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Taugt der mini 2?

HomePod mini 2: Erste Tests zeigen deutliche Klangverbesserungen

Apple hat beim HomePod mini 2 offenbar mehr verbessert, als die technischen Daten vermuten lassen. Erste Vergleichstests bescheinigen dem kompakten Lautsprecher einen deutlich besseren Klang und schnellere Siri-Reaktionen. Verantwortlich dafür könnte vor allem der neue S10-Chip sein.

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Der HomePod mini 2 ist seit Ende Oktober erhältlich. Obwohl Apple bei der Vorstellung vor allem die verbesserte Audioverarbeitung hervorgehoben hat, blieb zunächst unklar, ob der neue Lautsprecher tatsächlich besser klingt als sein Vorgänger. Erste Tests liefern darauf inzwischen eine recht eindeutige Antwort: Die Klangqualität hat sich offenbar spürbar verbessert.

Herbst-Angebot

Quickread: Auf einen Blick
  • Erste Tests bescheinigen dem HomePod mini 2 einen deutlich besseren Klang
  • Vergleichstests zeigen klarere Wiedergabe, größeren Klangumfang und kräftigere Bässe
  • Der neue S10-Chip ermöglicht eine verbesserte Audioverarbeitung
  • Siri reagiert bei Musik- und Smart-Home-Befehlen schneller
  • Die erweiterten Siri-KI-Funktionen folgen per Softwareupdate

Neue Klangqualität trotz ähnlicher Hardware

Ein Blick auf die technischen Daten lässt zunächst keine größeren Veränderungen erkennen. Sowohl der ursprüngliche HomePod mini als auch die zweite Generation verfügen über einen Breitbandtreiber und zwei passive Radiatoren, die für kräftigere Bässe und eine klare Wiedergabe hoher Frequenzen sorgen sollen.

Die grundlegende Lautsprechertechnik scheint Apple damit weitgehend übernommen zu haben. Eine wichtige Neuerung steckt allerdings im Inneren: Während das ursprüngliche Modell mit dem S5-Chip ausgestattet ist, arbeitet im HomePod mini 2 der deutlich neuere S10-Chip.

Dieser ermöglicht eine fortschrittlichere computergestützte Audioverarbeitung. Dabei wird das Audiosignal mithilfe von Algorithmen optimiert, um beispielsweise Dynamik, Lautstärke und Klangcharakteristik anzupassen.

Computational Audio erklärt!

Computational Audio bezeichnet die computergestützte Verarbeitung von Audiosignalen. Dabei analysiert und optimiert ein Prozessor den Klang mithilfe spezieller Algorithmen.

So lassen sich beispielsweise Bässe, Lautstärke und Dynamik anpassen, ohne dass dafür zwingend größere oder zusätzliche Lautsprecher benötigt werden.

Beim HomePod mini 2 übernimmt der S10-Chip diese Berechnungen und könnte damit einen wesentlichen Beitrag zur verbesserten Klangqualität leisten.

Erste Tests berichten von hörbaren Unterschieden

Wie deutlich sich die Veränderungen auswirken, zeigt ein Vergleichstest von CNET. Redakteur Tyler Lacoma spielte auf beiden HomePod-Generationen dieselben Musikstücke bei identischer Lautstärke ab und wechselte wiederholt zwischen den Lautsprechern. Als Quelle diente verlustfrei über Apple Music gestreamte Musik.

Seinem Eindruck nach bietet der HomePod mini 2 einen erheblich größeren Klangumfang sowie eine lautere und klarere Wiedergabe. Die Unterschiede seien deutlich genug, um seine bisherige Einschätzung des kompakten Apple-Lautsprechers zu verändern.

Vor allem bei der Beschallung eines ganzen Raums sieht Lacoma das neue Modell klar im Vorteil.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt Ed Hardy von Cult of Mac. In seinem direkten Vergleich mit dem ursprünglichen HomePod mini fiel ihm insbesondere die kräftigere Basswiedergabe auf. Insgesamt klinge die zweite Generation für seine Ohren merklich besser.

Damit deuten gleich mehrere unabhängige Höreindrücke auf eine Verbesserung hin. Objektive Messwerte zur tatsächlichen Größe des Klangunterschieds liefern diese Einschätzungen allerdings nicht.

Auch Siri reagiert deutlich schneller

Neben der Klangqualität profitiert offenbar auch die Bedienung vom neuen Prozessor. Jennifer Pattison Tuohy von The Verge berichtet, dass Siri auf dem HomePod mini 2 wesentlich schneller auf einfache Sprachbefehle reagiert.

Das Abspielen von Musik starte innerhalb weniger Sekunden. Auch Smart-Home-Befehle würden deutlich zügiger ausgeführt als beim ursprünglichen HomePod mini.

Bemerkenswert ist dabei, dass sich diese Verbesserungen bereits mit der bisherigen Siri-Version zeigen. Die neuen, stärker personalisierten KI-Funktionen des Sprachassistenten stehen auf dem HomePod mini 2 noch nicht zur Verfügung.

Apple will die entsprechende Unterstützung erst mit einem zukünftigen Softwareupdate nachreichen. Wie stark sich die neuen KI-Funktionen auf die Bedienung auswirken werden, lässt sich deshalb derzeit noch nicht beurteilen.

Lohnt sich der Wechsel auf den HomePod mini 2?

Der neue HomePod mini 2 kostet 169 Euro. Damit positioniert Apple den kompakten Lautsprecher weiterhin als kleinere Alternative zum regulären HomePod.

Für Besitzer des ursprünglichen Modells könnten vor allem die bessere Klangwiedergabe und die schnelleren Reaktionen auf Sprachbefehle einen Wechsel interessant machen.

Wer seinen HomePod mini hauptsächlich zur Smart-Home-Steuerung oder für gelegentliche Musikwiedergabe verwendet, muss deshalb allerdings nicht zwangsläufig aufrüsten.

Die bisherigen Tests legen dennoch nahe, dass Apple mit dem neuen S10-Chip mehr aus dem kompakten Lautsprecher herausholt, ohne die grundlegende Audiotechnik umfassend verändern zu müssen.

Unsere Einschätzung

Stefan Keller
Der HomePod mini 2 scheint ein gutes Beispiel dafür zu sein, wie viel sich durch einen moderneren Prozessor und eine optimierte Audioverarbeitung erreichen lässt. Dass mehrere Tester unabhängig voneinander einen hörbaren Unterschied feststellen, spricht für einen tatsächlichen Fortschritt.

Interessant ist dabei vor allem die Kombination aus besserem Klang und schnellerer Siri-Bedienung. Für Besitzer des ersten HomePod mini sind das nachvollziehbare Argumente für einen Wechsel. Ob sich die Neuanschaffung lohnt, hängt allerdings davon ab, wie intensiv der Lautsprecher genutzt wird. Wer bereits mit dem Klang seines bisherigen Modells zufrieden ist, dürfte keinen unmittelbaren Handlungsbedarf haben.

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