Neuer Standard

Mit dieser Technologie könnten Macs bald 8K- und 16K-Displays unterstützen

Viele Geräte sind bereits mit Apples Pro Display XDR mit 6K-Auflösung überfordert. Ein neuer Standard soll für 8K- und 16K-Displays den Weg bereiten.

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Das musst du wissen

  • DisplayPort 2.0 und USB4 ab Ende 2020 verfügbar
  • USB4 wird DisplayPort 2.0 vollständig integrieren
  • Abwärtskompatibilität nur bedingt geklärt

Vor Monaten verabschiedete die entsprechenden Gremien die Spezifikationen für USB4 und DisplayPort 2.0. USB4 setzt dabei auf den bekannten USB-C-Stecker und die Leistung von Thunderbolt 3 mit einigen kleinen Neuerungen. Wie Vesa nun ankündigte, soll der Mitte 2019 beschlossene Standard DisplayPort 2.0 nun auch in USB4 integriert werden und die Videoausgabe deutlich erweitern. 

DisplayPort bald überflüssig? 

Das neue DisplayPort 2.0 soll eine effektive Bandbreite von bis zu 77,4 Gbit/s bieten und verdreifacht damit beinahe die alte Version 1.4. Außerdem erlaubt der Standard die Unterstützung von 8K- und 16K-Displays, höheren Bildwiederholungsraten sowie HDR bei den höheren Auflösungen. Außerdem sollen mehrere Displays gleichzeitig unterstützt werden. Diese Spezifikationen sollen für USB4 übernommen werden, die man in Form des „DisplayPort Alt Mode“ integriert. Interessant ist allerdings, dass sich schon jetzt beide Standards mit USB-C einen Anschluss teilen und die Verbindung damit längst überfällig war. 

Neben Daten und Energie soll USB4 auch höchste Videoperformance übertragen können
Neben Daten und Energie soll USB4 auch höchste Videoperformance übertragen können (Bild: Vesa)

Was bedeutet der neue Standard für Mac-Nutzer?

Als einer der ersten Hersteller könnte Apple USB4 in den Mac-Modellen übernehmen. Der Standard ist vollständig zu den Vorgängern bis USB 2.0 abwärtskompatibel und soll zudem Thunderbolt 3 einschließen. Mit der Integration von DisplayPort 2.0 erlaubt man den Anschluss von Display mit einer höheren Auflösung – auch die Reihenschaltung ist möglich. Allerdings wird man das volle Potenzial nur nutzen können, wenn man keine zusätzlichen Daten überträgt, wie es beispielsweise beim Anschluss eines Docks am externen Display der Fall wäre.

Für Apple-Nutzer ist die Erweiterung von USB4 ein guter Schritt, wobei die Abwärtskompatibilität zu Thunderbolt 3 noch nicht vollständig geklärt ist. Dennoch bedeutet die Übernahme von USB-C sowie zahlreiches Thunderbolt-3-Features in USB4, dass das Zubehör und Kabel deutlich günstiger werden als bisher.

Es ist zu begrüßen, dass immer mehr Standards in USB4 mit USB-C-Anschluss münden. Aufgrund der Leistungsfähigkeit könnte man so auf lange Sicht auch HDMI in Rente schicken und auf die deutlich schlankere Lösung setzen. Was meint ihr? Ist USB-C die Zukunft? Lasst es uns in den Kommentaren wissen.

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Meines Erachtens wird diese neue Spezifikation – wenn sie denn so wie verlautbart verabschiedet werden wird – für die kommenden Jahre zu einem Standardanschluss für alle Geräte führen, die Daten verarbeiten (Computer, ...), Daten bereitstellen (Festplatten, Abspielgeräte, ...) und Daten darstellen (Fernseher, Monitore, ...) sowie für smart devices. Die mir bekannten Anforderungen – sofern sie sich nicht auf den Anschluss von „Altprodukten“ beziehen – scheinen damit alle abgedeckt zu sein. Zusätzlich dazu entstehen eine Vielzahl von Vorteilen für die Hersteller und auch die Kunden, wie z. B. wegfallende Lizenzgebühren (HDMI, ...), kleinerer notwendiger Bauraum, geringere Einkaufskosten aufgrund der größeren Stückzahlen, verringerte Komplexität bei Geräten mit mehreren unterschiedlichen Anschlüssen, weiterhin bestehender Kopierschutz (HDCP, DPCP, ...), erhöhte Kompatibilität, einfachere Handhabung, verlängerte mögliche Kabellängen und, und, und ... Ausserdem wird es endlich Zeit, dass die vielen konkurrierenden Anschlussarten, die alle nur den Zweck haben Daten, Metadaten, Schaltsignale und ggf. Strom zu übertragen, vereinheitlicht werden.
Also: Ich kann es kaum erwarten, dass meine in Zukunft angeschafften Computer, Monitore, Smartphones und Fernseher USB 4 Typ C-Anschlüsse erhalten – und sonst nichts, weil mich nerven insbesondere bei Monitoren und Fernsehern die vielen unterschiedlichen Anschlüsse.

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