Übersicht an Wetter-Apps

Immer eitel Sonnenschein: Die besten Wetter-Apps fürs iPhone

Für viele ist das Wetter Nebensache, aber spätestens im Urlaub wird es doch interessant. Die richtige Vorhersage entscheidet hier nämlich, ob es zum Strand oder ins Museum geht. Wir haben uns die beliebtesten Wetter-Apps aus dem App Store angesehen und tatsächlich einen Favoriten im Test gefunden.

Von   Uhr

Oft ist das Wetter ja egal: Wenn man ohnehin am Schreibtisch sitzt, kann die Sonne zwar gerne scheinen, doch genauso gut darf es auch regnen – vielleicht wäre das sogar besser, denn so muss man sich nicht ärgern, das schöne Wetter nicht genießen zu können. Aber es gibt auch viele Menschen, die auf die richtigen Wetterbedingungen angewiesen sind, etwa weil sie draußen arbeiten oder womöglich Felder bestellen, deren Ernte vom Wetter abhängt. Für all jene ist eine besonders akkurate Wettervorhersage beinahe lebenswichtig, die sich dafür aber auch auf das Gebiet rund um das eigene Zuhause oder den Arbeitsort beschränken darf.

Und mindestens einmal im Jahr ist das Wetter für alle von Belang, nämlich im Urlaub. Spätestens dort hält es auch den größten Sofahocker nicht mehr drinnen, und es wird plötzlich wichtig, ob das Wetter für den Strand taugt oder doch wieder der Gang ins Museum fällig ist. Denn nicht jeder fährt immer dahin, wo stets die Sonne lacht, und nicht immer reicht der morgendliche Blick in den Himmel, um zu wissen, dass die Sonne bis in den Abend scheint.

Apple Wetter

Nur auf dem iPhone bietet Apple auch selbst eine Wetter-App, die nicht ganz von ungefähr einer abgespeckten Yahoo-App entspricht. Zwar bezieht Apple die Wetterdaten mittlerweile aus einer etwas zuverlässigeren Quelle als Yahoo selbst, beschränkt sich aber auf die Darstellung der absoluten Basiswerte.

Vor allem unter dem Urlaubsaspekt haben wir uns bei den Wetter-Apps noch einmal genauer umgeschaut. Fast alle Apps müssen die Wetterdaten einkaufen, und nicht immer wird deutlich, woher die Daten letztlich stammen. Um es noch komplizierter zu machen: Manche Apps sagen für den einen Ort das Wetter sehr gut voraus und liegen einige Kilometer weiter schon wieder weit daneben. Was immer wir Ihnen demnach über präzise oder ungenaue Vorhersagen erzählen, müssen Sie letztlich selbst für Ihre spezifischen Regionen überprüfen. Und zahlreiche Apps gaukeln mit einer Vorhersage für zehn Tage eine Genauigkeit vor, die jeden Meteorologen vor Neid erblassen ließe und daher unrealistisch ist. Noch illusorischer wäre es nur, das Wetter zu ändern – so sehr sich mancher das auch wünschen mag.

Weatherpro

Weatherpro
Weatherpro (Bild: Meteogroup)

Weatherpro stammt von Meteomedia und damit quasi direkt vom Erzeuger der Wettervorhersagen. Qualitativ ist gegen die Vorhersagen denn auch nichts zu sagen, vielmehr erweisen sie sich als sehr treffsicher und durchaus detailliert. Es gibt zusätzlich zu sämtlichen relevanten Wetterdaten auch eine Menge an Zusatzinfos von Niederschlagskarten bis hin zu Kolumnen über die Wetterentwicklung. Doch die einstmalige Vorzeige-App ist mittlerweile etwas in die Jahre gekommen, denn das Interface wirkt ein wenig angestaubt und wurde seit etlichen Jahren fast nicht verändert. Noch immer gibt es für iPad und iPhone getrennte Apps, die separat gekauft werden müssen. Und die Preisstruktur ist durchaus happig: Außer einer von Werbung durchsetzten und leicht reduzierten, kostenlosen Version gibt es für moderate drei Euro eine Kaufversion. Doch auch diese zeigt erst dann sämtliche Inhalte, wenn man für rund 10 Euro im Jahr ein Premium-Abo abschließt. Wer das nicht benötigt, bekommt allerdings leider dauernd die aufdringliche Werbung fürs Premium-Abo zu sehen. Andererseits ist es natürlich vollkommen in Ordnung, für gute Informationen auch etwas Geld zu zahlen.

Wertung

  • Hersteller: Meteogroup
  • Preis: 4 Euro
  • Web: www.weatherpro.de
  • Pro: präzise Vorhersagen, fundierte Zusatzinfos
  • Contra: Abomodell etwas aufdringlich
  • Vorhersage (50 %): 1,4
  • Optik (30 %): 2,5
  • Zusatzinfos (20 %): 1,6
  • Note: 1,8
  • Fazit: Etwas angestaubt wirkende Wetter-App mit hoher Genauigkeit, aber auch etwas teurem Abo-Modell.

Warnwetter

Warnwetter
Warnwetter (Bild: Deutscher Wetterdienst)

Dem deutschen Wetterdienst wurde gerichtlich verboten, seine App zusätzlich zu den Warnungen vor Unwettern auch das normale Wetter anzeigen zu lassen, solange andere Anbieter von Wetter-Apps für die Wetterdaten Geld zahlen und sich dafür über Werbung refinanzieren müssen. Seitdem muss man einmalig 2 Euro berappen, um Warnwetter auch weiterhin fürs normale Wetter nutzen zu können. Eine überaus lohnende Investition, denn Warnwetter bietet eine Vorhersage für die nächsten vier Tage, einen Trend für weitere sechs Tage und viele Zusatzinformationen vom Radarbild bis zu sehr detaillierten Warnungen vor Gewittern und anderen Katastrophen. Die Warnungen werden auf Wunsch auch über die Mitteilungszentrale zugestellt und mögen manchen übertrieben scheinen, aber gerade sie sind der Hauptgrund für die Existenz der App, die auch von Katastrophenhelfern genutzt wird. Natürlich hat die App auch einige Nachteile: Der größte Nachteil in Urlaubszeiten ist natürlich, dass sich die Informationen im Wesentlichen aufs deutsche Staatsgebiet beschränken. Zum anderen wirkt die etwas bunt geratene Optik der App nicht gerade modern. Wer sich daran nicht stört und eh nur bis zur Ostsee reist, sollte aber zugreifen.

Wertung

  • Hersteller: Deutscher Wetterdienst
  • Preis: 2 Euro (als In-App-Kauf)
  • Web: warnwetterapp.de
  • Pro: gute Vorhersagen, Trendvorschau
  • Contra: Optik altbacken, warnt eher zu oft
  • Vorhersage (50 %): 1,4
  • Optik (30 %): 2,2
  • Zusatzinfos (20 %): 1,5
  • Note: 1,7
  • Fazit: Optisch verbreitet Warnwetter zwar den Charme einer Steuererklärung, aber inhaltlich sind die Informationen wertvoll und zutreffend.

Windfinder

Windfinder
Windfinder (Bild: Windfinder)

Eines der vielen Beispiele für Wetter-Apps, die spezielle Interessen bedienen, ist der Windfinder. Wie der Name schon suggeriert, legt er seinen Hauptfokus nicht auf Temperaturen oder Niederschläge, sondern auf Wind und Wellen. Und damit richtet er sich an Segler, Surfer, Kiter – also nicht gerade an Leute, die trocken bleiben und sich in der Sonne wälzen wollen. Natürlich zeigt die App auch Temperaturen und Niederschläge, sodass sie auch für Leute zu gebrauchen ist, die nicht primär Wassersport betreiben. Für rund 40 000 Orte weltweit gibt es Vorhersagen im 3-Stunden-Rhythmus und für rund die Hälfte davon auch Livedaten für die Windverhältnisse. Eine Kartendarstellung zeigt mit Animationen und Farben sehr genau Windgeschwindigkeit und -richtung an. Mit einem kleinen Schieber am unteren Bildrand kann man sehr einfach die Zeit verschieben und so beispielsweise seinen Segeltrip planen oder nachschauen, ob der Wind übers Wochenende stabil bleibt. Die Pro-Version für 4,50 Euro kommt ohne Werbung aus und sagt den Wind sogar stundenweise voraus und bietet detailliertere Karten, doch für „Gelegenheitssurfer“ im Urlaub reicht auch die kostenfreie Version.

Wertung

  • Hersteller: Windfinder
  • Preis: kostenlos
  • Web: windfinder.com
  • Pro: zeigt genau das, was Segler und Wassersportler interessiert
  • Contra: Infos nicht für alle Orte verfügbar
  • Vorhersage (50 %): 1,8
  • Optik (30 %): 1,9
  • Zusatzinfos (20 %): 1,7
  • Note: 1,8
  • Fazit: Vor allem auf Wassersportler ausgerichtete Wetter-App, die sehr brauchbare Windkarten liefern kann.

Yahoo Wetter!

Yahoo Wetter!
Yahoo Wetter! (Bild: Yahoo)

Spätestens im Urlaub schlägt die Stunde der Yahoo-Wetter-App, denn sie stellt Informationen wirklich weltweit zur Verfügung und eignet sich auf diese Weise auch sehr gut zur Planung des Urlaubs: Wie ist das Wetter auf Hawaii? Oder in Südafrika? Dafür greift Yahoo auf Daten zurück, die leider nicht immer zuverlässig sind, aber andererseits auch selten vollkommen danebenliegen. Das wirklich Tolle an dieser App ist aber die Optik, die, obwohl sie mittlerweile schon einige Jährchen auf dem Buckel hat, kein bisschen angestaubt wirkt. Apples Wetter-App wirkt wie eine abgespeckte Version der Yahoo-App und ist es letztlich auch, weshalb der Griff zum Original natürlich naheliegt. Yahoo traut sich, die Vorschau auf Wunsch für zehn Tage zu liefern, was natürlich eine Genauigkeit suggeriert, die die App nicht liefern kann. Aber der Temperaturverlauf als Kurve und die Details zu Temperatur, UV-Index, Niederschlägen und Wind sind so toll dargestellt, dass man sich an der App nicht sattsehen kann. Zu jeder Stadt, jeder Tageszeit und zu jedem Wetter wird darüber hinaus automatisch ein passendes Foto ausgewählt, das die Situation immer sehr gut darstellt. Vor allem aber ist es die geschmackvolle Präsentation der Daten, die die App auszeichnet.

Wertung

  • Hersteller: Yahoo
  • Preis: kostenfrei
  • Web: www.yahoo.de
  • Pro: immer noch geniale Optik, übersichtlich
  • Contra: nicht sehr präzise Vorhersagen
  • Vorhersage (50 %): 2,2
  • Optik (30 %): 1,2
  • Zusatzinfos (20 %): 1,7
  • Note: 1,8
  • Fazit: Trotz ihres Alters wirkt die App sehr frisch und zeigt das Wetter geschmackvoller als andere, nur mit der Genauigkeit hapert es.

Editors’ Choice: Wetteronline Pro

Wetteronline Pro
Wetteronline Pro (Bild: Wetter Online)

Bereits die kostenlose Version von Wetteronline ist überaus brauchbar, die drei Euro teure Pro-Version zeigt aber keine Werbung und bietet längere und genauere Vorhersagen und Trends. Ein Premium-Abo erlaubt das weitere Hineinzoomen in Radarbilder und aktualisiert die Daten etwas häufiger, ist aber meist verzichtbar und wird auch nicht so nervig beworben wie bei Weatherpro.

Die Qualität der Vorhersage selbst scheint uns sehr gut zu sein, zudem punktet die App mit einer guten Übersicht, die man auf dem Startbildschirm auch den eigenen Anforderungen anpassen kann. Sehr praktisch können beispielsweise die Vorschau für die nächsten anderthalb Stunden und das Radarbild sein. Und Heuschnupfen-Geplagte freuen sich vermutlich über die integrierte Pollenflug-Vorhersage. Etwas skurril ist die Verzahnung mit Regenradar, einer weiteren App, die das Radarbild beisteuert und die man nochmals kaufen muss, wenn man dabei keine Werbung erdulden möchte. Perfekt ist also auch Wetteronline nicht, aber in der Summe ist die App eben einfach sehr brauchbar und hochwertig.

Wertung

  • Hersteller: WetterOnline
  • Preis: 3 Euro
  • Web: wetteronline.de
  • Pro: übersichtliche Präsentation, viele Informationen, konfigurierbar
  • Contra: Regenradar nur als separate App
  • Vorhersage (50 %): 1,4
  • Optik (30 %): 1,9
  • Zusatzinfos (20 %): 1,4
  • Note: 1,5
  • Fazit: Gute Vorhersagen, die ansprechend präsentiert werden und den eigenen Vorstellungen angepasst werden können.

Wetterfühlig?

Wetteronline ist wegen seiner Fähigkeit, das Wetter weltweit anzuzeigen, der klare Favorit für die Sommerzeit, in der man eben auch einmal wissen möchte, ob man anderswo schon baden kann oder – für mich fast wichtiger – wo man hin muss, um der Hitze zu entfliehen. Die App bietet schon in der einfachen Version viele nützliche Informationen bis hin zur Pollenflugvorhersage. In der reisefreien Zeit bin ich aber auch ein großer Fan der Warnwetter-App geworden, auch wenn deren Gestaltung nicht gerade frisch wirkt und viele Warnungen ungehört verhallen. Aber manchmal kommt das angekündigte Gewitter eben leider doch …

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Morecast ist kostenlos, etwas nervige Werbung aber sehr genau und weltweit.

Schaut Euch mal die App YR an. Die Sprache ist zwar nach dem Herkunftsland norwegisch, aber Alles ist superschön animiert, die Vorhersagen sind sehr genau (in Norwegen hat jeder Fjord anderes Wetter!), ist weltweit nutzbar und kostenlos ohne Werbung. Viel Spaß dabei.
RaSch

Ich habe Agrar Wetter. Einfach, zuverlässig und kostenlos.

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