Apple Music versteckt einen spielbaren iPod – inklusive Retro-Spiel
Am 23. Oktober 2001 präsentierte Steve Jobs den ersten iPod. Genau 25 Jahre später taucht der Musikplayer überraschend wieder auf – diesmal allerdings nicht als neues Gerät, sondern als versteckte Funktion in Apple Music. Apple hat in der Webversion seines Musikdienstes einen interaktiven iPod integriert, der sich wie das Original bedienen lässt.
- Apple Music enthält einen versteckten, interaktiven iPod.
- Der Musikplayer erscheint im Browser beim Aufruf einer nicht existierenden Apple-Music-Seite.
- Das Bedienrad funktioniert, ausgewählte Songs lassen sich 90 Sekunden lang anspielen.
- Im Menü ist zusätzlich das klassische Atari-Spiel Breakout versteckt.
- Die Entdeckung fällt auf den 25. Jahrestag der ersten iPod-Vorstellung.
Der virtuelle Musikplayer erscheint allerdings nicht auf der regulären Startseite. Stattdessen hat Apple ihn auf einer Fehlerseite versteckt, die normalerweise nur darauf hinweist, dass eine aufgerufene Adresse nicht existiert.
So lässt sich der versteckte iPod aufrufen
Wer den digitalen iPod ausprobieren möchte, muss im Browser eine nicht existierende Unterseite von Apple Music öffnen. Das funktioniert beispielsweise mit der Adresse music.apple.com/maclife.
Anstelle einer gewöhnlichen Fehlermeldung erscheint ein iPod der ersten Generation. Darüber steht der Hinweis „Page Not Found“, gefolgt von der Aufforderung „Give this a spin instead“.
Der virtuelle Musikplayer lässt sich über das klassische Bedienrad steuern. Nutzer können durch Menüs navigieren und verschiedene Titel auswählen. Zur Verfügung stehen jeweils 90 Sekunden lange Hörproben ausgewählter Songs.
Unter den vertretenen Künstlern befinden sich unter anderem Britney Spears, Eminem, Daft Punk, Coldplay, Michael Jackson und U2. Eine vollständige Apple-Music-Bibliothek steht über den virtuellen iPod allerdings nicht zur Verfügung.
Wichtig ist außerdem, dass die Funktion ausschließlich im Webbrowser verfügbar ist. In der Apple-Music-App erscheint der iPod nicht. Auf dem Mac lässt sich eine automatische Weiterleitung zur App vermeiden, indem beim Anklicken des Links die Befehlstaste gedrückt gehalten wird. Auf dem iPhone kann der Link länger gedrückt und anschließend ausdrücklich im Browser geöffnet werden.
Apple versteckt sogar ein klassisches Videospiel
Neben der Musikwiedergabe enthält der virtuelle iPod noch eine zweite Überraschung. Über das Menü „Settings“ und anschließend „About“ lässt sich ein weiteres Easter Egg aufrufen.
Ein Easter Egg ist eine versteckte Funktion, Botschaft oder Anspielung in einer Software, einem Spiel oder einer Website. Solche Extras gehören normalerweise nicht zum eigentlichen Funktionsumfang und müssen gezielt entdeckt werden. Häufig greifen Entwickler damit historische Ereignisse oder bekannte Produkte auf.
Wer dort die mittlere Taste des Bedienrads gedrückt hält, kann nach kurzer Zeit das klassische Spiel Breakout starten. Dabei müssen mit einem beweglichen Schläger ein Ball im Spiel gehalten und Blöcke abgeräumt werden.
Die Wahl des Spiels ist kein Zufall. Steve Jobs und Steve Wozniak waren in den 1970er-Jahren an der Entwicklung von Breakout bei Atari beteiligt. Apple verbindet mit dem versteckten Spiel also gleich zwei Kapitel seiner Unternehmensgeschichte.
25 Jahre iPod: Von 1.000 Songs in der Hosentasche zum Streaming
Der Zeitpunkt der Entdeckung passt zum 25. Jahrestag des ersten iPod. Am 23. Oktober 2001 stellte Apple den tragbaren Musikplayer am damaligen Unternehmenssitz in Cupertino vor.
Das Original besaß eine Festplatte mit 5 GB Speicherplatz, ein monochromes Display und ein mechanisches Scrollrad. Laut Apple reichte der Speicher für rund 1.000 Songs. Die Akkulaufzeit wurde mit bis zu zehn Stunden angegeben.
Mit einem Einführungspreis von 399 US-Dollar war der erste iPod kein günstiges Gerät. Zudem funktionierte er zunächst ausschließlich mit einem Mac und der Musiksoftware iTunes. Die Verbindung erfolgte über FireWire, das sowohl zur Datenübertragung als auch zum Laden diente.
Trotz dieser Einschränkungen entwickelte sich der iPod zu einem der wichtigsten Produkte in Apples Geschichte. Bis April 2007 hatte das Unternehmen bereits 100 Millionen Geräte verkauft. Mit dem iPod mini, nano, shuffle und touch kamen im Laufe der Jahre zahlreiche Varianten hinzu.
Der Anfang vom Ende kam mit dem Smartphone. Nachdem das iPhone zunehmend auch die Rolle des mobilen Musikplayers übernommen hatte, stellte Apple nach und nach die verschiedenen iPod-Modelle ein. Im Mai 2022 wurde schließlich auch das letzte verbliebene Modell, der iPod touch, abgekündigt.
Heute ist Apple Music einer der Nachfolger der damaligen iTunes-Musikwelt. Statt Songs auf eine kleine Festplatte zu übertragen, greifen Nutzer über das Internet auf einen umfangreichen Musikkatalog zu.
Der versteckte iPod bringt nun zumindest für einen kurzen Moment die Bedienung des Originals zurück – ganz ohne FireWire-Kabel, lokale Musiksammlung oder einen 25 Jahre alten Akku.









