Neues Leasingprogramm

Apple Upgrade startet mit Klarna – vorerst nur in den USA

Apple führt in den USA ein neues Leasingprogramm für iPhone, Apple Watch, Mac und iPad ein. Die Abwicklung übernimmt Klarna. Nach Ablauf können Kunden das Gerät zurückgeben, übernehmen oder einen neuen Vertrag abschließen.

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Apple hat mit „Apple Upgrade“ ein neues Leasingprogramm für seine Hardware vorgestellt. Das Angebot startet ausschließlich in den Vereinigten Staaten und ist über den US-amerikanischen Apple Online Store, die Apple-Store-App sowie in den dortigen Ladengeschäften verfügbar.

Sommer-Angebot

Quickread: Auf einen Blick
  • Apple Upgrade ist ein neues Hardware-Leasingprogramm
  • Verfügbar ausschließlich in den USA
  • Angeboten für iPhone, Apple Watch, Mac und iPad
  • Vertragslaufzeiten zwischen zwölf und 36 Monaten
  • Abwicklung und Bonitätsprüfung erfolgen über Klarna

Das Programm wird nicht direkt von Apple, sondern vom Zahlungsdienstleister Klarna angeboten. Zur Auswahl stehen iPhone, Apple Watch, Mac und iPad. Einige Geräte sind allerdings ausgeschlossen, darunter das iPhone 16, das iPhone 16 Plus, die Apple Watch SE, der Mac mini und das iPad mit A16-Chip.

Apple setzt auf Geräteleasing statt Ratenkauf

Bei Apple Upgrade handelt es sich ausdrücklich um ein Leasingmodell und nicht um einen klassischen Ratenkauf oder Kredit. Das Gerät bleibt während der Vertragslaufzeit Eigentum des Anbieters.

Geräteleasing erklärt!

Beim Leasing zahlen Kunden eine monatliche Rate für die Nutzung eines Geräts. Anders als beim Ratenkauf geht das Produkt am Ende nicht automatisch in ihren Besitz über. Es muss zurückgegeben oder gegen eine zusätzliche Zahlung gekauft werden.

Für das iPhone und die Apple Watch stehen Laufzeiten von zwölf oder 24 Monaten zur Verfügung. Mac und iPad können über 24 oder 36 Monate geleast werden. Nicht jede Laufzeit ist für jedes Modell erhältlich.

Die beworbenen Monatsraten beginnen bei 17,99 US-Dollar für ein iPhone, 11,99 US-Dollar für eine Apple Watch, 24,99 US-Dollar für einen Mac und 11,99 US-Dollar für ein iPad. Die tatsächliche Rate hängt vom ausgewählten Gerät und der Vertragsdauer ab.

Als Beispiel nennt Apple ein iPhone 17 Pro mit 256 GB Speicher und einem regulären Preis von 1.099 US-Dollar. Bei einer Laufzeit von 24 Monaten werden demnach monatlich 31,99 US-Dollar fällig. Für einen Vertrag über zwölf Monate steigt die Rate auf 45,99 US-Dollar. Steuern sind in diesen Beträgen noch nicht enthalten.

Drei Möglichkeiten nach Vertragsende

Nach Ablauf der vereinbarten Laufzeit können Kunden das Gerät zurückgeben und das Programm beenden. Alternativ lässt es sich gegen eine einmalige Zahlung übernehmen. Wer auf ein neueres Modell wechseln möchte, muss einen neuen Leasingvertrag abschließen und das bisherige Gerät zurückgeben.

Ein automatisches Upgrade ist damit nicht garantiert. Klarna prüft bei einem neuen Vertrag erneut die Voraussetzungen und die Kreditwürdigkeit. Wird das Gerät weder zurückgegeben noch gekauft, kann sich das Leasing laut Apple für bis zu sechs Monate in einen monatlich kündbaren Vertrag umwandeln. Dabei können höhere Raten entstehen.

Bei einer vorzeitigen Kündigung sind zusätzliche Gebühren möglich. Auch Schäden, Verlust oder Diebstahl können weitere Kosten verursachen, da eine Versicherung nicht Bestandteil des Leasingvertrags ist. AppleCare lässt sich separat ergänzen.

Bonitätsprüfung und weitere Voraussetzungen

Der Antrag wird online oder in einem Apple Store bei Klarna gestellt. Dabei erfolgt zunächst eine sogenannte weiche Bonitätsprüfung, die sich nach Angaben von Apple nicht auf den Kredit-Score auswirkt. Der Vertragsabschluss bleibt dennoch von der Kreditwürdigkeit und der Freigabe durch Klarna abhängig.

Das Angebot richtet sich ausschließlich an Einwohner der USA außerhalb der US-Territorien. Erforderlich sind unter anderem ein gültiger Apple Account, ein Klarna-Konto, eine akzeptierte Kredit- oder Debitkarte sowie eine US-amerikanische Sozialversicherungs- oder Steueridentifikationsnummer.

Wer ein iPhone leasen möchte, muss sich zudem für einen Vertrag bei AT&T, T-Mobile oder Verizon entscheiden. Prepaid-Tarife werden nicht unterstützt. Das geleaste iPhone bleibt nach Angaben von Apple dennoch ohne Netlock.

Inzahlungnahme kann die Monatsrate senken

Beim Abschluss eines ersten Apple-Upgrade-Vertrags können Kunden ein vorhandenes Gerät über Apple Trade-In in Zahlung geben. Der ermittelte Wert reduziert anschließend die monatliche Leasingrate.

Bei Zahlungen mit der Apple Card schreibt Apple zudem drei Prozent „Daily Cash“ gut. Auch diese Kreditkarte ist ausschließlich in den USA verfügbar.

Bisherige iPhone-Programme werden eingestellt

Mit dem Start von Apple Upgrade beendet Apple in den USA das bisherige iPhone Upgrade Program sowie das Angebot iPhone Payments. Bestandskunden können bei entsprechender Berechtigung künftig zu Apple Upgrade wechseln.

Daneben bleiben andere Kauf- und Finanzierungswege bestehen. Dazu gehören die monatliche Finanzierung über die Apple Card, Finanzierungsangebote der Mobilfunkanbieter und der direkte Kauf des Geräts.

Ein Start in Deutschland oder anderen Ländern wurde nicht angekündigt. Sämtliche Konditionen der aktuellen Vorstellung beziehen sich ausschließlich auf die Vereinigten Staaten.

Unsere Einschätzung

Stefan Keller
Apple überträgt ein aus dem Automarkt bekanntes Modell auf einen größeren Teil seines Hardwareangebots. Niedrige Monatsraten können attraktiv wirken, entscheidend sind jedoch die Gesamtkosten und die Bedingungen am Vertragsende. Da das Gerät nicht automatisch in den Besitz des Kunden übergeht und bei Schäden oder einer vorzeitigen Rückgabe Zusatzkosten drohen, sollten Interessenten die Vertragsdetails genau prüfen. Für Kunden außerhalb der USA hat die Ankündigung vorerst keine unmittelbaren Auswirkungen.