iPhone 8: Apple

Quelle: https://www.maclife.de/news/iphone-8-apple-hat-neues-smartphone-vorgestellt-10095675.html

Autor: Alexander Trust

Datum: 12.09.17 - 20:05 Uhr

Das iPhone 8 ist da: Apple hat ein neues Smartphone vorgestellt

Apples iPhone 8 ist da: Am Abend hat das Unternehmen aus Cupertino auf seinem Special-Event eine neue Smartphone-Generation vorgestellt. Auf der Bühne präsentierte Phil Schiller die neuen Geräte. Neben dem iPhone 8 und iPhone 8 Plus gibt es ein neues Gerät mit OLED-Display, das iPhone X genannt wird. Da der Anbieter aus Cupertino alle Geräte im Design auf ein „neues Level“ gehievt hat, bot sich der Schritt aus marketingtechnischen Gründen an. Denn ein iPhone 7s hätte die Kunden zu sehr an ein „altes“ Gerät von letztem Jahr erinnert. Stattdessen gibt es nun ein „8er“ und ein passendes Plus-Modell.

Schauplatz für die Präsentation war in diesem Jahr das neu eingeweihte Steve Jobs Theater am zukünftigen Firmengelände des Unternehmens, dem neuen Apple Park.

„Tatsächlich“ wiesen die Smartphones viel Ähnlichkeit mit den Produkten auf, über die im Vorfeld in der Gerüchteküche spekuliert wurde. Spätestens zwei Tage vor dem Event wusste die Öffentlichkeit Bescheid, wie die Geräte heißen würden, da eine „Golden Master“ von iOS 11 die Informationen über die Namengebung vorwegnahm. Den Moment der Überraschung gibt es bei Apple fast gar nicht mehr, in diesem Jahr besonders wenig.

iPhone 8 und iPhone 8 Plus

Im Design unterscheiden sich die neuen Geräte von den bisherigen Modellen auf der Vorderseite kaum. Es gibt an ihnen nach wie vor den Home-Button mit dem integrierten Fingerabdrucksensor. Sie verfügen über einen Rand, der ein wenig ausschaut wie ein „Bumper“. Das ist aber nur ein psychologische Element. Denn die Ränder aus Metall sind dieselben wie zuvor. Allerdings ist die Rückseite aus Glas. Trotzdem wirkt das Display nun ein wenig abgesetzt.

Die neuen iPhones sind nicht zwingend „robuster“ geworden als die vorherige Generation. Sie sind weiterhin nur mit IP67 zertifiziert und können entsprechend einige Zeit ein Meter unter Wasser aushalten, mehr aber nicht. Der wirklich Fortschritt in diesem Bereich ist derzeit dem iPhone X vorbehalten.

Displays mit gleicher Auflösung

In den neuen Apple-Smartphones werden weiterhin LCD-Displays eingesetzt. Diese sind in ihrer Bilddiagonale nicht unterschieden von den Vorjahresmodellen. Das heißt, das „kleine“ iPhone 8 bietet ein Display mit 4,7 Zoll Diagonale und das „große“ eines mit 5,5 Zoll. Die Displayauflösung hat sich ebenfalls nicht verändert.

Dual-Kamera nur im Plus-Modell

Anders als auf den Fotos aus der Gerüchteküche bereits zu sehen war, hat der Hersteller aus Cupertino die rückseitige Dual-Kamera am neuen Plus-Modell in seiner Positionierung nicht verändert.

Darüber hinaus bleibt die Dual-Kamera in diesem Jahr erneut Käufern des Plus-Modells vorbehalten. Sie können damit sogenannte Bokeh-Aufnahmen anfertigen, in denen der Hintergrund verschwommen wirkt, der Vordergrund aber scharf bleibt. Dies eignet sich besonders gut für Portrait-Fotos. Für diese gibt es zudem eine ganze Reihe neuer Belichtungseinstellungen, damit die Aufnahmen besonders gut gelingen.

Die Auflösung der rückseitigen Kamera an den iPhone-8-Modellen beträgt weiterhin 12 MP. Die Blende beim „kleinen“ Gerät liegt bei f/1.8. Das Smartphone bietet bis zu 5x digitalen Zoom. Das Plus-Modell hingegen nutzt je ein Weitwinkel- und eine Teleobjektiv. Ersteres nutzt ebenfalls die f/1.8 Blende, letzteres eine verbesserte f/2.8 Blende. Die Kamera der Plus-Variante bietet bis zu 2x optischen Zoom und bis zu 10x digitalen Zoom. Die Geräte können Videos in 4K-Auflösung mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde aufzeichnen und solche mit 1080p sogar mit bis zu 240 Bildern pro Sekunde. Der Sensor der Kamera wurde nochmals verbessert und erstellt deutlich naturgetreuere Aufnahmen.

Weitere technische Details

Apple bietet das Gerät mit LTE, NFC, Bluetooth 4.2 und Wi-Fi 802.11ac an. Sie können sich trotz des Leistungszuwachses auf eine gleichbleibende Batterielaufzeit freuen. Apple verspricht Käufern des iPhone 8 (Plus) jeweils eine identische Laufzeit zum Vorjahresmodell. Die Geräte sind allerdings deutlich schneller als die Vorgänger. Als Antrieb dient der neue Apple A11 Bionic SoC, der auch im iPhone X steckt. Es handelt sich dabei um einen Sechskern-Prozessor. Vier Kerne werkeln mit höherer Geschwindigkeit, zwei hingegen sind auf energieeffizientes Arbeiten im Hintergrund eingestellt. Die GPU im Gerät ist erstmal von Apple selbst gestaltet und 30 Prozent schneller als noch im A10 SoC.

Aufgeladen werden die Geräte wahlweise per Kabel oder über eine Ladestation per Induktion. Die neue Glasrückseite macht dies möglich. Apple setzt dabei auf eine Technologie, die zu dem vorhandenen Qi-Standard kompatibel ist. Allerdings wird es kompatible Ladegeräte vermutlich nur mit MFI-Zertifizierung geben. In diversen Geschäften und an Flughäfen oder Bahnhöfen gibt es Ladegeräte, die den Standard unterstützen. Apple selbst hat noch kein Zubehör vorgestellt. Belkin und Mophie wurden als Anbieter auf der Bühne beworben.

Den Klinkenstecker hatte Apple bereits mit dem 7er-Smartphone aufgegeben. Er kommt nicht zurück. Neben integrierten Stereo-Lautsprechern und einem Mikrofon finden Sie noch einen Lightning-Anschluss am unteren Gehäuserand. Über diesen können Sie unter anderem kompatible Kopfhörer und weiteres Zubehör anschließen.

Eckdaten zum iPhone 8 (Plus)

  • Speicher: 64 oer 256 GB
  • Gewicht: 148 oder 202 Gramm
  • Display: 4,7 oder 5,5 Zoll
  • Auflösung: 1334 x 750 Pixel oder 1920 x 1080 Pixel
  • Prozessor: A11 Bionic (64-Bit)
  • Kamera-Auflösung: 12 MP
  • Bluetooth: 5.0
  • WLAN: 802.11ac MIMO
  • NFC: Ja, mit Lesemodus

Preise und Verfügbarkeit

Das neue iPhone 8 und das passende Plus-Modell können Sie bereits ab dem 15. September vorbestellen. Es wird dann in der Woche darauf, ab dem 22. September auch im Einzelhandel verkauft und zu den Kunden geliefert. Sie bekommen das Gerät in drei unterschiedlichen Farben (Silber, Gold und Space Grau) und wahlweise mit 64 oder 256 GB Speicher ab 799 Euro. Für das Plus-Modell zahlen Sie ab 909 Euro.