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FRITZ!Box Fon WLAN 7170

USB-Schnittstelle und Firmwareupdates

Im Gegensatz zum Vorgänger bietet die 7170 einen USB-Anschluss, der den Betrieb von Festplatten oder Druckern erlaubt. Jedoch mit Einschränkungen: Unterstützt werden keine GDI-Drucker (zu erkennen daran, dass sie ausschließlich an Windows-Rechnern betrieben werden können), was einen Großteil der 50-90-Euro-Geräte ausschließt. Festplatten werden nur unterstützt und vom Netzwerk aus benutzbar, wenn sie FAT/FAT32-formatiert sind. Mac-Volumes erkennt das kleine Linux-System in der FRITZ!Box nicht.

Was sich jedoch in Zukunft ändern kann: Etwa alle zwei bis drei Wochen stellt der Berliner Hersteller AVM kostenlose Firmware-Updates ins Netz, die häufig interessante neue Funktionen wie etwa eine Nachtabschaltung, einen Schutz vor anonymen Anrufern oder Zustandsberichte per E-Mail bringen. Allerdings nicht immer problemfrei sind: Vor der Installation eines neuen Updates sollte man lieber ein paar Tage warten, ob nicht doch noch auf die Schnelle eine aktualisierte Version nachgeschoben wird. Besonders vor an Freitagen erschienenen Versionen sei hier gewarnt.

Bedienbarkeit & Erweiterung

Sämtliche Einstellungen an der FRITZ!Box werden per Internetbrowser nach der Eingabe der Adresse http://fritz.box vorgenommen. Das Benutzerinterface ist gut verständlich, ein Assistent führt den unbedarften Anwender durch die Einstellungen – und wenn einmal gar nichts mehr klappt, hilft der technische Telefonsupport weiter. Dem wir im Test mit mehreren Fragen auf den Zahn fühlten, ohne eine Schwachstelle zu entdecken. Nicht nur für die FRITZ!Box selbst, sondern auch für den Rechner gibt es überdies Bedienungshilfen: Zwar hält sich AVM mit Macintosh-Software bisher zurück, doch gibt es von Hosy Software die Freeware Dial!Fritz: Die Anwendung erlaubt es, mittels einem Plug-in über das Mac-OS-X-Adressbuch eine Telefonverbindung per Mausklick herzustellen: Das eigene Telefon klingelt, man hebt ab und wird mit dem gewünschten Teilnehmer verbunden.

Auf Wunsch lassen sich die zu verwendende analoge oder digitale Nebenstelle sowie Rufnummernunterdrückung und automatisierte Vor-Vorwahlen zusätzlich einstellen. Das Herstellen einer Telefonverbindung gelingt auch mittels eines Widgets und hereinkommende Anrufe signalisiert ein Hinweisfenster – wenn das Programm geöffnet ist. Sogar mit Bild und Name, sofern man die Rufnummer (ohne Leerzeichen darin) im Mac-OS-X-Adressbuch gespeichert hat; ein wenig Feinschliff wird hoffentlich in kommenden Versionen erfolgen, laut dem Hersteller ist schon wieder einiges in Planung. Netter Zusatz: Wenn gewünscht, pausiert Dial!Fritz bei Telefongesprächen automatisch iTunes.

Weiteres Zubehör ist das Programm JFritz, das Anruf-Logbücher permanent auf dem Computer speichern kann. Ebenso lässt sich dort ein eigenes Telefonbuch anlegen und auch das Signalisieren einkommender Anrufe ist möglich. Jedenfalls theoretisch: Im Test konnten wir den Anrufmonitor auf mehreren Rechnern nicht zum Laufen bekommen. Womit die Existenzberechtigung von JFritz weitgehend erlischt: Denn schneller lässt sich die Box mithilfe des Browsers verwalten, was zudem ohne lästiges manuelles Abfragen der neuesten Daten funktioniert.

Fazit

Die FRITZ!Box 7170 ist ein gelungener WLAN-Router, dessen Telefoniefunktionen überzeugen. Davon abgesehen gibt es allerdings auch Mängel: Das Problem der Rufumleitung mindert den Komfort und zudem lässt sich das DSL-Modem – anders als beim Vorgänger – nicht abschalten. Das disqualifiziert die Box als Router für Kabel- und SDSL-Zugänge. Auf Nachfrage versicherte uns die Pressestelle jedoch, dass dies binnen eines Monats mithilfe eines Firmwareupdates ermöglicht werden soll. Bleibt zu hoffen, dass sich dieses nicht – wie einst bei der WDS-Funktionalität – über anderthalb Jahre hinzieht …

Dass die USB-Schnittstelle bei Druckern und Festplatten wählerisch ist, ist ein weiterer Negativpunkt. In Summe lohnt sich also der Umstieg von der Vorgängerbox nicht. Wer jedoch einen Neukauf plant und seine ISDN-Telefone weiter nutzen möchte, wird mit der aktuellen FRITZ!Box eine der funktionsreichsten und zuverlässigsten Lösungen erstehen, die der Markt hergibt. Wenn auch nicht eine der billigsten. Aber dafür kann wenigstens der Hasenbraten ausbleiben.

Testergebnis
ProduktnameFRITZ!Box Fon WLAN 7170
HerstellerAVM
Preis249 €
Webseitewww.avm.de
Pro
  • Einfache Bedienung
Contra
  • keine Mac-Festplatten im Netzwerk
Bewertung
1.9
gut
 
  • Seite
  • 1
  • 2

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