Apple Retail Stores

Apple erwartet massiven Kundenansturm in dieser Woche

Apple hat seine Retail-Mitarbeitenden angewiesen, sich auf einen großen Kundenansturm vorzubereiten. Die Vorbereitungen sind vergleichbar mit iPhone-Launches.

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Apple bereitet sich auf einen großen Ansturm von Kundinnen und Kunden vor. Laut einem Bericht von Bloomberg-Reporter Mark Gurman hat das Unternehmen seine Mitarbeitenden in den Retail Stores angewiesen, in dieser Woche mit einem „major rush“ zu rechnen. Die Vorbereitungen sollen vergleichbar sein mit denen vor der Einführung neuer iPhones im Herbst – ein Hinweis darauf, dass mindestens eines der angekündigten Produkte großes Mainstream-Interesse wecken dürfte.

Quickread: Auf einen Blick
  • Apple erwartet einen massiven Kundenansturm in den Retail Stores, vergleichbar mit iPhone-Launch-Events im Herbst.
  • Von Montag bis Mittwoch werden mehrere neue Produkte vorgestellt, darunter ein günstiges MacBook für 599 bis 799 US-Dollar mit A18 Pro Chip.
  • Weitere erwartete Produkte sind das iPhone 17e, iPad Air mit M4, MacBook Air mit M5 und MacBook Pro Modelle mit M5 Pro und M5 Max.

Drei Tage voller Ankündigungen

Apple hat bereits angekündigt, dass die Woche „groß“ wird. CEO Tim Cook teaserte auf X (ehemals Twitter) eine „big week ahead“ an, die am heutigen Montag, den 2. März beginnt. Erwartet werden Produktankündigungen an drei aufeinanderfolgenden Tagen – Montag, Dienstag und Mittwoch. Am Mittwoch, den 4. März, lädt Apple ausgewählte Journalistinnen und Content Creator zu einer „Apple Experience“ nach New York, London und Shanghai ein.

Anders als bei klassischen Apple Events wird es wohl keinen Livestream geben. Stattdessen plant Apple, die neuen Produkte über Pressemitteilungen auf der Apple Newsroom-Website vorzustellen. Bei der „Apple Experience“ am Mittwoch dürften die Teilnehmenden dann die Gelegenheit erhalten, die neuen Geräte hands-on auszuprobieren.

Günstiges MacBook als Hauptattraktion

Das Produkt, das voraussichtlich das größte Interesse auf sich ziehen wird, ist ein neues, günstiges MacBook. Innerhalb von Apple wird das Gerät als „incredible value“ bezeichnet. Das Unternehmen erhofft sich davon, eine „ernsthafte Anzahl“ von Nutzerinnen und Nutzern von Windows-Rechnern und Chromebooks zu Apple zu bringen.

Konkrete Preisangaben gibt es noch nicht, Schätzungen reichen von 599 bis 799 US-Dollar. Studierende und Lehrkräfte dürften wie üblich einen Rabatt von 100 US-Dollar erhalten. Das MacBook soll mit dem A18 Pro Chip aus dem iPhone 16 Pro ausgestattet sein – nicht mit einem M-Series-Chip – und über ein 12,9-Zoll-Display verfügen. Vermutlich wird es 8 GB RAM haben und reguläre USB-C-Anschlüsse statt der schnelleren Thunderbolt-Ports bieten.

A18 Pro Chip erklärt!

Der A18 Pro ist Apples Smartphone-Prozessor aus dem iPhone 16 Pro, der nun erstmals in einem MacBook zum Einsatz kommen soll. Er basiert auf einer 3-Nanometer-Architektur mit 6 CPU-Kernen und 6 GPU-Kernen. Im Vergleich zu M-Series-Chips für Macs ist er energieeffizienter, bietet aber weniger Multi-Core-Leistung – ideal für ein günstiges, stromsparendes Notebook.

In Anlehnung an das iBook aus den frühen 2000er-Jahren soll das MacBook in verschiedenen Farben erhältlich sein, darunter möglicherweise Gelb, Grün, Blau und Pink.

Weitere erwartete Produkte

Neben dem günstigen MacBook werden voraussichtlich mehrere weitere Produkte mit Chip-Upgrades vorgestellt:

  • iPhone 17e mit A19-Chip als Nachfolger des iPhone 16e
  • iPad Air mit M4-Chip
  • iPad 12 mit A18-Chip und Apple-Intelligence-Unterstützung
  • MacBook Air mit M5-Chip
  • MacBook Pro Modelle mit M5 Pro und M5 Max Chips

Die meisten dieser Updates dürften sich auf Chip-Upgrades beschränken, ohne größere Design-Änderungen.

Vergleich zu früheren Ereignissen

Der erwartete Kundenansturm erinnert an eine Situation aus dem April 2025, als Kundinnen und Kunden in Apple Stores strömten, um noch vor Inkrafttreten neuer Zölle iPhones zu kaufen. Damals berichteten Apple-Mitarbeitende von einer Geschäftigkeit, die sonst nur während der Weihnachtssaison üblich ist.

Die aktuelle Situation unterscheidet sich jedoch grundlegend: Diesmal geht es nicht um die Angst vor Preiserhöhungen, sondern um echte Produktneuheiten, die offenbar großes Interesse wecken. Die Tatsache, dass Apple seine Retail-Teams auf einen vergleichbaren Ansturm wie bei iPhone-Launches vorbereitet, unterstreicht die Bedeutung, die das Unternehmen dieser Produktwoche beimisst.

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