Mehrere Millionen US-Dollar illegal

iTunes-Guthaben-Betrug: Apple soll fleißig mitverdienen

Eine altbekannte Betrugsmasche im Internet hat jetzt zu einer Klage gegen Apple geführt. Es geht dabei um einen seit Jahren kursierenden Betrug mit iTunes-Guthaben-Karten. Apple wird nun angeklagt, da das Unternehmen dem Betrug keinen Riegel vorschiebt, und stattdessen sehr gut daran verdient.

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So zumindest die Auffassung der Klageführer. Es geht um eine neue Sammelklage gegen Apple in den USA (via Patently Apple). Dabei wird dem Konzern unter anderem vorgeworfen, Kunden, die auf einen Betrug hereingefallen sind und Unbekannten iTunes-Guthabencodes übermittelt haben, nicht zu helfen. Stattdessen verdiene Apple Millionen US-Dollar an dem illegalen Geschäft.

Die Kläger haben dazu eine Hochrechnung anhand von an die FTC gemeldeten Betrugsfälle herangezogen. Da heißt es, das in den Jahren 2015 bis 2019 die ergaunerten Summen 93,5 Millionen US-Dollar überstiegen. Geht man dabei von einer sehr hohen Dunkelziffer aus - in der Klage heißt es, man nimmt an, dass nur zehn Prozent der Fälle an die FTC gemeldet werden, nähert sich der Schaden durch den Betrag einer Milliarde US-Dollar. Apple steckt sich davon noch einmal 300 Millionen US-Dollar ein, denn die Betrüger setzen das Geld ja in den App Stores um, wo Apple ein Drittel des Umsatzes als Provisionen einbehält.

Und da das nun ein sehr lukratives Business sei, glauben die Kläger, Apple verschleiere, wie einfach der Konzern Betroffenen helfen könnte. Apple sage den Opfern fälschlicherweise, dass 100 Prozent ihres durch den Betrug verlorenen Geldes unwiederbringlich verloren seien, und das stimmte nicht. Apple könnte demnach sehr wohl in vielen Fällen noch handeln, denn der Konzern gebe ja die eingenommenen Gelder auch nicht sofort weiter.

Es bleibt nun tatsächlich abzuwarten, wie die Reaktion des Gerichts ausfällt. Rechtsexperten glauben aber kaum, dass man Apple eine Mitschuld an dem Betrug geben können.

Wie funktioniert der iTunes-Trick?

Die Masche ist dabei seit Jahren gleich, und ob man es glaub oder nicht, es fallen immer wieder Menschen darauf herein - auch in Deutschland. Apple macht dabei auch seit Jahren auf das Problem aufmerksam und rät in einem Support-Dokument Folgendes:

„Derzeit kommt es immer wieder zu Betrugsversuchen, bei denen Personen gebeten werden, telefonisch ausstehende Schulden oder Rechnungen für Steuern, Krankenhausaufenthalte, Strom, Wasser und Gas zu begleichen oder Sicherheitsleistungen zu erbringen. Die Betrüger bedienen sich dabei vieler verschiedener Methoden und missbrauchen u. a. auch Geschenkkarten. Da mitunter auch zur Angabe der Codes von App Store- und iTunes-Geschenkkarten oder Apple Store-Geschenkkarten aufgefordert wird, möchten wir unsere Kunden auf diese Betrugsversuche aufmerksam machen.

Unabhängig vom genannten Grund für die Zahlung gehen die Betrüger nach demselben Schema vor: Die betreffende Person erhält einen Anruf und wird mit äußerster Dringlichkeit oder auf einschüchternde Weise gebeten, eine Zahlung zu tätigen und dazu App Store- und iTunes-Geschenkkarten oder Apple Store-Geschenkkarten bei einem nahe gelegenen Anbieter (Supermarkt, Elektronikfachhändler etc.) zu erwerben. Nach dem Kauf der Karten wird die Person gebeten, die Codes, die sich auf der Rückseite der Karten befinden, telefonisch durchzugeben und so die Zahlung zu tätigen.“

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Das habe ich verstanden: es ruf irgendeiner an, schickt mich in den Supermarkt um Guthabenkarten zu kaufen um ihm dann die Nummer zu sagen (=mein Geld zu geben). Und weil ich so dumm bin, verklage ich Apple. Ist das richtig so? Das gibts auch nur in den USA.

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