Apple könnte seine ersten AirPods mit integrierten Kamerasensoren früher auf den Markt bringen als bislang angenommen. Wie Bloomberg-Reporter Mark Gurman berichtet, soll ein intern als „B790“ bezeichnetes Modell bereits weit genug entwickelt sein, um noch 2026 zu erscheinen.
- Apple soll mehrere AirPods-Modelle mit Kamerasensoren entwickeln
- Ein Modell mit dem Codenamen B790 könnte noch 2026 erscheinen
- Die Sensoren sollen Siri Informationen über die Umgebung liefern
- Foto- und Videoaufnahmen stehen offenbar nicht im Mittelpunkt
- Eine offizielle Bestätigung von Apple gibt es nicht
Die Sensoren sollen dem Bericht zufolge nicht für klassische Foto- oder Videoaufnahmen gedacht sein. Stattdessen könnten sie Siri und Apples Funktionen für visuelle Intelligenz mit Informationen über die unmittelbare Umgebung des Trägers versorgen.
Visuelle Intelligenz bezeichnet Funktionen, bei denen Kameras und KI Inhalte aus der Umgebung erkennen und einordnen. Das System kann beispielsweise Texte, Gegenstände oder Orte analysieren und dazu passende Informationen bereitstellen.
Zwei Kamera-AirPods parallel in Entwicklung
Bislang war vor allem ein unter dem Codenamen „B798“ entwickeltes Modell bekannt. Dieses soll Teil einer größeren Strategie rund um tragbare KI-Geräte sein, zu der angeblich auch eine smarte Brille und ein KI-Anhänger gehören. Der Marktstart dieses Modells soll sich jedoch von 2026 auf Ende 2027 verschoben haben.
Parallel dazu arbeitet Apple laut Gurman an B790. Dass mehrere Varianten eines Produkts intern gegeneinander antreten, sei bei Apple nicht ungewöhnlich. Die Hardware von B790 soll näher an der Serienfertigung sein. Hinweise auf den Codenamen seien zudem bereits im Programmcode einer Entwickler-Beta von iOS 27 entdeckt worden.
Welche technischen Unterschiede zwischen B790 und dem mutmaßlich leistungsfähigeren B798 bestehen, ist bislang nicht bekannt. Ebenso ist offen, ob Apple tatsächlich beide Varianten auf den Markt bringen wird.
Vorstellung möglicherweise im September
Sollte B790 noch 2026 erscheinen, gilt eine Präsentation im September gemeinsam mit der nächsten iPhone-Generation als möglich. Eine offizielle Ankündigung oder Bestätigung von Apple gibt es bislang nicht.
Auch der Produktname steht offenbar noch nicht fest. Weil ein Modell mit Kamerasensoren voraussichtlich oberhalb der regulären AirPods Pro positioniert wäre, soll Apple laut einem früheren Bericht die Bezeichnung „AirPods Ultra“ erwogen haben. Alternativ wäre eine Einordnung als AirPods Pro 4 denkbar.
Die geplanten Sensoren könnten Apples Sprachassistenten stärker mit der realen Umgebung verbinden. Siri wäre damit theoretisch in der Lage, Gegenstände, Texte oder Situationen zu erfassen und kontextbezogene Informationen bereitzustellen. Wie zuverlässig und datenschutzfreundlich eine solche Funktion umgesetzt werden könnte, ist derzeit nicht bekannt.









