Das reguläre iPhone 18 und das iPhone 18e sollen 2027 mehr Arbeitsspeicher erhalten als die aktuellen Basismodelle. Laut Analyst Ming-Chi Kuo plane Apple für die günstigeren iPhones mit A20-Chip 9 GB DRAM. Das schreibt er auf X (ehemals Twitter). Das wäre ein Schritt nach oben gegenüber den 8 GB RAM der aktuellen Nicht-Pro-Modelle – aber weniger als die 12 GB, die zuvor für das iPhone 18 im Raum standen.
- Das reguläre iPhone 18 soll laut Ming-Chi Kuo 9 GB RAM bekommen.
- Aktuelle Basismodelle kommen auf 8 GB RAM.
- Apples stärkste On-Device-KI in iOS 27 soll bisher 12 GB RAM benötigen.
- Unklar ist, ob 9 GB für alle neuen Apple-Intelligence-Funktionen reichen.
- Die Speicherkrise könnte erklären, warum Apple nicht auf 12 GB setzt.
Kuo spricht demnach von einer neuen Speicherbestückung mit sechs DRAM-Dies zu je 1,5 GB. Die aktuellen A19-Modelle sollen dagegen vier Dies zu je 2 GB nutzen. Für die iPhone-18-Pro-Modelle und das erwartete faltbare iPhone werden weiterhin 12 GB RAM erwartet. Diese Geräte sollen bereits im Herbst 2026 erscheinen, während das reguläre iPhone 18 und das iPhone 18e nach bisherigen Gerüchten erst im Frühjahr 2027 folgen.
Die technische Änderung klingt zunächst unspektakulär. Ein Gigabyte mehr Arbeitsspeicher ist bei einem neuen iPhone keine auffällige Produktnachricht. Im Zusammenhang mit Apple Intelligence ist die Zahl aber deutlich interessanter.
Warum 9 GB RAM eine offene Frage hinterlassen
Apple hat mit iOS 27 die Anforderungen für die leistungsfähigsten On-Device-Modelle angehoben. Während Apple Intelligence ursprünglich mindestens 8 GB RAM voraussetzte, sollen die erweiterten lokalen KI-Funktionen inzwischen 12 GB Unified Memory benötigen. Deshalb gehört das reguläre iPhone 17 trotz Apple-Intelligence-Unterstützung nicht zu den Geräten, die diese stärkeren Modelle vollständig lokal ausführen können. Nach aktuellem Stand sind dafür unter den derzeitigen iPhones vor allem das iPhone 17 Pro, das iPhone 17 Pro Max und das iPhone Air relevant.
On-Device-AI bezeichnet KI-Funktionen, die direkt auf dem Gerät ausgeführt werden. Daten müssen dafür nicht zwingend an Server geschickt werden. Das kann schneller sein und die Privatsphäre stärken, benötigt aber ausreichend Rechenleistung und Arbeitsspeicher.
Genau hier entsteht die eigentliche Frage: Wenn das reguläre iPhone 18 tatsächlich nur 9 GB RAM bekommt, bleibt es dann ebenfalls von den anspruchsvollsten Apple-Intelligence-Funktionen ausgeschlossen? Oder senkt Apple die technische Grenze für bestimmte iOS-27-Funktionen so weit, dass 9 GB genügen?
Beides wäre möglich, hätte aber unterschiedliche Folgen. Sollte Apple weiterhin 12 GB RAM verlangen, würde ein neues reguläres iPhone 18 nicht alle aktuellen KI-Funktionen unterstützen, obwohl es erst 2027 erscheint. Das wäre kommunikativ schwierig, denn Apple versucht gerade, Siri und Apple Intelligence nach den verzögerten Versprechen der vergangenen Jahre wieder glaubwürdiger aufzustellen.
Sollten 9 GB dagegen ausreichen, könnte Apple eine sehr genaue Mindestgrenze gewählt haben: mehr als die bisherigen 8 GB, aber weniger als die teureren 12 GB der Pro-Modelle. Das würde zum gemeldeten Aufbau passen, wirft aber die Frage auf, ob Apple die Funktionen technisch optimiert hat – oder ob einzelne KI-Features weiterhin je nach Modell gestaffelt bleiben.
Speicherkrise macht den Kompromiss plausibel
Der mögliche Schritt auf 9 statt 12 GB RAM fällt in eine Phase stark gestiegener Speicherpreise. Apple hat am 25. Juni bereits die Preise für zahlreiche Mac- und iPad-Modelle angehoben und dies mit höheren Kosten für Speicher- und Storage-Komponenten begründet. Das iPhone ist davon bislang nicht betroffen, doch Analysten rechnen auch dort mit Preisdruck.
Vor diesem Hintergrund wirkt ein kleinerer RAM-Ausbau beim regulären iPhone 18 nicht abwegig. Apple könnte versuchen, die Basismodelle technisch für neue KI-Funktionen fit zu halten, ohne die teurere 12-GB-Ausstattung in die gesamte iPhone-Reihe zu bringen. Gerade bei einem Massenmodell zählt jeder zusätzliche Speicherbaustein stärker als bei einem Pro-Gerät mit höherem Verkaufspreis.
Für Nutzerinnen und Nutzer wäre das aber nur dann ein guter Kompromiss, wenn die entscheidenden Apple-Intelligence-Funktionen tatsächlich auf dem Gerät laufen. Apple hat Siri und On-Device-KI als zentrale Zukunft des iPhones positioniert. Ein neues Standardmodell, das bei den wichtigsten lokalen KI-Modellen wieder hinter den Pro-Geräten zurückbleibt, würde diese Strategie schwächen.
Noch ist der Bericht nicht bestätigt. Apple äußert sich grundsätzlich nicht zu unveröffentlichten iPhones, und bis zum erwarteten Start des regulären iPhone 18 Anfang 2027 kann sich die Ausstattung noch ändern. Die gemeldeten 9 GB RAM sind trotzdem ein auffälliges Detail: Sie liegen genau zwischen dem bisherigen Minimum und der neuen Oberklasse-Grenze.









