iPhone 18 Pro

Apple könnte beim iPhone 18 Pro je nach Markt unterschiedliche 5G-Modems nutzen

Apple arbeitet weiter daran, unabhängiger von Qualcomm zu werden. Beim iPhone 18 Pro könnte der Wechsel auf eigene Modems aber nicht weltweit einheitlich erfolgen. In den USA soll Apple einem Bericht zufolge weiter Qualcomm-Hardware einsetzen.

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Apple könnte beim iPhone 18 Pro eine geteilte Modem-Strategie verfolgen. Daten aus einem mutmaßlichen Leak bei Tata Electronics deuten darauf hin, dass US-Modelle des iPhone 18 Pro weiterhin Qualcomm-Komponenten verwenden könnten. Internationale Varianten sollen dagegen mit Apples eigenem C2-Modem ausgestattet werden.

Quickread: Auf einen Blick
  • Apple könnte beim iPhone 18 Pro je nach Markt verschiedene Modems nutzen.
  • US-Modelle sollen laut Bericht weiter Qualcomm-Hardware verwenden.
  • Internationale Varianten könnten Apples eigenes C2-Modem bekommen.
  • Der Grund dürfte die Unterstützung für 5G mmWave in den USA sein.
  • Apple hat die Angaben bislang nicht bestätigt.

Die Angaben stammen nicht aus einer offiziellen Ankündigung von Apple. Stattdessen ist AppleInsider darauf gestoßen, die in ihrer Analyse schreiben, dass die auf Daten aus einem Cyberangriff auf Tata Electronics zurückgehen sollen. Tata gehört neben Foxconn zu den Fertigungspartnern für das iPhone. Mehr als 630 GB vertraulicher Daten sollen dabei entwendet worden sein.

US-Modelle angeblich weiter mit Qualcomm-Hardware

Konkret soll eine Stückliste für eine US-Variante des iPhone 18 Pro mehrere Qualcomm-Komponenten aufführen. Genannt werden unter anderem Bauteile, die mit 5G-Unterstützung über mmWave in Verbindung stehen. Apples eigenes C2-Modem, intern offenbar unter dem Codenamen „Ganymede“ geführt, tauche demnach nicht in dieser Variante auf.

mmWave erklärt!

mmWave bezeichnet besonders hohe 5G-Frequenzen. Sie ermöglichen sehr hohe Datenraten, haben aber nur eine geringe Reichweite und funktionieren vor allem an dicht ausgebauten Standorten gut. In den USA spielt diese Technik eine größere Rolle als in vielen anderen Märkten.

Für internationale Modelle soll dagegen der C2-Chip vorgesehen sein. Er wäre der Nachfolger der bisherigen Apple-Modems C1 und C1X, die bereits in ersten Geräten des Unternehmens zum Einsatz kommen. Sollte die Analyse zutreffen, würde Apple den Wechsel auf eigene Mobilfunktechnik also vorantreiben, aber in den USA noch nicht vollständig auf Qualcomm verzichten.

Warum die USA eine Sonderrolle spielen könnten

Der naheliegende Grund ist mmWave. Diese besonders schnelle 5G-Variante spielt vor allem im US-Markt eine größere Rolle, insbesondere bei Netzbetreibern wie Verizon und AT&T. In vielen anderen Ländern ist mmWave dagegen weniger relevant. Wenn Apples C2-Modem diese Technik noch nicht unterstützt oder nicht im gewünschten Umfang bereitstellt, könnte Qualcomm für US-Modelle weiter notwendig sein.

Für Käuferinnen und Käufer außerhalb der USA hätte das möglicherweise sogar Vorteile. Apples eigene Modems gelten in bisherigen Berichten vor allem als effizient. Ein C2-Modem in internationalen iPhone-18-Pro-Modellen könnte daher beim Energieverbrauch besser abschneiden als Qualcomm-Hardware in US-Geräten. Bestätigt ist das allerdings nicht.

Noch keine Bestätigung von Apple

Apple hat das iPhone 18 Pro bislang nicht offiziell vorgestellt. Auch die Modem-Ausstattung ist nicht bestätigt. Der Bericht passt jedoch zu Apples längerfristiger Strategie, zentrale Funkkomponenten stärker selbst zu entwickeln und die Abhängigkeit von Zulieferern zu reduzieren.

Sollte Apple tatsächlich je nach Markt unterschiedliche Modems einsetzen, wäre das kein völliger Bruch mit der bisherigen Linie. Das Unternehmen passt iPhone-Hardware seit Jahren regional an, etwa bei SIM-Funktionen oder unterstützten Frequenzen. Beim Modem wäre die Trennung allerdings besonders interessant, weil sie zeigt, dass der vollständige Abschied von Qualcomm technisch und strategisch komplex bleibt.

Unsere Einschätzung

Stefan Keller
Der Bericht wirkt plausibel, sollte aber klar als Gerücht behandelt werden. Apple hat ein starkes Interesse daran, eigene Modems breiter einzusetzen. Gleichzeitig ist mmWave in den USA ein Sonderfall, der den vollständigen Umstieg erschweren kann. Für europäische Käufer wäre vor allem interessant, ob der C2 tatsächlich effizienter arbeitet und sich im Alltag positiv auf die Akkulaufzeit auswirkt.

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