Apple hat eine neue Generation des Mac mini angekündigt. Das kompakte Desktop-System wird künftig mit dem neuen M6 sowie in einer leistungsstärkeren Variante mit M5 Pro angeboten. Neben mehr CPU-, GPU- und KI-Leistung führt Apple Wi-Fi 7, Bluetooth 6 und standardmäßig schnelleres Ethernet ein. Vorbestellungen sind ab dem 25. August möglich, ausgeliefert wird ab dem 22. September.
- Apple bringt den Mac mini mit M6 und M5 Pro
- Der M6 bietet zwölf CPU- und zwölf GPU-Kerne
- Wi-Fi 7, Bluetooth 6 und 2,5-Gbit-Ethernet sind neu
- Das M5-Pro-Modell unterstützt Thunderbolt 5 und bis zu 64 GB Speicher
- Die Preise starten bei 1.049 Euro, Verkaufsstart ist am 22. September
Mac mini mit M6 erhält zwölf CPU- und GPU-Kerne
Beim regulären Mac mini setzt Apple erstmals auf den M6. Der Chip verfügt über eine 12-Core CPU und eine 12-Core GPU – jeweils zwei Kerne mehr als beim Vorgänger. In jedem GPU-Kern befinden sich außerdem Neural Accelerators, die insbesondere Berechnungen für KI-Anwendungen beschleunigen sollen.
Neural Accelerators sind spezialisierte Recheneinheiten für Aufgaben aus dem Bereich maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz. Beim M6 und M5 Pro sitzen solche Einheiten direkt in den GPU-Kernen. Sie können beispielsweise Berechnungen für lokale KI-Modelle beschleunigen, ohne dass diese ausschließlich von CPU oder klassischen GPU-Einheiten übernommen werden müssen.
Nach Angaben von Apple erreicht der Mac mini mit M6 gegenüber dem Modell mit M4 eine bis zu viermal höhere KI-Leistung und eine bis zu doppelt so hohe Grafikleistung. Die CPU soll bis zu 40 Prozent schneller arbeiten. Apples Werte stammen aus eigenen Tests und können je nach Anwendung und Konfiguration unterschiedlich ausfallen.
Auch die Neural Engine wurde überarbeitet. Apple spricht von einer Dual 16-Core Neural Engine, deren Leistung gegenüber der vorherigen Generation bis zu doppelt so hoch sein soll. Der gemeinsame Arbeitsspeicher beginnt weiterhin bei 16 GB und lässt sich beim M6-Modell auf bis zu 32 GB konfigurieren. Die Speicherbandbreite steigt auf bis zu 170 GB/s.
Apple hebt insbesondere lokale KI-Anwendungen als Einsatzgebiet hervor. Bei der Verarbeitung von LLM-Prompts in LM Studio soll der M6 bis zu 4,8-mal schneller als ein Mac mini mit M4 arbeiten. Für Cyberpunk 2077 nennt Apple mit aktiviertem Raytracing eine bis zu doppelt so hohe Gaming-Leistung.
M5 Pro für anspruchsvollere Anwendungen
Oberhalb des M6 positioniert Apple den Mac mini mit M5 Pro. Der Chip kann mit einer CPU mit bis zu 18 Kernen und einer GPU mit bis zu 20 Kernen konfiguriert werden. Die GPU unterstützt Raytracing der dritten Generation und besitzt ebenfalls Neural Accelerators in jedem Kern.
Der gemeinsame Arbeitsspeicher lässt sich beim M5 Pro auf bis zu 64 GB erweitern. Apple gibt eine Speicherbandbreite von 307 GB/s an. Damit richtet sich das Modell unter anderem an Nutzer, die größere lokale KI-Modelle ausführen, Videos bearbeiten, 3D-Szenen berechnen oder umfangreiche Datensätze verarbeiten.
Auch hier nennt Apple deutliche Leistungssteigerungen gegenüber früheren Generationen. LLM-Prompts in LM Studio sollen bis zu viermal schneller verarbeitet werden als auf einem Mac mini mit M4 Pro. Beim Raytracing-Rendering in Blender spricht das Unternehmen von einer bis zu 1,4-fachen Leistung.
Wi-Fi 7, Bluetooth 6 und schnelleres Ethernet
Auch bei der Konnektivität gibt es Neuerungen. Beide Varianten unterstützen Wi-Fi 7 und Bluetooth 6. Der Ethernet-Anschluss arbeitet nun standardmäßig mit bis zu 2,5 Gbit/s; optional lässt sich weiterhin 10-Gbit-Ethernet konfigurieren.
An der Vorderseite bleiben zwei USB-C-Anschlüsse mit USB 3 sowie der Kopfhöreranschluss erhalten. Auf der Rückseite befinden sich HDMI, Ethernet und drei Thunderbolt-Anschlüsse. Beim M6 handelt es sich um Thunderbolt 4, während das M5-Pro-Modell Thunderbolt 5 unterstützt.
Über Thunderbolt 5 lassen sich laut Apple mehrere Mac-mini-Systeme miteinander zu einem Cluster verbinden, beispielsweise um große KI-Modelle lokal auszuführen. Neu ist zudem Genlock-Unterstützung über USB-C. Damit können Displays und Kameraaufnahmen zeitlich präzise synchronisiert werden.
macOS 27 gehört zur neuen Generation
Ausgeliefert wird der neue Mac mini im Umfeld von macOS 27 „Golden Gate“. Das Betriebssystem bringt unter anderem Änderungen am Liquid-Glass-Design sowie neue Funktionen für Safari, Kurzbefehle und Fotos mit. Apple Intelligence wird ebenfalls erweitert und soll stärker für lokale und automatisierte Arbeitsabläufe genutzt werden können.
Preise beginnen bei 1.049 Euro
Der Mac mini mit M6 kostet in Deutschland mindestens 1.049 Euro. Für den Bildungsbereich nennt Apple einen Einstiegspreis von 929 Euro.
Für den Mac mini mit M5 Pro werden mindestens 1.999 Euro fällig, im Bildungsbereich beginnt das Modell bei 1.879 Euro. Beide Varianten können ab dem 25. August bestellt werden. Die Auslieferung und der Verkauf im Handel starten am 22. September.










