iPhone 18 Pro im Teardown: Displayrahmen macht iFixit Probleme
iFixit hat das iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max zerlegt und dabei mehrere Änderungen im Inneren dokumentiert. Dazu gehören die variable Blende der Hauptkamera, eine deutlich größere Vapor Chamber und ein überarbeitetes Logic Board. Beim Öffnen der Geräte stieß das Reparaturportal allerdings auch auf ein mögliches Problem mit dem Kunststoffrahmen des Displays.
- iFixit hat das iPhone 18 Pro und Pro Max zerlegt.
- Bei drei von vier Geräten wurde der Kunststoffrahmen des Displays beim Öffnen beschädigt.
- Die neue variable Blende arbeitet mit sechs extrem dünnen Lamellen.
- Die eSIM-Version des iPhone 18 Pro Max besitzt einen Akku mit 5.567 mAh.
- Die Reparierbarkeit erhält vorläufig sieben von zehn Punkten.
Displayrahmen bricht bei drei von vier Geräten
Für den Zugang zum Akku muss weiterhin das verklebte Display entfernt werden. Genau dabei machte iFixit eine auffällige Beobachtung: Bei drei von vier geöffneten iPhone-18-Pro-Modellen brach der weiße Kunststoffrahmen des Displays oder löste sich teilweise vom Panel.
Das Display selbst funktionierte anschließend weiterhin. Der Kunststoffrahmen gehört laut iFixit jedoch fest zur Displayeinheit. Ein beschädigter Rahmen könnte deshalb verhindern, dass das Gerät nach einer Reparatur wieder sauber schließt und zuverlässig abgedichtet werden kann.
Wie verbreitet das Problem tatsächlich ist, lässt sich bislang nicht sagen. iFixit betont selbst, dass vier Geräte für eine belastbare Aussage nicht ausreichen. Auch Faktoren wie Temperatur, Klebstoff oder die verwendete Öffnungstechnik könnten eine Rolle spielen. Bei früheren iPhone-Generationen mit einem ähnlichen Rahmen sei das Verhalten in dieser Form nicht aufgefallen.
Variable Blende besteht aus sechs winzigen Lamellen
Einen genaueren Blick wirft iFixit auch auf die neue variable Blende der Hauptkamera. Sie besteht aus sechs übereinanderliegenden Lamellen aus einem Polymerverbundstoff, die magnetisch bewegt werden. Die einzelnen Lamellen sind ungefähr so dünn wie ein menschliches Haar.
Eine variable Blende verändert die Größe der Öffnung, durch die Licht auf den Kamerasensor fällt. Beim iPhone 18 Pro stehen vier Stufen zwischen f/1,48 und f/4,0 zur Verfügung. Eine größere Öffnung lässt mehr Licht auf den Sensor, während eine kleinere Blende unter anderem die Schärfentiefe beeinflussen kann.
In Apples Kamera-App stehen vier Blendenstufen zur Verfügung: f/1,48, f/1,8, f/2,8 und f/4,0. iFixit weist allerdings darauf hin, dass die Konstruktion wegen ihrer sehr kleinen Bauteile praktisch nicht auf Komponentenebene reparierbar ist. Bei einem Defekt dürfte daher in der Regel das komplette Kameramodul getauscht werden.
Größere Akkus in den eSIM-Modellen
Das Teardown bestätigt außerdem die Kapazitäten der Akkus in den reinen eSIM-Versionen. Im iPhone 18 Pro steckt ein Akku mit 4.288 mAh beziehungsweise 16,76 Wh. Das iPhone 18 Pro Max kommt auf 5.567 mAh beziehungsweise 21,751 Wh.
Positiv bewertet iFixit erneut Apples verschraubte Akkuhalterung. Der komplette Akku samt Metallträger lässt sich nach dem Öffnen des Geräts vergleichsweise unkompliziert herausnehmen. Die Akkuzelle selbst ist zusätzlich verklebt, wobei Apple erneut einen elektrisch lösbaren Klebstoff verwendet.
Apple baut Kühlsystem deutlich aus
Auch beim Kühlsystem gibt es größere Änderungen. Der A20 Pro sitzt nun außen auf dem mehrlagigen Logic Board und damit näher an der Vapor Chamber. Der Arbeitsspeicher befindet sich neben dem Prozessor statt darüber. Dadurch soll Wärme direkter vom Chip an das Kühlsystem weitergeleitet werden.
Apple gibt die Oberfläche der neuen Vapor Chamber mit dem Dreifachen der bisherigen Lösung an. iFixit sieht darin einen deutlichen Fortschritt bei der Wärmeabfuhr.
Die neue Anordnung hat allerdings einen Nachteil für Reparaturen am Speicher. Die NAND-Bausteine befinden sich nun innerhalb des mehrlagigen Logic Boards. Für Arbeiten an diesen Komponenten müssen zunächst die einzelnen Platinenebenen voneinander getrennt werden. Das erschwert laut iFixit insbesondere aufwendige Reparaturen und bestimmte Formen der Datenrettung.
Face ID teilweise unter dem Display
Beim Face-ID-System wandert die Infrarotkamera unter das Display. Die Selfie-Kamera und der Infrarot-Projektor verbleiben dagegen in der sichtbaren Displayöffnung.
Über der versteckten Infrarotkamera lässt Apple laut iFixit jede zweite Pixelreihe aus. Dadurch kann ausreichend Infrarotlicht durch das OLED-Panel gelangen, während die entsprechende Stelle mit bloßem Auge nur schwach zu erkennen sein soll.
Vorläufig 7/10 Punkte
iFixit bewertet die Reparierbarkeit des iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max vorläufig mit 7 von 10 möglichen Punkten. Positiv fließen unter anderem die verschraubte Akkuhalterung und die modular austauschbaren Kameras ein.
Abzüge gibt es vor allem dafür, dass viele Reparaturen weiterhin über das Display erfolgen müssen. Das beobachtete Problem mit dessen Kunststoffrahmen ist in die Bewertung noch nicht vollständig eingeflossen, da iFixit zunächst weitere Geräte untersuchen will.









