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Abschied von Intel-Macs

Mac App Store: Entwickler können Intel-Support streichen

Apple treibt den Abschied von Intel-Macs weiter voran. Entwickler können bei kompatiblen Apps die x86_64-Version entfernen und neue Updates ausschließlich für Macs mit Apple-Chip anbieten. Bereits installierte Intel-Versionen bleiben grundsätzlich nutzbar.

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Apple macht Entwicklern den Abschied von Intel-Macs leichter. Apps aus dem Mac App Store können künftig ohne Unterstützung für Intel-Prozessoren weiterentwickelt werden, sofern sie mindestens macOS 13 voraussetzen. Entwickler können dafür die x86_64-Architektur aus ihrer App entfernen.

Sommer-Angebot

Quickread: Auf einen Blick
  • Mac-App-Store-Apps dürfen den Intel-Support entfernen
  • Voraussetzung ist mindestens macOS 13
  • Intel-Macs erhalten danach keine neuen Versionen der betroffenen App
  • Die letzte kompatible App-Version kann weiterhin genutzt werden
  • macOS 27 unterstützt ausschließlich Macs mit Apple-Chip

Wie MacRumors berichtet, hat Apple Entwickler am 1. September nochmals auf diese Möglichkeit hingewiesen. Ganz neu ist die Änderung allerdings nicht: In den offiziellen Versionshinweisen zu App Store Connect dokumentiert Apple bereits seit dem 18. Juni 2026, dass Entwickler den Intel-Support aus entsprechenden Universal-Apps entfernen können.

Was sich für Intel-Mac-Nutzer ändert

Entfernt ein Entwickler die Intel-Unterstützung aus einer App, erhalten entsprechende Macs keine neueren Versionen dieser Anwendung mehr. Die zuletzt mit dem jeweiligen Intel-Mac kompatible Version soll sich jedoch weiterhin verwenden lassen.

Apple nennt als Voraussetzung eine Mindestversion von macOS 13 oder neuer. Entwickler können anschließend die x86_64-Architektur entfernen und eine neue Version über den Mac App Store einreichen.

Universal Apps enthalten bislang Programmcode für Macs mit Apple-Chip sowie für Modelle mit Intel-Prozessor. Damit kann dieselbe App auf beiden Plattformen nativ ausgeführt werden.

Universal Binary erklärt!

Eine Universal Binary enthält Programmcode für mehrere Prozessorarchitekturen. Bei Mac-Apps sind das typischerweise arm64 für Apple-Chips und x86_64 für Intel-Prozessoren. macOS startet automatisch die zum jeweiligen Mac passende Variante.

Für Entwickler kann der Verzicht auf Intel-Code unter anderem kleinere Downloads und einen geringeren Speicherbedarf bedeuten. Gleichzeitig entfällt die Notwendigkeit, neue Versionen weiterhin für eine inzwischen auslaufende Prozessorplattform bereitzustellen.

macOS 27 läuft nur noch auf Macs mit Apple-Chip

Die Änderung passt zu Apples schrittweisem Rückzug aus der Intel-Ära. macOS Tahoe 26 unterstützt noch einige Intel-Macs. Das kommende macOS 27 Golden Gate setzt dagegen vollständig auf Apple-Chips.

Parallel bereitet Apple auch das Ende von Rosetta als allgemeiner Übersetzungsschicht vor. Rosetta ermöglicht es bislang, für Intel-Prozessoren entwickelte Anwendungen auf Macs mit Apple-Chip auszuführen.

Apple zufolge ist macOS 27 die letzte macOS-Version, in der Rosetta allgemein für Intel-Anwendungen verfügbar ist. Ab macOS 28 soll nur ein Teil der Technik für bestimmte ältere, nicht mehr gepflegte Spiele erhalten bleiben, die auf Intel-Frameworks angewiesen sind.

Damit wächst auch für App-Entwickler der Anreiz, verbliebene Intel-Versionen aus ihren Projekten zu entfernen oder ältere Anwendungen vollständig auf Apple-Chips umzustellen.

Unsere Einschätzung

Stefan Keller
Die Änderung kommt nicht überraschend: Apple hat den Wechsel von Intel zu eigenen Chips bereits 2020 begonnen, und macOS 27 zieht nun auch beim Betriebssystem einen klaren Schlussstrich. Für Besitzer eines Intel-Macs bedeutet die neue App-Store-Regel allerdings, dass einzelne Anwendungen schon vor dem Ende der grundsätzlichen Nutzbarkeit ihres Macs keine Funktionsupdates mehr erhalten könnten. Wie schnell Entwickler davon Gebrauch machen, dürfte je nach App sehr unterschiedlich ausfallen.

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