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Spielspaß auf dem Mac

Angespielt: So gut ist Geforce Now 2020 auf dem Mac

Nach langer Betaphase ist Nvidias Spielestreamingdienst Geforce Now endlich „fertig“ – und hat uns dazu verleitet, den Dienst nochmals unter die Lupe zu nehmen.

Immer mehr Unternehmen wollen „spielend“ Geld verdienen. Anstatt auf teure Konsolen setzt man dabei zunehmend auf das sogenannte Cloudgaming und verwandelt damit nahezu jedes Gerät in einen potenten Spielecomputer – eine solide Internetverbindung vorausgesetzt. Nachdem Sony mit PlayStation Now seit Jahren PlayStation-Spiele streamt, folgte Ende 2019 Google mit Stadia und greift dabei auf das Know-How hinter YouTube und anderen eigenen Diensten zurück. Nun gesellt sich nach mehrjähriger Betaphase auch Nvidias Geforce Now hinzu, das aber einen völlig anderen Ansatz als die beiden Wettbewerber verfolgt. Gemeinsam aber haben alle Dienste, dass sie auch am Mac funktionieren.

Installation: So funktioniert Geforce Now am Mac

Die Streamingplattformen bieten vor allem für Mac-Nutzer einen großen Vorteil, da man auch ohne Windows-Partition, teure Hardware oder separater Spielekonsole in den Genuss der meisten Titel kommt. Wenn die Internetverbindung stimmt, dann ist die Hardware nahezu egal, da die meisten Mac-Modelle ab 2008 unterstützt werden. Jedoch benötigt man zuvor ein Nvidia-Konto sowie die kostenlose Geforce-Now-Anwendung – beides erhält man auf der offiziellen Seite. Nach der Installation und Anmeldung geht es auch schon (fast) los.

Anders als PlayStation Now oder Stadia hält Nvidia keinen Spiele-Katalog bereit, sondern setzt dabei auf Drittanbieter. Hat man einen Titel in Steam, im Epic Games Store oder bei Uplay gekauft, dann kann man diesen zu Geforce Now hinzufügen. GOG wird aktuell noch nicht unterstützt.

Hunderte Spiele sind bereits für das Streaming optimiert und können direkt gestartet werden, zum Beispiel Destiny 2. Bei anderen Titeln handelt es sich hingegen um „Single Session“-Spiele, die bei jeder Sitzung erneut auf dem Server installiert werden müssen. Dank schneller Internetverbindung geschieht dies im Handumdrehen, sodass man bereits nach kurzer Zeit starten kann. 

Hardware-Anforderungen für Macs

  • iMac 20" (Ende 2009 oder neuer)
  • iMac 21.5" (Ende 2009 oder neuer)
  • iMac 27" (Ende 2012 oder neuer)
  • MacBook (2008 oder neuer)​
  • MacBook Air 11" (2015 oder neuer)
  • MacBook Air 13" (Ende 2008 oder neuer)
  • MacBook Pro 13" (Frühjahr 2015 oder neuer)
  • MacBook Pro 15" (Ende 2008 oder neuer)
  • MacBook Pro 16" (Ende 2019 oder neuer)
  • MacBook Pro 17" (2009 oder neuer)
  • Mac Pro (Ende 2013 oder neuer)

Solider Streamingdienst mit kleinen Schwächen

Während andere Anbieter Spiele direkt starten, steht Geforce-Now-Nutzer ein PC zur Verfügung, der Steam oder andere Stores sichtbar ausführt. Dadurch hat man Zugriff auf unzählige Titel und zuvor gekaufte Inhalte. So gelangt man aber eben nicht direkt in die Anwendung, sondern man muss ein Spiel in Geforce Now starten, um dorthin zu gelangen.

4K-Auflösung sollte man aktuell ebenfalls nicht erwarten. Nvidia begrenzt die Auflösung auf maximale 1.920 x 1.200 Pixel bei 60 Bildern pro Sekunde. Sowohl Bildwiederholrate als auch Auflösung lassen sich nach unten regulieren, um schlechtere Internetverbindungen durch reduzierten Datendurchsatz „auszugleichen“. Toll ist, dass Geforce Now auch Echtzeit-Raytracing für einige Titel anbietet, sodass Umgebungen noch realistischer wirken. Nvidia kündigte bereits an, dass höhere Bildraten sowie 4K-Auflösung noch in diesem Jahr folgen sollen.

Geforce Now: Völlig kostenlos, aber mit Einschränkungen

Google Stadia soll eine kostenlose Mitgliedschaft erhalten, die allerdings Einschränkungen wie einer geringeren Auflösung und der Ausgabe von lediglich Stereo-Sound unterliegt. Außerdem müssen Spiele direkt von Google gekauft werden. Geforce Now ist anders. Der Streamingdienst ist ebenfalls als Gratis-Version verfügbar und erlaubt dabei Zugriff auf zahlreiche Free-to-Play-Titel sowie vorhandene Bibliotheken von Steam und Co. Jedoch ist die Spieldauer pro Session auf eine Stunde begrenzt. Dies basiert auf einem Warteschlangen-System für die Server, sodass man sich als kostenloses Mitglied jede Stunde erneut „anstellen“ muss, um weiterzuspielen.

Sogenannte „Gründer“-Mitglieder werden dabei bevorzugt behandelt und können zudem bis zu sechs Stunden in einer Session verweilen, bis sie wieder in die Warteschlange kommen. Für einen monatlichen Betrag von 5,49 Euro erhalten sie zusätzlich das angesprochene Echtzeit-Raytracing in einigen Titeln, wie beispielsweise „Metro Exodus“ oder „Wolfenstein: Youngblood“.

Geforce Now am Mac: Das Fazit

Jeder Spielestreamingdienst hat seine eigenen Vor- und Nachteile. Während PlayStation Now viele tolle PlayStation-Spiele auf andere Plattformen bringt, liefert Stadia aktuell die beste Streamingperformance und ein einfaches Setup ganz ohne Wartezeiten, kommt aber leider fast ohne Spiele daher, die darüber hinaus trotz teurem Abonnement noch separat gekauft werden müssen. Geforce Now geht einen interessanten Mittelweg, der vor allem Mac-Nutzern endlich ein umfassendes Spiele-Erlebnis ermöglicht. Der Strategietitel Anno 1800 etwa ist damit auf dem Mac kein Problem mehr und andere grafisch aufwendige Titel lassen sich trotz vielleicht schwacher Hardware im eigenen Mac dennoch mit maximalen Details genießen. Nach Googles enttäuschendem Stadia-Start gibt Nvidia Cloudgamern neue Hoffnung!

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Ich habe The Witcher 3 auf meinem Macbook ausprobiert und war leider nicht besonders begeistert, weil die Ränder abgeschnitten waren konnte ich die Menüs und Texte nicht mehr sehen. Einstellungsmöglichkeiten in der Geforce Now App fehlten fast komplett.

Hab das Problem gelöst! Scheinbar muss man unter den Geforce Now Einstellungen "Streaming Quality" auf Custom stellen und anschließend die auflösung 1920x1200 (19:10) auswählen. Im Spiel selbst stellt man die gleiche Auflösung ein und man hat keine Probleme mehr.