John Ternus

Apple: Trendwende unter John Ternus als neuem Chef?

Die Gerüchteküche war sich ohnehin schon sicher, was die Cook-Nachfolge anbelangt. Im Herbst ist es nun so weit. Was der scheidende Apple-CEO hinterlässt – und welche Baustellen sein Nachfolger jetzt erbt.

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Das Foto zur Pressemeldung ist sorgsam komponiert: Tim Cook und John Ternus, schlendernd durch den Apple Park, beide im hellblauen Button-down-Hemd, beide in Jeans, beide mit Apple Watch Ultra am Handgelenk. Cooks Hemd ist eine Spur formeller, Ternus’ eine Spur lockerer, dazu unterschiedliche Sneaker – beide sind in der gleichen „Apple-Uniform“ unterwegs. Und Apples PR-Team weiß, welchen Eindruck sie damit transportieren: ein vorsichtig kuratiertes Bild der Kontinuität. Übersetzt heißt das: „Liebe Wall Street, entspanne dich. Liebe Anwenderinnen und Anwender, vertraut uns. Es bleibt alles gleich bei Apple, was Apple ausmacht – nur der Mensch an der Spitze ist ab September 2026 ein anderer.“ Aber ist das Apple überhaupt zu wünschen?

Apple hat den Wechsel am 20. April 2026 offiziell angekündigt. Tim Cook, seit 15 Jahren CEO und im November 65 Jahre alt geworden, übernimmt ab September den Posten des Executive Chairman im Board of Directors. John Ternus, derzeit Senior Vice President Hardware Engineering und mit gerade 50 Jahren beinahe genauso alt wie Cook bei dessen Amtsantritt 2011, wird zum gleichen Tag Chief Executive Officer. Arthur Levinson, seit 15 Jahren nicht-exekutiver Chairman, wird Lead Independent Director. Und Johny Srouji, bislang Chip-Chef, bekommt den frei werdenden Hardware-Posten als neu geschaffener Chief Hardware Officer. Eine gleich mehrfache Rochade, die Apple so sauber geplant und durchgeführt hat, wie wir es vom Unternehmen erwarten.

2026 ist nicht 2011

Es lohnt sich, kurz innezuhalten und sich daran zu erinnern, wie das letzte Mal lief. Im August 2011 schrieb ein todkranker Steve Jobs einen Brief, in dem er erklärte, der Tag, an dem er seinen Pflichten als CEO nicht mehr nachkommen könne, sei nun gekommen. Zwar gab es auch damals Pläne für eine Nachfolgeregelung, aber ganz sicher musste diese deutlich früher aus der Schublade gezogen werden, als gedacht. Der absehbare, letztlich dann aber doch – zumindest für alle Außenstehenden – plötzliche Tod von Steve Jobs stürzte die Apple-Fangemeinde in kollektive Trauer und das Unternehmen selbst in den Ausnahmezustand. Auch, weil längst nicht alle davon überzeugt waren, dass Tim Cook, der in vielem wie die Antithese zu Steve Jobs schien und bis heute scheint, der richtige Mann an der Spitze sei.

Diesmal ist alles anders. Niemand wird in eine neue Rolle gedrängt, niemand ist krank, andere, etwa altersbedingt anstehende Personalfragen sind bereits gelöst und Apple geht es wirtschaftlich blendend. Cook geht, weil er gehen will. Mit 65 und an einem selbst gewählten Datum, nach einem nach allen Regeln der Kunst inszenierten Übergabeprozess. 

Cooks Vermächtnis

Bevor wir einen Blick in die Zukunft wagen, lohnt es sich, kurz innezuhalten und die Amtszeit von Tim Cook zu reflektieren. Beginnen wir mit dem, was unstrittig ist: Unter Cooks Führung ist die Marktkapitalisierung von Apple von rund 350 Milliarden auf vier Billionen US-Dollar gestiegen, der Jahresumsatz hat sich von 108 Milliarden im Geschäftsjahr 2011 auf über 416 Milliarden im Geschäftsjahr 2025 fast vervierfacht. Wer Wirtschaft als eigene Disziplin betrachtet, muss Cook in einer Liga mit nur sehr wenigen anderen sehen. Aber das sind Zahlen, und Apple-Geräte-Nutzende kaufen keinen Geschäftsbericht. Was zählt, sind die Produkte, die unter Cook entstanden sind und die das Leben von Millionen Menschen verändert haben.

Da ist zuallererst die Apple Watch, 2014 vorgestellt, 2015 ausgeliefert – Cooks erstes komplett eigenes Produkt, kein Erbe von Steve Jobs. Anfangs belächelt als Luxus-Gadget, hat sich die Apple Watch zur dominierenden Smartwatch der Welt entwickelt und nebenbei ein paar Tausend Leben gerettet, wie Cook gerne in Briefen aus seinem morgendlichen Posteingang zitiert. Inzwischen sieht man sie überall. Als Fitness-Tracker, als modisches Accessoire oder einfach nur als Uhr, als die Tim Cook sie einst auch vorrangig angekündigt hatte. Senioren tragen sie ebenso selbstverständlich wie Jugendliche, Anzugträger genauso wie Discounter-Kassenpersonal.

Dann die AirPods, 2016 erschienen, anfangs verspottet wegen ihrer Form, heute ein Multimilliarden-Dollar-Geschäftsfeld. Sie haben dafür gesorgt, dass kabellose Kopfhörer nicht mehr Nische, sondern Norm sind, und sie haben Apple einen Markt eröffnet, der zuvor in dieser Form gar nicht existierte.

Der vielleicht technisch beeindruckendste Wurf seiner Amtszeit ist allerdings der Umstieg der Macs auf Apple Silicon, eingeleitet 2020 mit dem M1. Aus heutiger Sicht wirkt das wie eine logische Konsequenz, aber zur Erinnerung: Apple hat eine komplette Plattform – mit Abermillionen produktiver Nutzender und zigtausenden Drittanbieter-Apps – innerhalb von zwei Jahren von Intel auf eigene ARM-Chips umgezogen. Das hatte zuvor noch niemand in dieser Größenordnung versucht. Und es funktionierte. Heute sind die Macs leise, kühl, ausdauernd und schnell genug, dass selbst Profis begeistert sind. Die Verantwortung dafür lag maßgeblich bei einem Mann, der jetzt CEO wird: John Ternus.

Cook hat außerdem zwei Werte tief in die Apple-DNA eingeschrieben, die in der Branche nicht selbstverständlich sind: Datenschutz als Grundrecht und ein ehrlich gemeintes Klimaengagement. Apple hat seinen CO2-Fußabdruck seit 2015 um über 60 Prozent reduziert, während sich der Umsatz nahezu verdoppelte. Und während andere Tech-Konzerne ihre Nutzer als Datenrohstoff begreifen, hat Cook „Privacy is a fundamental human right“ zu mehr als einem Werbeslogan gemacht. Auch wenn man sich über die Konsequenz mancher Entscheidungen streiten kann – die Glaubwürdigkeit Apples in diesem Punkt ist hart erarbeitet. Und sie hat Bestand, auch wenn Apples Image auch in dieser Hinsicht einige Kratzer bekommen hat.

Unter Tim Cook war trotzdem nicht alles perfekt

Soweit die Lichtseite. Aber wer ehrlich ist, muss auch die andere Seite benennen:

  • Apple Karten: iOS 6 erschien, die hauseigene Karten-App ersetzte Google Maps – und wurde zum vielleicht größten Software-Desaster der jüngeren Apple-Geschichte. Geschmolzene Brücken, fehlende Städte, falsche Markierungen, surreal verzerrte Satellitenbilder. Cook musste sich öffentlich entschuldigen, wenige Monate nachdem er CEO geworden war. Apple Karten ist heute ein solider Dienst, in vielen Disziplinen sogar besser als Google. Aber der erste Eindruck saß tief und steht bis heute symbolisch für ein Apple, das Software unterschätzt – und für einen CEO, der eine Softwarekrise als erste große Bewährungsprobe auferlegt bekam.
  • Project Titan, das Apple-Auto: Zehn Jahre Entwicklung, geschätzt mehrere Milliarden US-Dollar versenkt, mehrfach umgeplant – mal vollautonom, mal halbautonom, mal mit Lenkrad, mal ohne, mal mit Hyundai, mal mit Volkswagen, mal allein. Im Februar 2024 hat Apple das Projekt intern beerdigt, die rund 2.000 Mitarbeitenden wurden teils zur Abteilung für generative KI versetzt, teils entlassen. Es gibt kein Apple Car. Es wird auch keines geben. Eine Dekade Führungsentscheidung mit der wenig schmeichelhaften Erkenntnis, dass es eben doch komplizierter ist, ein Auto zu bauen, als ein Smartphone.
  • Apple Vision Pro: Anfang 2024 mit großem Tamtam zum Preis von 3.499 US-Dollar gestartet, hat sich das Spatial-Computing-Headset bislang geschätzt rund 600.000 Mal verkauft – über zwei Jahre verteilt. Im wichtigen vierten Quartal 2025 sollen es laut IDC noch 45.000 Stück gewesen sein, das Marketing-Budget kürzte Apple um 95 Prozent. Aktuelle Berichte sprechen davon, dass Apple die Entwicklung des Nachfolgers eingestellt hat. Ein Produkt, dem es an Apps fehlte, an einem klaren „Wofür“, an einer Antwort auf seinen eigenen Preis. Dass Apple in der Pressemitteilung zu Cooks Abschied die Vision Pro neben Apple Watch und AirPods als „neue Produktkategorie“ auflistet, ist, gelinde gesagt, mutig.
  • Apple Intelligence und die Siri-Schlappe: Im Sommer 2024 hat Apple bei der WWDC ein neues, kontextbewusstes Siri demonstriert. Die TV-Spots zum iPhone 16 zeigten, wie das neue Siri quer durch Apps arbeiten könne. Im März 2025 musste Apple kleinlaut einräumen, dass es länger dauern werde – konkret: bis ins Jahr 2026. Mehrere Sammelklagen folgten, weil das beworbene Feature schlicht nicht existierte. Wir schreiben den Mai 2026, und das versprochene Siri ist immer noch nicht in voller Pracht ausgeliefert. Es ist, ohne dramatisch werden zu wollen, der vielleicht peinlichste Punkt im Cook-Vermächtnis: Apple, das Unternehmen, das sich für seine Software-Qualität rühmt, hat in der wohl wichtigsten Technologie-Schlacht der Gegenwart die Versprechen seines eigenen Marketings nicht eingelöst. Dahinter steckt ein größeres Problem, das nicht nur Siri betrifft: das Gefühl, dass Apples Software-Qualität insgesamt nachgelassen hat. Bugs in macOS, halbgare Features, die im nächsten Punkt-Release wieder einkassiert werden, Mitteilungs-Zusammenfassungen, die Schlagzeileninhalte verfälschen. Wer schon ein paar Jahre dabei ist, erinnert sich an Zeiten, in denen ein Apple-Produkt erst dann auf die Welt kam, wenn es fertig war. Diese Zeiten fühlen sich heute weit weg an und nicht wenige wähnen Apple auf dem Weg zum Anbieter von Bananen-Software. Der Eindruck reift bei den Kundinnen und Kunden.

Im T-Shirt hat er Macs auf Apple Silicon gebracht – im (selten getragenen) Hemd übernimmt John Ternus jetzt den CEO-Posten.
Im T-Shirt hat er Macs auf Apple Silicon gebracht – im (selten getragenen) Hemd übernimmt John Ternus jetzt den CEO-Posten. (Bild: Apple)

Wer ist eigentlich John Ternus?

Der Startzeitpunkt für John Ternus könnte in vielem also besser sein. Grund zur Klage wird er trotzdem nicht haben. Doch wer ist „er“ überhaupt? John Ternus ist 50 Jahre alt und seit 2001 bei Apple. Er hat einen Bachelor in Maschinenbau von der University of Pennsylvania und arbeitete vor Apple kurz bei Virtual Research Systems – ausgerechnet einer Firma, die VR-Headsets baute. Bei Apple ging er ins Product-Design-Team, wurde 2013 Vice President Hardware Engineering, und 2021 Senior Vice President und damit jüngstes Mitglied des Executive-Teams.

Wer in den vergangenen Jahren Apple-Keynotes geschaut hat, kennt sein Gesicht. Ternus war derjenige, der neue iPads vorstellte, der die neuen MacBooks erklärte, der die Vision-Pro-Hardware präsentierte. In einem ersten Abschiedsgruß beschreibt Tim Cook ihn als „a brilliant engineer and thinker who has spent the past 25 years building the Apple products our users love so much“.

Das Apple, das Ternus übernimmt

Nach wie vor ist Apple in vielem, was es tut, führend. In einer Disziplin die besten zu sein, heißt dabei aber nicht zwingend, exzellent zu sein. Aus unserer Sicht muss sich John Ternus um vorrangig fünf Dinge kümmern. 

Software zu alter Qualität führen

Nicht nur Siri. Auch macOS, iPadOS, iOS, watchOS und tvOS leiden seit Jahren unter dem Eindruck, dass Apple Software auf Verschleiß fährt: Das Unternehmen kündigt Funktionen an, liefert sie halbgar aus, bessert sie in Punkt-Releases oder kassiert sie still ein. Ternus sollte den Mut haben, einmal ein Major-Release zu pausieren, ein „Snow-Tahoe“-Jahr einzuziehen und Stabilität vor Feature-Wettlauf zu stellen.

Werbung und Drängelei

Die Diskussion um Werbung in Apple Karten, das ständige Drängen zu iCloud+, Apple One, Apple TV, Music, Fitness+, die Banner an Stellen, an denen früher schlicht Funktion stand: All das nagt an dem, was Apple-Produkte einst von der Konkurrenz unterschied. Ternus’ Apple sollte hier eine erkennbare Umkehr einleiten.

Apple Intelligence und Siri

Das beworbene, kontextbewusste Siri ist das peinlichste Versprechen der jüngeren Apple-Geschichte. Wenn Ternus’ erstes Jahr nicht damit endet, dass Siri tatsächlich tut, was die iPhone-16-Werbespots seinerzeit zeigten, hat Apple in einer der wichtigsten Technologie-Disziplinen versagt. Die Alternative wäre, Siri abzuschalten und das iPhone für Google, OpenAI und Co. zu öffnen.

App Store und Entwickler

Aus Anwendersicht klingt das nach einem Wirtschaftsthema. Ist es aber nicht. Wer Apps benutzt, leidet darunter, wenn Entwickler verärgert, demotiviert oder finanziell erstickt werden. Faire Regeln, transparente Prozesse, weniger willkürliche Reviews und eine deeskalierende Haltung gegenüber der EU – das sorgt am Ende für bessere Apps auf den eigenen Geräten.

Vision Pro

Wenn Apple wirklich an räumliches Computing glaubt, muss das Unternehmen eine bezahlbare Version hervorbringen, mit Apps, die einen Grund liefern, das Gerät überhaupt anzuschalten. Wenn Apple nicht mehr daran glaubt, muss das ehrlich gesagt werden. Das gegenwärtige Schweigen ist die schlechteste aller Optionen.

Das ist, wenn man so will, das gewählte Framing für Ternus’ Antritt: Apple bekommt wieder einen Produkt-Menschen an die Spitze. Cook war nie ein Produkt-Mensch und hat das, anders als sein gescheiterter Vor-Vorgänger John Sculley, nie behauptet. Tim Cook hat Apple bei weitem nicht nur verwaltet und kann auf eine grandiose Bilanz zurückblicken. Aber heute braucht es offensichtlich jemanden von anderem Schlage an der Spitze. Jemanden mit dem Drang, Neues zu schaffen.

Allerdings: Auch wenn wir glauben, John Ternus zu kennen, wissen wir noch nicht, wie er ohne Cook über ihm agieren wird. Bisher hat er stets in der Rolle der Nummer 2 gesprochen, oft in Apple-typischen, vom PR-Team vorgegebenen Formulierungen. Wie er klingt, wenn er Apples eigenen Kurs vorgibt, müssen wir abwarten. Charakterlich gilt er als integer, im Privatleben unprätentiös. Wer Apple-Präsentationen der letzten Jahre verfolgt hat, kennt John Ternus nur im lockeren T-Shirt, und vielleicht ist das Pressefoto der einzige Anlass, zu dem er in diesem Jahr ein Hemd getragen hat – abgesehen vom weihnachtlichen Familienfoto. Das passt zur Erzählung vom geerdeten Ingenieur. Es sagt aber noch nichts darüber, ob er die richtigen Schwerpunkte setzen wird.

Cook als politischer Türsteher

Apple hat in der Mitteilung einen unscheinbaren Halbsatz untergebracht: Cook werde als Executive Chairman „certain aspects of the company“ begleiten, „including engaging with policymakers around the world“. Übersetzt heißt das: Cook bleibt der Mann fürs politische Grobe.

Das ist ungemein wichtig zu verstehen, gerade aus europäischer Sicht. Apple steckt seit Jahren in einem Mehrfrontenkrieg: mit der EU, die per Digital Markets Act den App Store und nicht zuletzt iOS aufstemmt; mit China, von dem Apple bei der Produktion abhängt; und mit der Trump-Administration in Washington, deren wirre Zollpolitik Apples globale Lieferkette täglich neu durchschüttelt. Cook hat sich in dieser Rolle als geschickter, oft (zumindest äußerlich) schmerzfreier Verhandler erwiesen. Er hat dem amerikanischen Präsidenten goldene Apple-Plaketten überreicht, hat sich öffentlich verbiegen lassen, wo es seinem Verständnis von Apples Interessen diente.

Ternus, soweit man das beurteilen kann, hat weder die Erfahrung noch ersichtlich die Lust, diese Rolle zu übernehmen. Cook bleibt der politische Schutzschild. Solange Trump im Amt ist, übernimmt Cook die hässlichen Aufgaben, kümmert sich um die Hofreisen, lässt sich in Mar-a-Lago fotografieren, hält Verhandlungen am Laufen. Ternus startet so mit einer zumindest halbwegs sauberen politischen Weste in die ersten Monate als CEO – mit der Option, später, je nach US-Wahlausgang, einen anderen Ton anzuschlagen.

Ob das funktioniert, ist eine andere Frage. Was passiert, wenn Trump zum Telefon greift und nicht „Tim Apple“, sondern den neuen Apple-Chef sprechen will? Was passiert, wenn Ternus innerhalb Apples eine Linie wählt, die Cook unter Trump für unklug, also verräterisch hält? Hier gibt es Reibungspotenzial. Aber als Manöver, um Ternus den Rücken freizuhalten, ist die Konstruktion clever.

Aus Liebe zum Gerät

Mit Tim Cook geht eine Ära zu Ende, die Apple zum wertvollsten Unternehmen der Welt gemacht und seinem Nachfolger doch eine Reihe ungelöster Probleme hinterlassen hat. Wenn John Ternus sich Tim Cook als Maßstab nimmt und vor allem auf die wirtschaftliche Bilanz schaut, kann er nicht gewinnen. Ein Blick auf die Entwicklung des Apple-Wertes macht schnell klar: So eine Entwicklung ist wohl kaum zu wiederholen. John Ternus ist gut beraten, sich an anderen Maßstäben zu orientieren und sich auf das zu berufen, was Apple am besten kann und immer ausgezeichnet hat: ein Unternehmen zu sein, in dem Menschen, die Computer lieben, großartige Computer für andere Menschen bauen, die Computer lieben.

Sebastian Schack // Freier Autor
Sebastian Schack

Als langjähriger Chefredakteur prägte Sebastian Schack die Mac Life maßgeblich, nach seinem Wechsel in andere berufliche Gefilde bleibt er dem Magazin jedoch als freier Autor erhalten und liefert Texte, die von seinem breiten Hintergrundwissen über Köpfe, Produkte und Strategien von Apple geprägt sind. Zusammen mit Stefan Molz und Sven T. Möller ist er Host des Podcasts Schleifenquadrat – und beweist damit, dass er seiner Apple-Passion treu bleibt, auch ohne dafür jeden Tag ins Büro zu müssen.

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