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AVMs eierlegender Wollmilch-Router im Test

FRITZ!Box Fon WLAN 7170

„Schatz, das Kaninchen hat schon wieder das Netzwerkkabel durchgebissen“, schallt es missmutig vom Stuhl vor dem Schreibtisch. „Ehrlich? Das war doch erst letzte Woche der Fall“, lautet die nicht minder missmutige Antwort. Wieder einmal hat sich das kleine Hasentier der Familie an Kunststoffummantelungen und Drahtfasern gütlich getan, um danach gänzlich schuld-unbewusst zufrieden in der Ecke zu sitzen.

Nun wartet eine Entscheidung darauf, gefällt zu werden: Mal wieder ein neues Kabel? Oder Kaninchenbraten nach Ostern? Um die Haustierliebhaber dieser Welt von ihrem Dilemma zu erlösen, gibt es WLAN-Router. So, wie die neue FRITZ!Box Fon WLAN 7170, die zudem sogar noch ISDN-Telefone für Internet-Gespräche fit macht. Kabel zu beseitigen ist die Hauptaufgabe eines WLAN-Routers: Er soll eine DSL-Verbindung für mehrere Rechner nutzbar machen und dies bitte schön per Funknetzwerk sowohl für den heimischen Desktop-Mac als auch für das iBook auf dem Sofa.

Diese Aufgabe meistert die FRITZ!Box 7170 sehr gut, im Vergleich zum Vorgänger sogar noch besser: Knapp 100 Milliwatt an Sendeleistung schickt die Box dank neuem WLAN-Chipsatz in den Äther – der Vorgänger 7050 war unseren Messungen zufolge rund acht Prozent schwächer. Auch für größere Altbauwohnungen reicht damit eine FRITZ!Box in aller Regel zur Abdeckung des ganzen Areals aus.

Repeater und Sicherheit

Ein Areal, das über so genannte Repeater erweitert werden kann: Zusätzliche WLAN-Router fungieren dabei als Funkverstärker. Allerdings ist dieser WDS-Standard nicht herstellerübergreifend, so dass der Einsatz einer starken WPA2-Verschlüsselung nur bei ausschließlicher Verwendung von AVM-Hardware funktioniert. Wer die Reichweite beispielsweise mit einer AirPort-Express-Station erhöhen möchte, muss auf die erheblich schwächere WEP-Sicherung zurückgreifen. Es sei denn, die Apple-Station wird nur als normaler Netzwerkteilnehmer ins Netz eingebunden, um beispielsweise Musik vom Rechner aus an die Stereoanlage zu übermitteln.

Mit WPA-Enkodierung wird die FRITZ!Box bereits von Hause aus ausgeliefert. Der Zugangscode ist auf der Geräterückseite zu finden, so dass nicht sofort nach dem Anschließen auch die Nachbarn einen Gratis-Internetzugang erhalten. Dieser Code kann geändert werden, wer ihn vergisst, muss seinen Rechner zur Änderung über einen der vier LAN-Anschlüsse an den Router anschließen.

Telefonieren übers Internet

Auch Telefonieren ist über die Box möglich: Ein S0-Bus erlaubt den Anschluss von ISDN-Telefonanlagen und -Telefonen unter Nutzung aller Komfortfunktionen – Rufumleitungen lassen sich allerdings nicht aus den Telefonmenüs heraus,sondern nur mithilfe der umständlichen Nummernpad-Sequenz des Anbieters konfigurieren. Zusätzlich stehen über einen Adapter drei analoge Endstellen zur Verfügung, die jeweils eine eigene Rufnummer zugewiesen bekommen können. Der ISDN-Anschluss erlaubt sogar den Betrieb von ISDN-Telefonen, wenn die FRITZ!Box an gar keinem oder nur einem analogen Telefonanschluss hängt, was uns im Test positiv überraschte. In diesem Fall werden die Signale entweder über die analoge Leitung oder das Internet zum Empfänger übermittelt.

Genau diese Internettelefonie ist auch der Schwerpunkt der FRITZ!Box: Bis zu zehn VoIP-Rufnummern verschiedener Anbieter wie Freenet oder Sipgate lassen sich jedem beliebigen analogen oder ISDN-Endgerät zuweisen. So können auch herkömmliche Tischtelefone ohne Aufwand oder Computer für günstige Internettelefonate genutzt werden. Wenn die Verbindung darüber nicht funktioniert – was wir bei unserem Testanbieter Sipgate leider häufiger feststellen mussten – leitet ein Sicherungsmechanismus in der FRITZ!Box den Anruf auf Wunsch automatisch über die jeweilige Festnetzleitung um. Rufumleitungen, Wahlregeln, Kurzwahlen und mehr komplettieren das Angebot.

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