Smart-Home

Test: Philips Hue 2.0 - wir haben eines der neuen Starterkits ausprobiert

Hue mit HomeKit-Unterstützung. „Es werde Licht!“, sprach ich und es ward Licht! Die Smart-Home-Leuchten Hue aus dem Hause Philips verstehen sich nämlich ab sofort auch auf Apples HomeKit mitsamt der Möglichkeit zur Sprachsteuerung via Siri. Mac Life hat eines der neuen Philips-Hue-Starterpakete mit der aktualisierte Hue-Bridge 2.0 getestet.

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Moment mal, was heißt da neues Starterpaket? Die bislang erhältliche Bridge, die als Steuereinheit das Herzstück des Hue-Beleuchtungssystems darstellt, ist leider nicht zu HomeKit kompatibel. Philips musste nachbessern, um das zentrale Steuergerät fit für die Apple Smart-Home-Schnittstelle zu machen. Wer seine Hue-Leuchten via HomeKit nutzen möchte, kommt um den Kauf des neuen Bridge-Modells nicht herum – der Kostenpunkt für die Bridge 2.0: 60 Euro (online bietet Philips für Bestandskunden ein begrenztes Kontingent zum Sonderpreis von 40 Euro an).

(Bild: Philips)

Wer die heimische Smart-Beleuchtung ohnehin erweitern wollte, greift lieber gleich zu einem neuen Starterkit für 200 Euro. Bei einem Preis von 60 Euro für ein einzelnes E27-LED-Leuchtmittel schrumpft der Aufpreis für die neue Bridge mit Blick auf die drei im Starterkeit enthaltenen Birnen so auf 20 Euro. Begleitvorteil: Die im neuen E27-Starterpaket enthaltenen Leuchtmittel strahlen heller, statt mit 600 Lumen ist die Lichtleistung der neuen (und auch einzeln erhältlichen) Birnen mit 806 Lumen spezifiziert. Das Mehr an Licht ist im direkten Vergleich zwischen alter und neuer Birne deutlich wahrnehmbar.

Egal ob Neueinsteiger oder alter Hase: Die Einrichtung von Hue geht schnell von der Hand. Die Konfiguration einer bereits vorhanden Bridge lässt sich ganz einfach auf das neue Modell umziehen – ein Vorgang, der dank guter Erklärung innerhalb der Hue-App in nur wenigen Minuten abgeschlossen ist. Wer Hue hingegen zum ersten Mal nutzt, bindet die Bridge einfach via LAN-Kabel in sein Netzwerk ein, schließt das mitgelieferte Netzteil an und schraubt die Birnen ein: Nach einer kurzen Einrichtung innerhalb der App ist das Beleuchtungssystem bereits einsatzbereit.

Hue Dimmer switch: Der neue Schalter

Zeitgleich mit der Verfügbarkeit der neuen Bridge und der neuen Starterpakte, stellt Philips auch einen neuen Schalter in die Ladenregale. Der Hue Dimmer switch arbeitet batteriebetrieben und kommt ohne jegliche Kabel aus. Es lässt sich wahlweise eine Auswahl an Lampen oder aber eine Szene ein- und ausschalten. Zudem lassen sich die Lampen über zwei zusätzliche Tasten dimmen. Die Einrichtung über die Hue-App ist selbsterklärend und in nur einer Minute erledigt. Der Schalter lässt sich wahlweise mit Schrauben oder aber via Klebefläche an der Wand anbringen. Die eigentliche Steuereinheit lässt sich dank magnetischer Halterung jederzeit von der Wandbefestigung abnehmen und gleich einer Fernbedienung nutzen. Der Preis beträgt 24,95 Euro.

Praktisch: Der neue Dimmer Switch.
Praktisch: Der neue Dimmer Switch. (Bild: Philips)
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Um Hue dank HomeKit und via Siri steuern zu können, müssen abschließend nur noch die bestehenden Szenen per Fingerzeig aus der Philips-App heraus an iOS übergeben werden. Die Lichter lassen sich daraufhin tatsächlich auf Zuruf steuern – „Hey Siri, aktiviere Kinoabend“ dimmt bei entsprechend eingerichteter Szene beispielsweise alle Lampen auf niedrigste Stufe. Wer mehr will, stößt aber schnell an Grenzen: Das Einrichten von Räumen und die Integration weitere HomeKit-Geräte ist in der Hue-App und den HomeKit-Einstellungen nur bedingt möglich. Wir haben uns hierfür der App „Home“ von Matthias Hochgatterer bedient [Link in den App Store]. Die ist mit 15 Euro für App-Store-Verhältnisse zwar sportlich bepreist, ihr Geld aber wert: Das Einrichten von Räumen, Zonen, Szenen und Auslösern lässt sich hier problemlos bewerkstelligen – eigentlich hätte Apple genau diese App selbst anbieten müssen!

(Bild: Philips)

Fazit

Hue ist und bleibt der ideale Einstieg in den Bereich „Smart Home“. Über die App ist das System verlässlich zu bedienen. Auch die HomeKit-Anbindung über die Hue-Bridge 2.0 funktioniert an sich gut, ist aber leider nicht zu 100 Prozent verlässlich. Die Schuld hierfür ist bei Apple zu suchen: HomeKit ist bei weitem noch kein fertiges Produkt und hat noch Ecken und Kanten – wenn man zur Konfiguration lieber auf eine App eines Drittherstellers zugreift, fehlt doch noch einiges an Feinschliff.

Testergebnis
ProduktnameHue 2.0
HerstellerPhilips
Preis199 €
Webseitehttp://www.philips.de/e/hue/hue.html
Bewertung
1,4sehr gut
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An und für sich ist Hue eine klasse Sache. Ich hatte bis vor Kurzem 5 Lampen in meinem Heimkino verbaut. Das Kino existiert nun nicht mehr und ich habe Schwierigkeiten die Lampen in meine Wohnung zu integrieren. Es gibt fast keine Leuchten mit E27-Fassung mehr die gut aussehen. Man findet nur noch welche mit integrierten, nicht austauschbaren LEDs oder E14-Fassungen. Es gibt zwar Adapter von E14 auf E27, aber damit wird die ganze Angelegenheit schon sehr klobig. Meine Deckenleuchte hat den Sockel GU10. Wahrscheinlich muss ich darauf umsteigen, denn hierfür gibt es auch Hue Leuchtmittel.

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