Mit der Veröffentlichung von iPadOS 26.2 und macOS Tahoe 26.2 hat Apple die WLAN-Geschwindigkeiten für ausgewählte Macs und iPads mit Wi-Fi-6E-Unterstützung deutlich verbessert. Die aktualisierten Spezifikationen für die WLAN-Konnektivität sind in Apples Plattform-Deployment-Leitfaden aufgeführt.
- iPadOS 26.2 und macOS 26.2 verdoppeln die 5-GHz-WLAN-Bandbreite von 80 auf 160 Megahertz für Wi-Fi-6E-Geräte.
- Betroffen sind M2- bis M5-MacBook-Pro-Modelle, M2- bis M4-MacBook-Air-Modelle sowie M3- und M4-iPad-Modelle mit Wi-Fi 6E.
- Die Verbesserung ermöglicht schnellere Dateiübertragungen und flüssigeres Streaming auf 5-Gigahertz-Netzwerken ohne 6-GHz-Router.
Verdoppelte Bandbreite für 5-Gigahertz-Netzwerke
Die M4 iPad Pro Modelle, M3 iPad Air Modelle, das A17 Pro iPad mini sowie die M2- bis M5-MacBook-Pro-Modelle und die M2-, M3- und M4-MacBook-Air-Modelle unterstützen nun eine maximale Kanalbandbreite von 160 Megahertz bei Verbindungen zu 5-Gigahertz-WLAN-Netzwerken. Dies entspricht dem theoretischen Maximum, das bisher nur bei 6-Gigahertz-Netzwerken verfügbar war. Zuvor waren diese Geräte auf 80 Megahertz beschränkt.
Unter idealen Bedingungen bedeutet eine maximale Bandbreite von 160 Megahertz, dass iPad- und Mac-Nutzende schnellere Dateiübertragungen, zügigere Uploads und flüssigeres Streaming erleben sollten. Wi-Fi-6E-Geräte können zwar 6-Gigahertz-Netzwerke nutzen, doch 5-Gigahertz-Netzwerke sind nach wie vor deutlich weiter verbreitet. Für 6-Gigahertz-Netzwerke benötigt man neue Router-Hardware sowie ein Gerät, das diese Frequenz unterstützen kann.
Wi-Fi 6E ist eine Erweiterung des Wi-Fi-6-Standards, die zusätzlich das 6-Gigahertz-Frequenzband nutzt. Dieses neue Band bietet mehr Kanäle und weniger Überlastung als die etablierten 2,4-Gigahertz- und 5-Gigahertz-Bänder. Mit Wi-Fi 6E sind höhere Geschwindigkeiten und stabilere Verbindungen möglich, allerdings benötigt man dafür sowohl einen kompatiblen Router als auch entsprechende Endgeräte.
Praktische Vorteile für den Alltag
Mit diesem Update können Wi-Fi-6E-Geräte, die sich mit einem 5-Gigahertz-Netzwerk verbinden, Durchsatzraten erreichen, die den Spitzenwerten von 6-Gigahertz-Verbindungen nahekommen – und das ohne die Notwendigkeit einer 6-Gigahertz-Verbindung. Nutzende, die über ein Wi-Fi-6- oder Wi-Fi-6E-Setup verfügen, das 160 Megahertz auf 5-Gigahertz-Netzwerken unterstützt, profitieren von dieser Bandbreitenverbesserung. Macs mit dem aktualisierten 160-Megahertz-Bandbreitenlimit verzeichnen jedoch keine Verbesserungen, wenn sie mit 5-Gigahertz-Routern verbunden sind, die auf 80 Megahertz begrenzt sind.
Die Verbesserung macht sich besonders bei alltäglichen Aufgaben bemerkbar: Große Dateien lassen sich schneller zwischen Geräten übertragen, Cloud-Backups erfolgen zügiger und hochauflösende Videoinhalte streamen ohne Unterbrechungen. Für kreativ Arbeitende, die regelmäßig große Projektdateien synchronisieren, oder für alle, die häufig Videoanrufe führen, dürfte die höhere Bandbreite einen spürbaren Unterschied machen.
6-Gigahertz bleibt dennoch attraktiv
Obwohl sich die 5-Gigahertz-Bandbreite bei ausgewählten Macs und iPads verbessert hat, bieten 6-Gigahertz-Netzwerke weiterhin den Vorteil geringerer Überlastung und eines größeren Spektrums. Das 6-Gigahertz-Band ist weniger überfüllt als die etablierten 2,4-Gigahertz- und 5-Gigahertz-Bänder, was zu stabileren Verbindungen führen kann – insbesondere in dicht besiedelten Gebieten mit vielen konkurrierenden WLAN-Netzwerken.
Für Nutzende, die bereits in Wi-Fi-6E-Router investiert haben, bleibt die Verwendung des 6-Gigahertz-Bands die beste Option. Wer jedoch noch mit älteren Routern arbeitet, die nur 5-Gigahertz unterstützen, erhält durch das Update dennoch einen deutlichen Geschwindigkeitsschub – vorausgesetzt, der Router unterstützt die 160-Megahertz-Kanalbandbreite.







