Neues iPad mini vorgestellt: OLED, A20 Pro und erstmals wassergeschützt
Apple hat heute eine neue Generation des iPad mini vorgestellt. Das kompakte Tablet erhält erstmals ein OLED-Display, einen A20-Pro-Chip und einen Schutz gegen Wasser und Staub nach IP67. Hinzu kommen ein dünneres Gehäuse, überarbeitete Kameras und schnellere Funkverbindungen. In Deutschland startet das neue iPad mini bei 749 Euro und ist ab dem 6. November erhältlich.
- Neues 8,5-Zoll-OLED-Display mit bis zu 1.200 Nits Spitzenhelligkeit
- A20 Pro mit deutlich höherer CPU-, GPU- und KI-Leistung
- Dünneres 5,4-mm-Gehäuse mit IP67-Schutz gegen Wasser und Staub
- WLAN 7, Bluetooth 6 und C2-Mobilfunkmodem
- Ab 749 Euro, Vorbestellung ab 28. Oktober, erhältlich ab 6. November 2026
Größeres OLED-Display bei unveränderten Abmessungen
Eine der wichtigsten Neuerungen ist der Wechsel von LCD auf OLED. Das neue Super Retina XDR Display misst 8,5 Zoll und fällt damit etwas größer aus als beim Vorgänger. Möglich machen das laut Apple um 24 Prozent schmalere Displayränder. Die äußeren Abmessungen sollen dadurch unverändert bleiben.
Das OLED-Panel erreicht eine Spitzenhelligkeit von bis zu 1.200 Nits und bietet eine vollflächige Helligkeit von 600 Nits. Apple nennt außerdem ein Kontrastverhältnis von 2.000.000:1, die Unterstützung des P3-Farbraums und eine minimale Helligkeit von 1 Nit. Letztere soll insbesondere beim Lesen in dunklen Umgebungen für eine angenehmere Darstellung sorgen.
OLED steht für „Organic Light Emitting Diode“. Anders als bei klassischen LCD-Bildschirmen erzeugen die einzelnen Pixel ihr Licht selbst. Eine zusätzliche Hintergrundbeleuchtung ist nicht notwendig.
Dadurch können OLED-Displays einzelne Bildpunkte vollständig abschalten und besonders tiefe Schwarztöne sowie hohe Kontraste darstellen. Gleichzeitig lassen sich die Panels vergleichsweise dünn konstruieren. Die tatsächliche Bildqualität hängt allerdings auch von der Helligkeit, der Farbabstimmung und der Ansteuerung des Displays ab.
Optional bietet Apple das neue iPad mini mit Nanotexturglas an. Die speziell bearbeitete Glasoberfläche soll störende Reflexionen reduzieren und damit vor allem bei der Nutzung im Freien Vorteile bringen.
Dünneres Gehäuse und erstmals IP67-Schutz
Apple hat auch das Gehäuse überarbeitet. Mit einer Dicke von 5,4 mm fällt das neue iPad mini schlanker aus als die vorherige Generation. Zudem soll das Tablet leichter geworden sein. Ein konkretes Gewicht nennt Apple in der Pressemitteilung allerdings nicht.
Neu ist außerdem die Zertifizierung nach IP67. Damit ist das iPad mini erstmals offiziell gegen das Eindringen von Staub und zeitweiliges Untertauchen in Wasser geschützt. Das erweitert die Einsatzmöglichkeiten beispielsweise bei der Arbeit im Freien.
Bei den Farben beschränkt sich Apple auf zwei Varianten: Mitternacht und Polarstern.
A20 Pro bringt deutlich mehr CPU-, GPU- und KI-Leistung
Im Inneren arbeitet der neue A20 Pro, der laut Apple im 2-Nanometer-Verfahren gefertigt wird. Der Chip besitzt eine CPU mit bis zu sechs Kernen und eine GPU mit sieben Kernen.
Gegenüber der vorherigen iPad-mini-Generation verspricht Apple eine um bis zu 60 Prozent höhere Multithread-Leistung der CPU. Die Grafikleistung soll um den Faktor 2,7 steigen. Dafür nutzt der A20 Pro unter anderem hardwarebeschleunigtes Raytracing, Mesh Shading und eine überarbeitete Grafikarchitektur.
Besonders deutlich fällt der von Apple angegebene Leistungssprung bei KI-Anwendungen aus. Durch Neural Accelerators in den GPU-Kernen soll die entsprechende Rechenleistung bis zu 4,5-mal höher ausfallen als beim Vorgänger.
Eine Besonderheit betrifft die Speicherausstattung: Die Variante mit 512 GB verfügt laut Apple über eine Dual 16-Core Neural Engine mit insgesamt 32 Kernen. Diese soll die doppelte Rechenleistung der vorherigen Generation erreichen. Gerade für Nutzer, die anspruchsvolle KI-Modelle lokal ausführen möchten, könnte diese Unterscheidung bei der Wahl der Speichervariante relevant sein.
Bei sämtlichen Leistungsangaben handelt es sich um Herstellerwerte. Unabhängige Tests müssen zeigen, wie deutlich die Unterschiede im Alltag tatsächlich ausfallen.
Neue Kameras und ein überarbeitetes Audiosystem
Auch bei der Kameraausstattung hat Apple Änderungen vorgenommen. Die Frontkamera löst weiterhin mit 12 Megapixeln auf, sitzt jetzt aber an der Längsseite des Tablets. Dadurch befindet sie sich bei Videokonferenzen im Querformat an einer günstigeren Position. Center Stage hält Personen während eines Videoanrufs automatisch im Bild.
Auf der Rückseite verbaut Apple ebenfalls eine 12-Megapixel-Kamera. Diese unterstützt Smart HDR 4 sowie Videoaufnahmen in 4K mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde. Ein neuer adaptiver True-Tone-Blitz soll insbesondere die Aufnahme und das Scannen von Dokumenten verbessern.
Neu ist außerdem das sogenannte Acoustic Display. Dabei kombiniert Apple speziell entwickelte Tieftöner mit Hochtönern, die zwischen Displayglas und Aluminiumgehäuse untergebracht sind. Das System soll kräftigere Bässe, eine höhere Lautstärke und eine klarere Wiedergabe hoher Frequenzen ermöglichen.
WLAN 7, Bluetooth 6 und neues Mobilfunkmodem
Bei den drahtlosen Verbindungen setzt Apple auf den hauseigenen N1-Chip. Dieser ermöglicht WLAN 7, Bluetooth 6 und die Unterstützung des Smart-Home-Funkstandards Thread.
Der N1 soll außerdem die Zuverlässigkeit von AirDrop und AirPlay verbessern. Apple nennt insbesondere Leistungsverbesserungen bei Verbindungen über 5-GHz-WLAN-Netze.
In der Mobilfunkversion kommt erstmals das von Apple entwickelte C2-Modem zum Einsatz. Gegenüber dem bisherigen iPad mini sollen damit bis zu 50 Prozent höhere Mobilfunkgeschwindigkeiten möglich sein. Gleichzeitig verspricht Apple eine verbesserte Energieeffizienz.
Die Cellular-Varianten unterstützen weiterhin eSIM. Mit iPadOS 27 soll außerdem der Wechsel zwischen WLAN und Mobilfunk zuverlässiger funktionieren, etwa während laufender FaceTime-Gespräche.
iPadOS 27 erweitert die KI-Funktionen
Das neue iPad mini wird mit iPadOS 27 ausgeliefert. Apple integriert darin die nächste Generation von Apple Intelligence und erweitert unter anderem die Möglichkeiten zur Bildbearbeitung.
Neue Funktionen sollen es ermöglichen, Bildausschnitte nachträglich zu verändern oder Fotos über ihre ursprünglichen Grenzen hinaus zu erweitern. Mit Image Playground lassen sich laut Apple jetzt auch fotorealistische Bilder erzeugen.
Eine weitere Neuerung betrifft Safari. Die Funktion „Mitteilung an mich“ kann Webseiten auf Veränderungen überwachen und beispielsweise informieren, wenn ein zuvor ausverkauftes Produkt wieder verfügbar ist oder ein Preis sinkt.
Auch die Bedienoberfläche erhält Anpassungen. Für das Liquid-Glass-Design bietet Apple künftig einen Regler, mit dem sich die Transparenz der Oberfläche verändern lässt.
Mit iPadOS 27.2 soll zudem ein erweiterter Displaymodus hinzukommen. Damit lässt sich das iPad mini an einem externen Bildschirm mit einer erweiterten Arbeitsfläche und mehreren App-Fenstern verwenden.
Apple Pencil und neues Smart Folio
Bei der Stiftunterstützung bleibt Apple bei den bekannten Modellen. Das neue iPad mini ist sowohl mit dem Apple Pencil (USB-C) als auch mit dem Apple Pencil Pro kompatibel.
Letzterer bietet unter anderem zusätzliche Eingabemöglichkeiten durch Druck- und Rotationsgesten sowie die Integration in Apples „Wo ist?“-Netzwerk.
Passend zum Tablet führt Apple außerdem ein überarbeitetes Smart Folio ein. Die magnetische Schutzhülle besteht aus Funktionsgewebe, bietet mehrere Aufstellwinkel und erscheint in den Farben Navyblau und Taupe.
Preise und Verfügbarkeit in Deutschland
Das neue iPad mini kann ab Mittwoch, dem 28. Oktober 2026, vorbestellt werden. Die reguläre Verfügbarkeit beginnt am Freitag, dem 6. November.
Apple bietet das Tablet mit 128 GB, 256 GB oder 512 GB Speicher an. Die WLAN-Version startet bei 749 Euro, während die Ausführung mit WLAN und Mobilfunk mindestens 919 Euro kostet.
Für den Bildungsbereich nennt Apple einen Einstiegspreis von 699 Euro.
Das neue Smart Folio kostet 89 Euro. Der Apple Pencil Pro ist für 149 Euro erhältlich, während der Apple Pencil (USB-C) ebenfalls 89 Euro kostet.
Mit dem überarbeiteten Modell schließt Apple mehrere technische Lücken gegenüber größeren iPad-Modellen. Vor allem der Wechsel auf OLED, der deutlich schnellere Prozessor und der neue IP67-Schutz sind relevante Verbesserungen. Gleichzeitig bleibt das iPad mini ein vergleichsweise teures Tablet, dessen wichtigste Stärke weiterhin das kompakte Format ist.








