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iPhone SE ein ungeahnter Hit, drückt auf Umsatz Apples

Das „kleine“ iPhone SE ist in den USA offenbar ein größerer Erfolg als es Apple sich hätte vorstellen können. Das jedenfalls behauptet ein Finanzanalyst von UBS und sieht deshalb den durchschnittlichen Verkaufspreis pro iPhone auf einem niedrigeren Level als zuvor. Ferner hätten sich mehr Käufer für ein Gerät mit weniger Speicher entschieden. Dies drückt ebenfalls auf den Umsatz.

Im Juni-Quartal sollen in Apples Heimatmarkt, den USA, rund 16 Prozent aller iPhone-Verkäufe auf das SE-Modell entfallen sein. Aus diesem Grund beschreibt Analyst Steven Milunovich in einer Notiz an Investoren, dass der durchschnittlich erzielte Verkaufspreis auf 637 US-Dollar pro Gerät schrumpfen wird.

Problematisch daran ist, dass die Daten das Ergebnis einer Umfrage unter lediglich 500 Personen sind. UBS hat diese bei Consumer Intelligence Research Partners in Auftrag gegeben.

iPhone SE mit 64 GB häufiger gekauft

Neun Prozent der Käufer sollen sich für die SE-Variante mit 64 GB Speicher entschieden haben, sieben Prozent hingegen für das Modell mit 16 GB.

Mit 16 Prozent am Gesamtumsatz durch iPhone-Verkäufe im Juni-Quartal hätte das SE die Erwartungen des Analysten übertroffen. Doch der Erfolg des kleinen Apple-Smartphones hätte einen negativen Effekt auf die übrigen Verkäufe. Damit würde der Durchschnittspreis von Apples profitabelstem Produkt nach unten korrigiert. Milunovich nimmt einen Preis von $637 (ca. 575 Euro) an. Der liegt unter demjenigen, der an der US-Börse Wall Street gemeinhin angenommen wird und bei $660 (ca. 596 Euro) liegen soll.

Geräte mit weniger Speicher verkauft

Darüber hinaus soll aus der Umfrage hervorgehen, dass sich mehr Kunden (als vorher) für ein Gerät mit weniger Speicher entschieden hätten. Im Vergleich zum Vorjahr soll der Wert für den durchschnittlich gekauften Speicher um 10 Prozent rückläufig gewesen sein. Dies hätte ebenfalls einen negativen Effekt auf den Durchschnittspreis, den Apple mit seinen Smartphones hätte erzielen können.

Trotz dieses kritischen Ausblicks sieht Milunovich den Kurs von Apples Aktie derzeit unterbewertet. Der UBS-Analyst gibt ein Kursziel von $115 aus. Derzeit liegt der Kurs bei knapp unter $100. Die „Probleme“ Apples seien außerdem kurzfristiger Natur, erklärt Milunovich. Im Steuerjahr 2017 erwarte man eine Stabilisierung und 2018 ein Wachstum von 15 Prozent.

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Ein Verkaufserfolg drückt auf den Umsatz! Das ist eine neue Wirtschaftstheorie, die sich nah an der Theorie des Humbugs befindet.

Ach, tatsächlich Humbug? Wenn Apple von 1.000 potentiellen Kunden erwartet, dass 700 Kunden ein 800-Euro-Gerät kaufen und 300 Kunden das 500 Euro-Gerät, tatsächlich aber 700 Kunden das 500 Euro-Gerät kaufen und die 300 Kunden das 800-Euro-Gerät, dann sind das 17 % weniger Umsatz als erwartet. Das günstige Gerät (hier "Verkaufsschlager" genannt) kanibalisiert den Absatz des teureren Gerätes, insofern ist die Aussage des Artikels korrekt - ich hoffe, das war jetzt nicht zu kompliziert...?!

Ihre Zahlen nehme ich mal als Beispiel für einen Kannibalisierungseffekt, der in Ihrem Beipiel komplett erfolgt. Ist das so? Woran erkennen Sie das? Wo steht das? Vermutlich lesen Sie aus dem Sinken des durchschnittlichen Verkaufserlöses eine Kannibalisierung heraus. Das ist möglich, aber keineswegs zwingend und schon gar nicht muß eine solche Kannibalisierung komplett erfolgen. Ich hoffe, das war jetzt nicht zu kompliziert...!?

Lieber Cosmos, was soll den die Häme? Gehen Sie so auch mir Ihren Kollegen um? Wenn in meiner Darstellung ein Logikfehler ist, dann steht es Ihnen ja frei, den konkret zu benennen. Mir ging es ja darum, den als "Humbug" bezeichneten Zusammenhang zwischen Verkaufserfolg und sinkendem Umsatz aufzudröseln. Und die "Kanibalisierung" hat ja nichts mit dem sinken der Verkaufserlöse zu tun, sondern mit der höheren Attraktivität eines preiswerten Gerätes ("der Kanibale") im Vergleich zu einem teureren Gerät. (eigentlich sollte ich auf solche Post ja gar nicht mehr antworten...)

Einen Logikfehler haben Sie nicht. Sie gehen nur von dem Sonderfall aus, daß eine Minderung der Verkaufszahlen einer Gerätekategorie komplett durch die Erhöhung der Verkaufszahlen einer anderen Kategorie ausgeglichen wird (in Ihrem Beispiel: 400 Stück, von 700 auf 300 und umgekehrt). Diese komplette Substitution ist sehr unwahrscheinlich und im Text auch nicht ersichtlich. Aus dem Sinken des durchschnittlichen Verkaufserlöses kann man keine Auswirkung auf den Umsatz ableiten, das wäre dann ein Logikfehler.
Mir hingegen ist nicht klar, wo Sie Häme sehen.

Analyst - sind das nicht die mit der Glaskugel?

Die ökonomischen Zusammenhänge lassen sich in diesem Artikel sehr klar erkennen und erleichtert gerade jungen Lesern das Verständnis.

Ja die Glaskugel ist aber LED beleuchtet ;-) Dadurch kommt noch mehr Weisheit zum Vorschein

Ja die Glaskugel ist aber LED beleuchtet ;-) Dadurch kommt noch mehr Weisheit zum Vorschein

9 % der iPhone-SE-Käufer haben die 64-GB-Version gekauft und 7 % haben die 16-GB-Version gekauft? Was ist mit den anderen 84 % der iPhone-SE-Käufer? Soweit ich weiß, gibt es nur diese zwei Modelle.

Kurz darauf ist davon zu lesen, dass 16 % des iPhone-Umsatzes vom Verkauf der SE-Modelle stammt.

Meint der Verfasser nun, dass 9 von 16 SE-Käufern die 64-GB-Version gewählt haben, also 56,25 %. Und 7 von 16 SE-Käufer haben die 16-GB-Version gewählt, also 43,75 %. (Ich vermute, dass er das meint, das wäre aber eine falsche Interpretation der Zahlen.)

Oder meint der Verfasser, dass 9 % des iPhone-Umsatzes durch den Verkauf von 64-GB-SE-Modellen und 7 % des iPhone-Umsatzes durch den Verkauf von 16-GB-SE-Modellen kommt? (Dies scheint mir eher wahrscheinlich zu sein.) Dann wären das aber wieder ganz andere Verkaufszahlen, bzw. -anteile der beiden Modelle -- "9von16" und "7von16" passt dann nicht mehr.

Bitte recherchieren Sie nochmal, was denn nun richtig ist...

Das sind Details, die für die Grundaussage des Textes nicht von Bedeutung sind und diesen messerscharf gezeichneten Artikel nur stören würden.

Das muss ich nicht recherchieren. :) Gemeint sind die iPhone-Käufer. 9% von ihnen haben das 64er gekauft, 7% das 16er. Das sind allerdings nur Prognosen, die auf den Ergebnissen der Umfrage basieren.

Ein gut verfasster Artikel,
anbei ein paar Gedanken, die mir jedoch gekommen sind und die ich hier äußern wollte:

Klar, Apple hat vielleicht einen etwas niedrigeren Umsatz (in den USA), aber bezogen auf diese nach wie vor "relativ" kleine Gruppe an SE Käufern denke ich wird Apple diesen "drastischen Gewinneinbruch" sicherlich schon wegstecken ;)

Vergessen darf man auch nicht, dass nur 500 Personen befragt wurden. Das ist eine Menge, die bei einem landesweit bzw. global verkauften Produkt nicht repräsentiv genug ist um eine außreichende statistische Validität zu garantieren. Welche Personen wurden befragt? Wo wurden sie befragt? Vor einem Apple Store? In einer eher wohlhabenden Gegend?

Außerdem denke ich schwanken die Verkaufszahlen vorallem auch länderspeziefisch schon sehr stark. In ärmeren Ländern in denen sich nur wenige ein Iphone leisten können, können dies jetzt vielleicht ein paar mehr die sich sonst gar keines gekauft hätten.

Worauf ich aber vor allem hinaus wollte ist, dass durch dieses "günstige" IPhone auch viele Android nutzer beschließen sich mal ein Iphone anzuschaffen. Und ein Großteil der Iphone Besitzer besitzt auch ein Macbook und co. Sprich wer ein Iphone hat wird sich auch weitere Apple Produkte kaufen.
Und wer überlegt sein altes Iphone gegen ein günstigeres Android einzutauschen wird vielleicht dann doch bei Apple bleiben und sich das günstigere SE holen, wodurch er Apple als zahlender Kunde erhalten bleibt.

Danke für deinen Senf dazu. :)