Transparenzregeln

Apple lehnt jetzt Updates für Apps ab, die weiter tracken

Apple weist App-Updates zurück, wenn du dich als Entwickler den Transparenzregeln von Apple nicht unterwirfst und Trackingmaßnahmen verheimlichst. Das kann böse Folgen haben.

Von   Uhr

Apple geht nun gegen Apps vor, die die Tracking-Transparenzregeln nicht befolgen. Wenn Entwickler Apps reinreichen, werden diese zurückgewiesen, heißt es in einem Bericht der Wirtschaftszeitschrift Forbes.

App-Entwickler müssen bekanntlich um Erlaubnis fragen, wenn ihre Apps den Nutzer trocken und sie auf die Werbekennung oder IDFA des iPhones zurückgreifen, um App-übergreifendes Tracking zu starten. Der Nutzer muss dem explizit zustimmen, ansonsten darf keine Verfolgung stattfinden.

Erste Opfer unter den Apps

Dem Bericht nach wurden schon einige Apps abgelehnt, wobei Apple offenbar automatische Tests vornimmt. Dem Bericht nach übermittelt Apple den Entwicklern folgende Nachricht: "Ihre App verwendet algorithmisch umgewandelte Geräte- und Nutzungsdaten, um eine eindeutige Kennung zu erstellen, um den Benutzer zu verfolgen“. Dabei soll den Entwicklern auch vor Augen gehalten werden, welche Daten das sind.

Angeblich ist ein SDK des Unternehmens Adjust schuld an der Misere, weil es sogenannte digitale Fingerprints von Geräten anfertigt. Das Unternehmen schreibt allerdings auf seiner Website, dass dies in Übereinstimmung mit Apples Datenschutzfunktionen geschehe. Das Problem könnte künftig noch viel mehr Apps betreffen: Adjust schreibt, dass sein SDK in mehr als 50.000 Apps verwendet wird.

App-übergreifendes Tracking per Fingerprint

Apple verbietet in seinen Geschäftsbedingungen für den App Store Anwendungen, die mit Fingerprinting-Techniken Daten sammeln, um ein Profil eines Nutzers zu erstellen. Üblicherweise werden dabei Kombinationen von abfragbaren Parametern genutzt, die ein Gerät recht eindeutig identifizieren können, ohne dass Cookies gesetzt werden müssen. Das kann der Akkustand, den CPU-Typ, die Zeit seit dem letzten Update und dem letzten Neustart sein. Kombiniert man diese Daten, ergibt sich ein mehr oder weniger einzigartiger Fingerabdruck.

Wann iOS 14.5 und damit die verschärften Opt-In-Funktionen zum App-übergreifenden Tracking eingeführt werden, ist nicht bekannt. Anfang der Woche erschien die sechste Betaversion des künftigen mobilen Betriebssystems.

Wie stehst du zum Thema Tracking? Notwendiges Übel, um kostenlose Angebote durch Werbung zu finanzieren oder können diese gerne verschwinden, weil du auch bereit bist, zu zahlen?

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mehr Kontrolle über das Verhalten geben. Zum Beispiel einen guten Blocker a la Little Snitch, def seit langem unter Mac OS hervorragende Dienste leistet und Schlimmlinge enttarnt. Doch unter IOS bleibt man schutzlos. Und unter Mac OS versucht Apple seine Nutzer ebenfalls mehr und mehr von Alternativen abzuschneiden. Eine traurige Entwicklung.

Ich finde es gut was Apple macht. Ich finde jeder sollte Kontrolle über seinePrivatsphäre haben. Und dann bekommt der "Tracking" Bereich unter Datenschutz in den iOS Einstellungen endlich eine Funktion. :)