Kurz vor dem Verkaufsstart des neuen Mac mini ist in der Geekbench-7-Datenbank ein erstes Ergebnis für Apples neuen M6 aufgetaucht. Der Eintrag weist 4.071 Punkte im Single-Core-Test und 22.783 Punkte im Multi-Core-Test aus. Da es sich bislang um ein einzelnes und nicht unabhängig bestätigtes Benchmark-Ergebnis handelt, sollten die Werte allerdings mit entsprechender Vorsicht betrachtet werden.
- Erster Geekbench-7-Eintrag für den Apple M6 aufgetaucht
- 4.071 Punkte im Single-Core-Test
- 22.783 Punkte im Multi-Core-Test
- Rund zwölf Prozent mehr Single-Core-Leistung gegenüber dem M5
- Rund 27 Prozent mehr Multi-Core-Leistung gegenüber dem M5
Deutliches Plus bei Multi-Core-Leistung
Zum Vergleich: Der M5 kommt laut den Geekbench-Durchschnittswerten auf 3.641 Punkte im Single-Core- und 17.948 Punkte im Multi-Core-Test. Sollte das neue Ergebnis repräsentativ sein, wäre der M6 damit rund zwölf Prozent schneller bei Single-Core- und etwa 27 Prozent schneller bei Multi-Core-Aufgaben.
Ein direkter Vergleich ist allerdings nicht vollständig sauber. Der M6-Eintrag stammt von einem Mac mit der Modellkennung Mac18,5, bei dem es sich um den neuen Mac mini handeln soll. Die Vergleichswerte des M5 basieren dagegen auf dem 14-Zoll-MacBook-Pro.
Der Geekbench-Eintrag nennt zwölf CPU-Kerne und eine Basisfrequenz von 4,78 GHz. Das getestete System war außerdem mit 32 GB Arbeitsspeicher ausgestattet. Apple hat bereits offiziell bestätigt, dass der M6 über eine Zwölf-Kern-CPU verfügt und erstmals in einem 2-nm-Verfahren gefertigt wird.
Die Angabe „2 nm“ bezeichnet eine neue Generation des Fertigungsverfahrens für Chips. Kleinere Strukturen ermöglichen grundsätzlich eine höhere Transistordichte und können Vorteile bei Leistung und Energieeffizienz bringen. Die Nanometer-Angabe beschreibt bei modernen Prozessen allerdings keine einzelne physische Strukturgröße mehr.
Apple hatte bei der Vorstellung des M6 eine bis zu 1,2-fach höhere Multi-Thread-Leistung gegenüber dem M5 in Aussicht gestellt. Der nun aufgetauchte Multi-Core-Wert würde diese Größenordnung sogar leicht übertreffen. Dabei gilt jedoch: Einzelne Benchmark-Läufe können unter anderem durch Softwarestand, Kühlung und Hintergrundprozesse beeinflusst werden.
Hoher Single-Core-Wert
Auffällig ist vor allem der Single-Core-Wert von 4.071 Punkten. Dieser liegt über den bislang in Geekbench 7 erfassten Ergebnissen anderer Macs und PCs. Zum Vergleich: Der M5 Max bietet 3.731 Punkte, Qualcomms Snapdragon X2 Elite Extreme liefert 3.396 Punkte.
Auch gegenüber älteren Apple-Chips fällt der Fortschritt deutlich aus. Beim Multi-Core-Test erreicht der M6 laut dem aktuellen Eintrag etwa das 2,5-Fache der Leistung des ursprünglichen M1, der im Durchschnitt bei 8.582 Punkten liegt.
Gleichzeitig bleibt der reguläre M6 erwartungsgemäß unter Apples leistungsstärkeren Pro-, Max- und Ultra-Chips. So werden für den M5 Pro 33.593 Punkte und für den M5 Max 35.119 Punkte angegeben. Der M3 Ultra liegt mit 39.059 Punkten nochmals darüber.
Neuer Mac mini startet am 22. September
Apple hat den M6 bereits offiziell vorgestellt. Der Chip kommt zunächst im neuen Mac mini zum Einsatz, der am 22. September in den Handel kommen soll. Neben dem M6 bietet Apple das Modell auch mit M5 Pro an.
Bis unabhängige Tests mit Seriengeräten vorliegen, lässt sich die tatsächliche Leistung des M6 noch nicht abschließend bewerten. Das erste Geekbench-Ergebnis liefert aber einen frühen Hinweis darauf, dass der größte CPU-Fortschritt dieser Generation bei stark parallelisierten Aufgaben liegen könnte.










