Apple könnte mit der kommenden iPhone-Generation auch an der Preisschraube drehen. Wie Bloomberg-Reporter Mark Gurman berichtet, bereitet sich der Konzern auf höhere iPhone-Preise vor. Als wesentlicher Grund gelten steigende Kosten für Speicher und andere Halbleiterkomponenten. Eine endgültige Preisgestaltung für die neuen Modelle ist bislang allerdings nicht bekannt.
- Apple soll höhere Preise für kommende iPhones vorbereiten
- Steigende Speicher- und Chipkosten gelten als wesentlicher Grund
- Ein Aufschlag von rund 100 US-Dollar steht im Raum
- Das iPhone 18 Pro könnte damit bei 1.199 US-Dollar starten
- Apple hat eine Preiserhöhung für das iPhone bislang nicht bestätigt
Speicherpreise setzen Apple unter Druck
Apple hatte bereits im Juni die Preise zahlreicher Macs und iPads angehoben. Konzernchef Tim Cook begründete diesen Schritt später mit stark gestiegenen Speicherpreisen. Auch das iPhone sei laut Gurmans Bericht von den Problemen in der Lieferkette für Speicher und Chips betroffen.
Insbesondere DRAM spielt dabei eine wichtige Rolle. Der Arbeitsspeicher wird in Smartphones, Computern und zahlreichen weiteren Geräten eingesetzt. Apple hatte zuletzt selbst darauf hingewiesen, dass die Kosten für Speicher weiter steigen und das Geschäft zunehmend belasten könnten.
DRAM ist eine Form von Arbeitsspeicher, die unter anderem in Smartphones und Computern eingesetzt wird. Steigende DRAM-Preise erhöhen die Herstellungskosten von Geräten wie dem iPhone.
Bei der Vorlage der jüngsten Quartalszahlen erklärte Apple zudem, im Juni-Quartal mehr für Speicher bezahlt zu haben als im vorherigen Quartal. Für das September-Quartal rechnet das Unternehmen mit einem weiteren Kostenanstieg. Gleichzeitig stehen dem Konzern bei einigen anderen Komponenten niedrigere Kosten gegenüber, die einen Teil der Belastung ausgleichen könnten.
100 US-Dollar mehr für das iPhone 18 Pro?
Wie hoch eine mögliche Preiserhöhung ausfallen könnte, ist derzeit offen. Gurman verweist allerdings auf Samsung und Google, die bei aktuellen Smartphone-Generationen ihre Preise um ungefähr 100 US-Dollar angehoben haben.
Sollte Apple einen vergleichbaren Schritt gehen, könnte das iPhone 18 Pro in den USA bei 1.199 US-Dollar starten. Das aktuelle iPhone 17 Pro kostet dort mindestens 1.099 US-Dollar. Das entspräche einem Aufschlag von rund 9 Prozent.
Gurman wertet eine Erhöhung um 100 US-Dollar angesichts der Entwicklung bei den Komponentenpreisen als vergleichsweise moderat. Apple könnte demnach einen Teil der höheren Kosten weiterhin selbst tragen, statt sie vollständig an Käufer weiterzugeben.
Wie sich eine mögliche Preisanpassung auf Deutschland und andere europäische Märkte übertragen würde, lässt sich daraus noch nicht ableiten. Neben Apples US-Preisgestaltung beeinflussen unter anderem Wechselkurse, Steuern und die regionale Kalkulation die endgültigen Verkaufspreise.
Samsung und Google haben bereits erhöht
Apple wäre mit höheren Smartphone-Preisen nicht allein. Samsung und Google haben bei ihren jüngsten Geräten ebenfalls Aufschläge vorgenommen. Google verlangt in den USA beispielsweise für das Pixel 11 mindestens 899 US-Dollar und damit 100 US-Dollar mehr als beim Vorgängermodell.
Apple dürfte die Preisentwicklung der Konkurrenz laut Gurman genau beobachten. Ein Aufschlag in ähnlicher Größenordnung würde das iPhone preislich weiterhin in einem vergleichbaren Bereich mit anderen Premium-Smartphones halten.
Zusätzlich könnte Apples neues Upgrade-Programm höhere Gerätepreise weniger unmittelbar sichtbar machen. Statt den vollständigen Kaufpreis auf einmal zu zahlen, können Kunden die Kosten dabei auf monatliche Zahlungen verteilen.
Noch keine offizielle Ankündigung
Apple selbst hat bislang keine höheren Preise für die kommende iPhone-Generation angekündigt. Dass die Kosten für Speicher gestiegen sind, ist dagegen bestätigt: Cook hatte bei der jüngsten Bilanzkonferenz ausdrücklich auf die außergewöhnliche Preisentwicklung bei Speicherkomponenten hingewiesen.
Ob und in welchem Umfang Apple diese Mehrkosten tatsächlich auf das iPhone 18 Pro und weitere kommende Modelle überträgt, dürfte spätestens mit deren offizieller Vorstellung feststehen.










