konzernchef Tim Cook während der Telefonkonferenz zu Apples Geschäftszahlen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026. Als Grund nannte er die stark gestiegenen Kosten für Speicherbausteine.

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Quickread: Auf einen Blick
  • Apple hat im Juni Preise mehrerer Macs und iPads erhöht
  • Tim Cook nennt stark gestiegene Speicherkosten als Grund
  • Apple berücksichtigt Absatz, Umsatz und Marge gemeinsam
  • Auch im September-Quartal erwartet Apple höhere Speicherkosten
  • Zu möglichen Preiserhöhungen beim iPhone äußerte sich Cook nicht

Cook sprach in diesem Zusammenhang von einer Art „Jahrhundertflut“ bei den Speicherpreisen. Die Kosten seien exponentiell gestiegen, weshalb Apple die Preise widerwillig angepasst habe. Welche Komponenten und Speicherarten den größten Anteil an der Entwicklung haben, führte Cook nicht näher aus.

Speicherpreise erklärt!

Computer und Smartphones benötigen verschiedene Speicherbausteine, darunter Arbeitsspeicher und Flash-Speicher. Deren Preise hängen von Produktionskapazitäten, Nachfrage und Lagerbeständen ab. Steigen die Einkaufspreise, können sich auch die Herstellungskosten eines Geräts erhöhen.

Apple betrachtet mehrere Faktoren

Bei der Entscheidung über Preisänderungen orientiert sich Apple laut Cook nicht ausschließlich an einer bestimmten Gewinnmarge. Das Unternehmen betrachte Verkaufszahlen, Umsatz und Marge gemeinsam und treffe anschließend eine geschäftliche Entscheidung.

Dabei gehe es nicht um eine feste mathematische Formel. Apple wolle die Entwicklung langfristig bewerten und sich nicht allein an den Ergebnissen eines einzelnen Quartals orientieren.

Höhere Kosten auch im kommenden Quartal

Für das im September endende Quartal rechnet Apple weiterhin mit höheren Ausgaben für Speicher. Einen Teil der Mehrkosten könne das Unternehmen laut Cook durch günstigere andere Komponenten sowie vorhandene Lagerbestände ausgleichen.

Ob die Kostenentwicklung auch Auswirkungen auf die Preise kommender iPhone-Modelle haben wird, beantwortete Cook nicht. Berichte über mögliche Aufschläge beim iPhone 18 Pro und einem erwarteten faltbaren iPhone bleiben damit unbestätigt.

Unsere Einschätzung

Stefan Keller
Steigende Komponentenpreise können höhere Gerätepreise nachvollziehbar machen. Wie stark die Speicherkosten Apples Kalkulation tatsächlich belasten, lässt sich aus Cooks Aussagen jedoch nicht ableiten. Für kommende iPhones ergibt sich daraus noch keine bestätigte Preiserhöhung.