- Apple soll Gesundheitsfunktionen für seine Smart Glasses planen
- Zum Marktstart werden diese voraussichtlich noch fehlen
- Sensoren könnten künftig Bewegungs- und Fitnessdaten erfassen
- Erste Smart Glasses werden laut Bericht für Ende 2027 erwartet
- Apple hat das Produkt bislang nicht offiziell angekündigt
Apple soll für seine geplante smarte Brille langfristig auch Gesundheits- und Fitnessfunktionen vorsehen. Das berichtet Bloomberg-Journalist Mark Gurman. Sensoren in der Brille könnten demnach künftig Bewegungsdaten erfassen und damit Funktionen ermöglichen, die bislang vor allem von der Apple Watch bekannt sind.
Gesundheitsfunktionen offenbar erst in späteren Generationen
Zum erwarteten Marktstart sollen solche Funktionen allerdings noch nicht bereitstehen. Gurman zufolge dürfte Apple die Gesundheitsfähigkeiten seiner Brille schrittweise über mehrere Jahre ausbauen. Welche Messwerte das Gerät konkret erfassen könnte, ist bislang nicht bekannt.
Eine Stellenausschreibung liefert zumindest Hinweise auf die Richtung. Apples für Brillen und Headsets zuständige Vision Products Group sucht dem Bericht zufolge eine Führungskraft für strategisches Produktdesign. Die Position soll an Gesundheits-, Fitness- und Wohlfühlfunktionen für künftige Vision-Produkte arbeiten.
Gesucht werde unter anderem Erfahrung mit digitalen Gesundheits- oder Fitnessprodukten sowie mit sensorbasierten Anwendungen. Das deutet darauf hin, dass Apple die Brille langfristig nicht nur als Kamera-, Audio- und KI-Gerät betrachtet.
Beim sensorbasierten Fitness-Tracking erfassen integrierte Bewegungs- und Lagesensoren körperliche Aktivitäten. Daraus lassen sich beispielsweise Bewegungsabläufe, Trainingsdauer oder die Körperhaltung ableiten. Welche Daten Apples Brille tatsächlich messen könnte, ist noch nicht bekannt.
Ursprüngliche Fitness-Pläne für die Vision Pro
Die Idee soll auf die frühe Entwicklung der Apple Vision Pro zurückgehen. Apple habe damals unter anderem eine speziell angepasste Version von Fitness+ geprüft. Nutzer hätten während des Trainings Kurse verfolgen können, während die Sensoren des Headsets ihre Körperhaltung analysieren.
Das Projekt sei jedoch eingestellt worden. Neben technischen Einschränkungen soll vor allem das Gewicht der Vision Pro gegen einen Einsatz beim Sport gesprochen haben. Eine deutlich leichtere Brille könnte für solche Anwendungen besser geeignet sein.
Als Vorbild nennt Gurman die Entwicklung der AirPods. Aus zunächst vergleichsweise einfachen kabellosen Kopfhörern hat Apple im Laufe der Jahre ein Produkt mit verschiedenen Gesundheits- und Hörfunktionen gemacht. Eine ähnliche Strategie könnte der Konzern auch bei seiner Brille verfolgen.
Marktstart angeblich Ende 2027 geplant
Apples erste Smart Glasses sollen einem früheren Bloomberg-Bericht zufolge im Juni 2027 auf der WWDC vorgestellt werden. Die Auslieferung könnte Ende 2027 beginnen. Apple selbst hat das Produkt bislang nicht angekündigt.
Die erste Generation soll voraussichtlich Kameras, Mikrofone und Lautsprecher besitzen. Darüber könnten die Brillen Musik wiedergeben, Telefonate ermöglichen, Benachrichtigungen vorlesen und KI-Funktionen bereitstellen. Auch der Schutz der Privatsphäre soll bei der Entwicklung eine wichtige Rolle spielen.
Ob und wann daraus ein vollwertiges Gesundheits-Wearable entsteht, hängt vermutlich von künftigen Sensoren, der Akkulaufzeit und der Alltagstauglichkeit ab.









