Leistungsstark

Neue ARM-Prozessoren haben so viel Leistung wie ein Mac Pro?

Auf kurz oder lang wird Apple vermutlich den Intel-Prozessoren in seinen Macs den Rücken kehren. Stattdessen sollen ARM-Chips zum Einsatz kommen – leistungsstark genug wären diese inzwischen.

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Seit wenigen Jahren spekulieren Experten, dass Apple den Mac auf ARM-Prozessoren umstellen wird. Bereits in den vergangenen Hardware-Generationen erreichte Apple mit seinen Chips der A-Serie spektakuläre Leistungswerte.

Zuletzt konnte der „A13 Bionic“ des iPhone 11 im Single-Core-Benchmark alle anderen Apple-Produkte – inklusive der Macs – hinter sich lassen. Wundern darf man sich daher ob der Spekulationen rund um den möglichen Einsatz der ARM-Chips in kommenden Macs nicht. Immerhin hat Apple mit dem T2-Sicherheitschip sowie softwareseitig Catalyst, welches die Portierung von iPad-Apps auf den Mac erlaubt, erste Schritte in die entsprechende Richtung getan. 

ARM-Prozessoren: Effizient und leistungsfähig

Der ehemalige Apple-Manager und Mitbegründer von Be, Jean-Louis Gassée, glaubt daher, dass Apple bereits in Kürze auf die ARM-Technologie wechseln könnte. Nachdem er zunächst nicht von dem Leistungspotential der aktuellen ARM-Chips überzeugt war, entdeckte er das Start-up Ampere Computing, die auf ARM-basierende Prozessoren entwickeln, die den High-End-Chips von Intel in nichts nachstehen.

Wie Gassée weiter ausführt, sind die ARM-Chips von Ampere deutlich effizienter als eine Intel-Xeon-CPU, während beide in etwa die gleiche Leistung bieten würden. Der Energiebedarf soll dabei statt 400 Watt lediglich 210 Watt betragen. Außerdem sieht Gassée die ARM-Architektur als so überlegen an, dass sie sogar einen Mac Pro befeuern könnte. 

Das alles aber ist noch Zukunftsmusik und womöglich könnte das MacBook Air als eines der ersten Mac-Modelle vollständig auf einen ARM-Prozessor setzen. Da Apple die ARM-Prozessoren bereits seit Jahren selbst für iPhone und iPad entwickelt, könnte man sich damit auch beim Mac von Intels Produktzyklen lösen. Intel sorgte zuletzt immer wieder für Verzögerungen in der Entwicklung neuer Macs.

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Apple wird die Chance beim Schopf ergreifen.
1. Das Motto "If you love software, you've got to make the hardware." bekommt hier wieder Gewicht.
2. Arm gehört Apple
3. Beim Wechsel lässt sich eine Menge Geld verdienen. Alle bisherigen MacOS-Rechner auf Intel-Basis wären über Nacht Schrott. Ich habe den Wechsel von PowerMac auf Intel erlebt, das ging trotz aller Versprechen sehr schnell.
4. Portierungslösungen, die vergleichbar dem Workarround für nicht unterstützte Macs entwickelt werden müssten, wird es bei dieser Variante nicht geben.
5. Auch Apples eigene Profiprodukte wie Final Cut oder Logic müssten neu gekauft werden.
6. Die Entwicklungskosten würden auf ein OS Mac zusammenschmelzen.

Alles in allem: ja, es wird kommen. Unausweichlich. Ich werde mich dann allerdings ausklinken und auf Linux umsteigen. Irgendwann ist auch mal gut, gell?

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