Australisches Gericht

"One more thing" ist keine Marke von Apple

Apple wollte in Australien den Spruch "one more thing", mit dem Steve Jobs am Ende von  Präsentationen oft noch ein Produkt aus dem Ärmel holte, markenrechtlich verteidigen - gegen den Schweizer Uhrenhersteller Swatch. Damit ist Apple nun gescheitert.

Von   Uhr

Apple hat einen Rechtsstreit in Australien verloren, in dem das Unternehmen den Spruch "one more thing" gegen Swatch verteidigen wollte. Das Unternehmen argumentierte, dass der Spruch von Steve Jobs praktisch als Markenmotto verwendet wurde.

Swatch dürfe deshalb den Ausspruch nicht verwenden, weil sonst Nutzer glauben könnten, entsprechende Produkte stammen von Apple oder würden Technik von Apple beinhalten. Swatch beantragte für den Spruch ebenfalls Markenrechte.

Das Gericht entschied für Swatch und gegen den Kläger Apple, der nun auch die Gerichtskosten zahlen muss. Jobs nutzte den Spruch von 1998 bis 2011. So wurden uns nach Informationen des Sydney Morning Heralds Produkte wie der iPod mini, iPod Shuffle, das MacBook Pro, das Apple TV und FaceTime vorgestellt. Cook nutzte den Spruch bei der Vorstellung der Apple Watch.

Apple hatte den Text aber offenbar nie als Marke angemeldet sondern einfach nur benutzt. Swatch nutzt den Spruch, um eine Uhrenpreise zu vermarkten.

Schon einmal hatte Apple in einem recht spektakulären Markenrechtsstreit mit einem Begriff, der eng mit dem Unternehmen verbunden ist, den Kürzeren gezogen. 2013 hatte Apple im Streit mit Amazon argumentiert, dass der Name „Appstore“ (von Amazon) dem eigenen App Store zu ähnlich sei und Kunden dadurch annehmen, der Amazon App-Marktplatz sei in irgendeiner Weise eng mit Apple verbunden. Amazon hielt dem entgegen, dass selbst Steve Jobs und Tim Cook in Pressekonferenzen die App-Marktplätze der Mitbewerber als App Stores bezeichnet hätten. Das Gericht schloss sich damals den Argumenten Amazons an und verweigerte eine Schutzmöglichkeit für App Store oder Appstore.

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Der Spruch war in den USA schon vor Jobs ein geflügeltes Wort, der darauf eigentlich nur aufsetzte (geklaut also). Und wer war der Schöpfer? Inspector Colombo, respektive sein Skripter.

War das nicht auch die Antwort von Swatch, weil Apple eben die Apple Watch, Apple Watch und nicht wie erwartet iWatch nannte? Die wollten doch damals Apple an die Karre pissen. Und Cooks „one more thing“ zur Watch war doch Provokation auf den Anspruch Yvonne Swatch auf diese Worte.
Mich wundert warum man da in Australien klagt. Evtl. lokale Gesetze die es Apple hätten ermöglicht, dass Swatch diese Worte nicht nutzen kann. Naja. 2:1 für Swatch.

Die Swatcher.

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