US-Präsident Donald Trump hat auf Truth Social erklärt, Apple werde künftig mit Intel zusammenarbeiten, um einige Chips in den USA zu entwickeln und zu fertigen. Eine offizielle Bestätigung von Apple oder Intel liegt bislang nicht vor.
- Trump sagt, Apple werde mit Intel bei US-Chips zusammenarbeiten
- Apple und Intel haben den Deal bislang nicht offiziell bestätigt
- Intel dürfte Chips nach Apples Designs fertigen
- TSMC bleibt nach aktuellem Stand Apples wichtigster Chipfertiger
- Unklar ist, welche Apple-Chips Intel produzieren soll
Intel soll Apple-Chips fertigen
Die Aussage passt zu einem Bericht des Wall Street Journal aus dem vergangenen Monat. Demnach sollen Apple und Intel nach längeren Gesprächen eine vorläufige Vereinbarung getroffen haben. Intel würde dabei nicht eigene Prozessoren für Apple entwerfen, sondern Chips nach Apples Designs produzieren – ähnlich wie es derzeit TSMC für Apple Silicon übernimmt.
Foundry-Partner wie TSMC oder Intel stellen Chips im Auftrag anderer Unternehmen her. Das Design kommt dabei vom Auftraggeber, die Fertigung übernimmt der Produzent.
Eine Foundry ist ein Chipfertiger, der Prozessoren für andere Unternehmen produziert. Apple entwickelt seine Chips selbst, lässt sie aber von Partnern herstellen. Bisher übernimmt diese Rolle vor allem TSMC.
Noch offen, welche Chips betroffen sind
Welche Chips Intel konkret für Apple fertigen soll, ist nicht bekannt. Frühere Berichte deuteten darauf hin, dass es zunächst eher um weniger anspruchsvolle oder niedrigere Chipklassen gehen könnte. Genannt wurden unter anderem einfache M-Chips für ausgewählte iPad- und Mac-Modelle. Apples wichtigste und modernste Prozessoren dürften vorerst weiter stark von TSMC abhängen.
Warum der Deal für Apple wichtig wäre
Für Apple wäre ein zusätzlicher Fertigungspartner dennoch strategisch interessant. Das Unternehmen designt seine A- und M-Chips selbst, lässt sie aber bislang vor allem bei TSMC produzieren. Diese Abhängigkeit ist seit Jahren ein Thema, weil TSMC in Taiwan sitzt und gleichzeitig durch KI-Server, GPUs und andere Hochleistungschips stark ausgelastet ist.
Intel wiederum versucht seit einiger Zeit, sein Foundry-Geschäft neu aufzustellen. Das Unternehmen hatte Apple früher mit Mac-Prozessoren beliefert, verlor diese Rolle aber mit dem Wechsel auf Apple Silicon. Seitdem setzt Apple bei Mac, iPad und iPhone auf eigene ARM-basierte Chips. Dass Intel nun wieder eine Rolle in Apples Lieferkette spielen könnte, wäre deshalb vor allem als Fertigungsdeal zu verstehen – nicht als Rückkehr zu Intel-Prozessoren im Mac.
Börse reagiert positiv
An der Börse wurde Trumps Aussage positiv aufgenommen. Nach der Meldung legte die Intel-Aktie im vorbörslichen Handel um rund 9 Prozent zu, Apple lag leicht im Plus. Das zeigt vor allem, wie groß die Erwartungen an Intels Foundry-Pläne inzwischen sind. Ohne Details zu Volumen, Zeitplan und Chiptypen bleibt die praktische Bedeutung des möglichen Deals aber schwer einzuschätzen.
Für Apple zählt am Ende vor allem Verlässlichkeit. Ein zweiter großer Produktionspartner in den USA könnte politische und logistische Vorteile bringen. Gleichzeitig muss Intel beweisen, dass die eigenen Fertigungsprozesse bei Qualität, Effizienz und Stückzahlen mit Apples Anforderungen mithalten können.









