Die goldene Mitte?

Apple Power Mac G5 Dual 2.3 GHz

Häufig war bei den Power Macs die mittlere Variante einer Modellreihe diejenige mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis. Deshalb stellten wir einen Power Mac G5 Dual 2,3 GHz im Testlabor auf die Probe. Unser Testparcours zeigt, wo sich der Mac auf Grund seiner Leistung in der aktuellen Modellreihe der Power Macs einreihen muss.

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Hinsichtlich der Ausstattung ist der Power Mac G5 Dual 2,3 GHz dem Top-Modell Power Mac G5 Quad 2,5 GHz näher als den weiter unten angesiedelten Modellen. Er besitzt wie jener eine S-ATA-Festplatte mit 250 GB (7200 Umdrehungen pro Minute, 8 MB Cache) und eine NVIDIA GeForce 6600 mit 256 MB VRAM als Grafikkarte. Diese verfügt über einen Single-Link und einen Dual-Link-DVI-Port, an dem auch das 30-Zoll Cinema HD Display von Apple Anschluss findet. Der Prozessor ist auch bei diesem Power Mac ein IBM PowerPC 970MP, der über zwei Prozessorkerne mit jeweils ein Megabyte L2-Cache verfügt. Der Frontside-Bus ist mit 1,15 GHz getaktet, was der halben Prozessorgeschwindigkeit entspricht. Ausgeliefert wird der Mac mit knappen 512 MB RAM.

Maximal unterstützt er aber 16 GB RAM, wobei der Arbeitsspeicher paarweise aufgerüstet werden muss. Wie bei den beiden anderen Modellen baut Apple ein 16fach SuperDrive (DVD+R DL/DVD±RW/CD-RW) in das mittlere Modell ein, welches Double-Layer-Medien sechsfach brennen kann. Außerdem stehen separate optisch-digitale Ein- und Ausgänge, analoge Line-Level-Ein- und Ausgänge und ein Miniklinken-Anschluss zur Verfügung. Als Peripherie-Verbindung sind in den neuen Power Macs – wie auch bei deren Vorgängern – ein FireWire-800-Anschluss, zwei FireWire-400-Schnittstellen, vier USB-2.0- und zwei USB-1.1-Anschlüsse (an der mitgelieferten Tastatur) integriert.

Ein 56K-Modem fehlt jedoch und ist nur optional als USB-Modem für 55 Euro erhältlich. Allerdings ist der Mac für drahtlose Kommunikation über Bluetooth und Airport Extreme vorbereitet, jedoch wird er mit entsprechenden Steckkarten nur auf Wunsch und gegen Aufpreis von 100 Euro ausgeliefert. Die einzige äußerlich sichtbare Neuerung stellt eine zweite Gigabit-Netzwerkschnittstelle (10/100/1000Base-T) dar. Intern gibt es drei freie PCI-Express-Steckplätze, die jedoch zum alten PCI-X-Standard inkompatibel sind.

Testergebnisse

Der Prozessor und mit ihm der Systembus ist um 15 Prozent höher getaktet als derjenige des Power Mac G5 Dual 2 GHz. In Cinebench messen wir eine um über 17 Prozent bessere Leistung im Vergleich zum Einstiegsmodell und eine um stattliche 45 Prozent geringere Performance in Relation zum Top-Modell. Bei allen anderen Tests liegen die Leistungen nicht so stark auseinander. Tatsächlich reiht sich unser Testgerät deshalb fast exakt im mittleren Bereich zwischen den beiden anderen Power-Mac-Varianten ein.

Fazit

Auch wenn die Euphorie über die Intel-Prozessoren zur Zeit berechtigt ist, liefern IBMs PowerPC 970MP in den Power Macs sehr gute Werte. Der Power Mac G5 Dual 2,3 GHz nimmt sowohl preislich als auch leistungstechnisch eine mittlere Position innerhalb der Power-Mac-Modellreihe ein. Lediglich im 3D-Bereich hängt der Quad G5 Mac jeden anderen Rechner gnadenlos ab. Und hinsichtlich des RAM zeigt sich Apple einmal mehr als zu geizig.

Testergebnis
ProduktnamePower Mac G5 Dual 2.3 GHz
HerstellerApple
Preis2499 €
Webseitewww.apple.de
Pro
  • leise
Contra
  • wenig RAM
Bewertung
1,9gut

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