Top-Themen

Themen

Service

Test

„Hey Siri, schalte den Ventilator ein!“

Test: Elgato Eve Energy - diese HomeKit-Steckdose hört auf Siri

Bezüglich der Verfügbarkeit von zu Apples Smarthome-Schnittstelle HomeKit kompatiblen Produkten ist Deutschland ein Entwicklungsland, denn die Auswahl an Geräten ist recht überschaubar. Das breiteste Angebot HomeKit-kompatibler Smarthome-Gadgets stammt von Elgato, einem Unternehmen, das Mac- und iOS-Anwendern bislang vor allem durch seine hochwertigen Lösungen rund um das Thema „Fernsehen am Mac“ bekannt war.

Mit der Eve-Serie bietet Elgato eine ganze Reihe an HomeKit-kompatiblen Zubehörprodukten an. Besonders spannend ist die via iPhone, iPad und iPod touch zu bedienende Steckdose Eve Energy. Mit ihr lässt sich beispielsweise nicht nur die Stehlampe in der hintersten Ecke des Wohnzimmers oder der Ventilator im Büro via iPhone und Co. schalten, sondern auch der Stromverbrauch etwa des eigenen Macs, Fernsehers oder Luftbefeuchters messen.

(Bild: Stefan Molz)

Kompakt und auch ohne Smartphone nutzbar

Eve Energy ist ein einfacher Zwischenstecker, der schlicht und ansehnlich gestaltet wurde und schlicht zwischen das zu schaltende Gerät und der zu verwendenden Steckdose platziert wird. Dank der kompakten Bauform lassen sich bei vielen (aber nicht allen) Wandsteckdosen und Steckdosenleisten zwei und mehr Eve-Zwischenstecker neben oder untereinander platzieren. Dabei lässt sich Eve Energy lobenswerterweise immer auch ohne iOS-Gerät schalten, ein bei am Ausgang des Zwischensteckers anliegender Spannung grün leuchtender Taster schaltet den Ausgang bei leichter Berührung zwischen den Zuständen „Strom an“/„Strom aus“.

Bluetooth Smart statt Bridge

Im Gegensatz etwa zum Hue-System von Philips, kommt Eve ganz ohne Bridge aus. Stattdessen verlässt sich der Hersteller auf Bluetooth und dessen Bluetooth-Smart-Funktionalität. Die vom Hersteller angegebene Reichweite von bis zu 50 Metern wird dabei nur im Idealfall erreicht – in einer drei Zimmer-Wohnung und einem Großraumbüro konnten jederzeit alle Geräte aus allen Räumen beziehungsweise Winkeln heraus erreicht werden.

Per Bluetooth innerhalb der Eve-Anwendung ausgelöst, schaltet der Zwischenstecker in Sekundenbruchteilen. Auch bei Verwendung von Apps wie beispielsweise „Home“ wird nahezu umgehend geschaltet. Wer stattdessen Siri nutzt, muss sich auf Wartezeiten zwischen zwei bis drei Sekunden einstellen: So lange mussten wir im Schnitt warten, bis ein Befehl wie etwa „Hey Siri, schalte Schreibtischlampe ein“ umgesetzt wurde. Alle Schaltvorgänge erzeugen dabei im Stecker ein leises Klickgeräusch.

(Bild: Stefan Molz)

Zusätzlich zum Ein- und Ausschalten angeschlossener Verbraucher vermag Eve Energy auch den Stromverbrauch zu messen. So wird neben dem aktuellen Verbrauch in Watt auch der aufsummierte Verbrauch etwa pro Stunde und Tag erfasst – die Werte lassen sich dabei auf Wunsch über eine kommaseparierte Textdatei exportieren.

Mehr Features für Apple-TV-Anwender

Wer auf seinem iPhone kein Bluetooth verwenden oder via Eve Energy mit Strom versorgte Geräte auch von unterwegs schalten will, benötigt ein Apple TV der dritten oder vierten Hardwaregeneration, welches quasi als Bridge dient. Ist das Apple TV mit der im jeweiligen HomeKit-Setup verknüpften Apple ID bei iCloud angemeldet, leitet die Set-Top-Box aus der Ferne erteilte Befehle an die HomeKit-Komponenten in den eigenen vier Wänden weiter.

Kinderkrankheiten auskuriert

Während die Eve-Energy-Stecker der ersten Charge einige Beschwerden aufgrund von je nach Gehör mehr oder weniger nervigen Fieptönen auf sich zogen, ist dieses hardwareseitige Problem inzwischen beseitigt. Auch die Software in Form der Eve-App hat sich in den vergangenen Monate weiterentwickelt. So lassen sich seit Erscheinen der App-Version 1.4 beispielsweise auch Zeiten programmieren, zu denen eine Szene und somit auch eine Dose und das an diese angeschlossene Gerät geschaltet werden soll - ganz so, wie man es von luxuriöser ausgestatteten digitalen Schaltzeituhren kennt.

Fazit

Eve Energy ist der vermutlich einfachste und auch günstigste Einstieg in die Welt des via HomeKit gesteuerten Smarthomes. Die verbesserte Hardware und beständigen Updates der Eve-App bezeugen zudem das Commitment Elgatos zur Eve-Produktreihe. Einzig die beim Schalten via Siri etwas längere Latenz ist uns negativ aufgefallen. Wenn man mehr als nur ein oder zwei Steckdosen mit den cleveren Zwischensteckern aufwerten will, wird es zudem recht teuer.

Testergebnis
ProduktnameEve Energy
HerstellerElgato
Preis49,95 €
Webseiteelgato.com/de
Pro
  • der wohl einfachste Einstieg in die Welt der Smarthomes, HomeKit-Unterstützung, schnell eingerichtet, in der Regel schnelle Schaltzeiten, Fernzugriff möglich
Contra
  • Fernzugriff setzt Apple TV 3 oder 4 voraus, Schaltzeiten via Siri, keine IFTTT-Unterstützung
Bewertung
1.6
gut
 

Mehr zu diesen Themen:

Ihre Meinung? Diskutieren Sie mit!

Hier können Sie ihre Meinung zum Artikel "Test: Elgato Eve Energy - diese HomeKit-Steckdose hört auf Siri" äußern. Melden Sie sich hierfür mit ihrem maclife.de-Account an oder füllen sie die untenstehenden Felder aus.

ich versuche mich gerade mit der Lumify App und Triggers, diese können auch bestimmte Ereignisse in HomeKit steuern, damit kann man andere Zustände von anderen Geräten mit berücksichtigen, bspw. Eve Weather. So kann man Eve Energy sagen, bei 0 Grad den Heizlüfter im Wintergarten zu steuern, aber nur wenn zum Beispiel die Hue Lampe im Wintergarten an ist. Aber auf den IFTTT Chanel warte ich noch.