Apple-Quartalszahlen

Apple steigert Umsatz auf 109,4 Milliarden Dollar

Apple hat im dritten Geschäftsquartal 2026 mehr Umsatz und Gewinn erzielt als im Vorjahreszeitraum. Besonders deutlich wuchsen das iPhone- und das Mac-Geschäft, während der iPad-Umsatz zurückging.

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Apple hat seine Geschäftszahlen für das am 27. Juni 2026 beendete Quartal vorgelegt. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 16 Prozent auf 109,4 Milliarden US-Dollar. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 29,8 Milliarden Dollar beziehungsweise 2,02 Dollar je verwässerter Aktie.

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Quickread: Auf einen Blick
  • Apple erzielt 109,4 Milliarden Dollar Umsatz
  • Der Nettogewinn steigt auf 29,8 Milliarden Dollar
  • iPhone, Mac und Services wachsen zweistellig
  • Der iPad-Umsatz sinkt um rund sechs Prozent
  • Zollerstattungen verbessern Marge und Gewinn

Damit erzielte der Konzern nach eigenen Angaben neue Bestwerte für ein Juni-Quartal. Im Vorjahreszeitraum hatte Apple einen Umsatz von 94 Milliarden Dollar und einen Nettogewinn von 23,4 Milliarden Dollar ausgewiesen. Der Gewinn je Aktie lag damals bei 1,57 Dollar.

iPhone und Mac wachsen deutlich

Das iPhone blieb Apples mit Abstand wichtigstes Produkt. Der Umsatz der Sparte erreichte 54,3 Milliarden Dollar und lag damit rund 22 Prozent über dem Vorjahreswert. Auch das Mac-Geschäft entwickelte sich deutlich positiv: Hier stiegen die Einnahmen um rund 29 Prozent auf 10,4 Milliarden Dollar.

Bei den Diensten meldete Apple einen Umsatz von 30,7 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Plus von rund zwölf Prozent. Zu diesem Bereich zählen unter anderem der App Store, Apple Music, iCloud und Apple TV.

Beim iPad verlief das Quartal dagegen schwächer. Der Umsatz sank um rund sechs Prozent auf 6,2 Milliarden Dollar. Die Sparte Wearables, Home und Zubehör kam auf 7,9 Milliarden Dollar und legte damit um rund sechs Prozent zu.

Bruttomarge profitiert von Zollerstattungen

Die Bruttomarge erreichte 50,1 Prozent, nach 46,5 Prozent im Vorjahresquartal. Nach Angaben von Apple trugen Erstattungen bereits gezahlter Zölle rund zwei Prozentpunkte zu diesem Wert bei.

Bruttomarge erklärt!

Die Bruttomarge zeigt, welcher Anteil des Umsatzes nach Abzug der direkten Herstellungskosten übrig bleibt. Sie gibt damit einen Hinweis darauf, wie profitabel ein Unternehmen seine Produkte und Dienste verkauft.

Auch der Gewinn je Aktie wurde durch die Zollerstattungen begünstigt. Apple beziffert den positiven Effekt auf 0,11 Dollar je Aktie. Ohne diesen Sondereinfluss wären Marge und Ergebnis entsprechend niedriger ausgefallen.

Wachstum in allen Regionen

Apple verzeichnete in sämtlichen ausgewiesenen Regionen höhere Umsätze. Besonders stark fiel das Wachstum in Europa und China aus, wo die Einnahmen jeweils um rund 22 Prozent zulegten. In Amerika wuchs der Umsatz um rund elf Prozent.

Die installierte Basis aktiver Apple-Geräte erreichte nach Unternehmensangaben ebenfalls einen neuen Höchststand. Sie liegt inzwischen bei mehr als 2,5 Milliarden Geräten.

Apple erwartet Engpässe bei Chips

Für das laufende Quartal rechnet Apple mit einem Umsatzwachstum zwischen neun und elf Prozent. Gleichzeitig warnt das Unternehmen vor zunehmenden Lieferengpässen bei modernen Chip-Fertigungsverfahren. Betroffen sein könnten vor allem iPhone, Mac und iPad.

Zusätzlichen Druck erwartet Apple durch höhere Speicherpreise und ungünstige Wechselkurse. Die Bruttomarge soll im kommenden Quartal zwischen 47 und 48 Prozent liegen. Auch darin ist bereits ein positiver Effekt durch Zollerstattungen einkalkuliert.

Apple kündigte außerdem eine Quartalsdividende von 0,27 Dollar je Aktie an. Die Auszahlung ist für den 13. August 2026 vorgesehen.

Unsere Einschätzung

Stefan Keller
Apple legt ein deutlich stärkeres Juni-Quartal vor als im Vorjahr. Besonders das Wachstum bei iPhone und Mac fällt auf. Ein Teil der höheren Profitabilität geht allerdings auf Zollerstattungen zurück und ist daher nicht als dauerhaftes operatives Plus zu verstehen. Zugleich zeigen die angekündigten Lieferengpässe und steigenden Speicherpreise, dass die kommenden Quartale schwieriger werden könnten.

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