Bandbreite sparen

Apple TV+ reduziert Bitrate und Auflösung gegen Corona-Internetkollaps

YouTube, Netflix und Amazon Prime Video sind schon dabei, nun hat auch Apple TV+ seinen Teil getan und die Auflösung und Bitrate heruntergeschraubt, um die Datenleitungen freizuhalten.

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Homeoffice für fast die ganze Welt – das hat auch technische Konsequenzen: Das Internet wird diese Tage besonders durch das vermehrte Aufkommen von Videokonferenzen belastet. Deshalb hat auch Apple bei seinem Streamingangebot Apple TV+ eine Maßnahme ergriffen, die vernünftig wirkt: Die Videos werden nun in niedrigerer Auflösung als üblich ausgestrahlt, wie uns Leser berichteten.

Mac Life hat diese Behauptung mit einem 4K-Fernseher überprüft und siehe da: Es ist durchaus erkennbar, dass die Bildqualität gelitten hat, was sich selbstredend bei hochauflösenden Fernsehern eher zeigt als bei einem kleinen Display wie dem eines iPads oder gar eines iPhones. Normalerweise werden die Inhalte von TV+ in Full-HD oder 4K gezeigt, je nachdem was das Endgerät kann. Nun scheinen die Auflösungen etwas oberhalb des SD-Niveaus zu liegen. Die Bitrate scheint uns ebenfalls angepasst worden zu sein, zumindest gibt es mehr Artefakte in dunklen Szenen. Das haben wir bei der Serie For All Mankind auf Rat eines Lesers bemerkt.

Die Maßnahmen gehen auf eine Initiative von EU-Kommissar Thierry Breton zurück, der Videoanbieter aufgefordert hatte, die Menge der Daten zu reduzieren, die durch ihre Dienste übertragen werden müssen. 


Übertreiben die Streaming-Anbieter?

Uns erreichen immer wieder Leserhinweise, dass der in Frankfurt am Main ansässige Betreiber des Internetknoten DE-CIX mitgeteilt hatte, dass der Datenverkehr nur um zehn Prozent zugelegt habe. Zum einen ist so eine Aussage nur auf einen zurückliegenden Zeitpunkt gültig, zum anderen kann das Datenvolumen in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten auch noch stark anwachsen. Deshalb ist es unserer Ansicht nach richtig, dass schon jetzt vorsorgliche Maßnahmen ergriffen werden, um die Kapazitäten zu schützen.

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Ist auch nachvollziehbar, aber dann sollte man auch nur für das Zahlen was man dann bekommt, oder?

Naja für die Streaming Anbieter ist es einfach auch eine billige Einsparmöglichkeit: weniger Übertragung = weniger Server. Weniger Strom, weniger Wartung, weniger Aufwand. Und das alles unter dem Deckmantel der Wohltätigkeit. Besser geht’s doch nicht.

Dem kann ich nur zustimmen. Minderung der erbrachten Leistung sollte auch Minderung der verlangten Kosten beinhalten.

Ich sitze selber viel in VCs und begrüße die Kapazitäten freizuhalten. Das als Costsaving durch die Streaminganbieter zu missbrauchen halte ich aber an der Grenze zur Unverschämtheit

Ich lach mich kaputt. Da fliegen wir bemannt auf den Mond, erkunden den Mars und sonst noch was, aber ein stabiles Internet bringen wir nicht hin. Na ja, ist auch für die Kanzlerin Neuland.

Warum drosseln im Vorfeld? Solche Maßnahmen sollten getroffen werden wenn es eng wird, braucht ja keine 2 Wochen Vorlaufzeit.

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