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SonicWeb im Test: Internet-Radio mit Aufnahmefunktion - noch etwas Verbesserungsbedarf notwendig

Es gibt unzählige Internetradio-Sender, die so ziemlich jedes Genre abdecken. Nur leider spielen diese gefühlt nie das Lied ab, das man zu einem gewünschten Zeitpunkt gerne hören möchte. SonicWeb hingegen macht Schluss damit. Aber das ist noch nicht alles. Sie können zwischen "Live hören" und „Aufzeichnen und Aufteilen“ wählen - letzteres filtert beispielsweise nervige Werbung und Moderatorenansagen heraus.

Früher saß die Jugend mit dem Kassettenrekorder am Radio und zeichnete das Gespielte auf. Inzwischen gibt es quasi keine Kassetten mehr, was aus qualitativer Sicht auch nicht weiter schlimm ist. Heutzutage nutzen wir für diese Aufgabe den Computer. Es gibt diverse Aufzeichnungsprogramme und für jeden Geschmack den passenden Radiosender im Internet. Eine sinnvolle Kombination finden Sie in SonicWeb. Das Programm kennt aus dem Stand schon weit über 1.000 Radiosender und spielt auf Mausklick munter drauf los. Praktisch: Um ein wenig Übersicht in das Chaos zu bringen, sind die Stationen wahlweise in 28 Genres oder drei Qualitätsstufen unterteilt.

Starten Sie die Wiedergabe eines Radiosenders aus der Liste, haben Sie die Wahl zwischen „Live hören“, was dem klassischen Radioempfänger gleicht, „Aufzeichnen und Aufteilen“, was Werbung, Moderatoren und ähnliches rausfiltert und „Durchgehend aufzeichnen“, was auf die Filterung verzichtet und den gesamten Stream speichert. Die zweite Methode hat bei einzelnen Radiosendern relativ lange Pausen zur Folge, da das Radioprogramm an sich nicht geändert wird, sondern lediglich die nicht musikalischen Anteile ausgeblendet werden.

Das ist der Zeitpunkt, sich eigene Radiolisten anzulegen. SonicWeb wechselt während der Wiedergabe fleißig zwischen den Sendern und Sie erhalten eine dauerhafte Musikberieselung. Da alle Sender in einer Liste gleichzeitig aufgezeichnet werden, entsteht so auch automatisch ein respektabler Vorrat an Titeln. Alle sind mit Angaben zu Titel, Interpret, Dauer und Quelle versehen. SonicWeb versucht zudem, das passende CD-Cover zu finden, schafft das aber leider nur in rund 60 Prozent der Fälle. Da diese Methode der Aufzeichnung schnell viel Platz belegt, bietet SonicWeb diverse Einschränkungen an.

Die Aufzeichnung kann bereits in der Titelliste enthaltene Tracks überspringen. Die Titelanzahl in der Liste können Sie auf zum Beispiel 1.000 Titel beschränken. Und falls der Festplattenplatz knapp ist, können Sie in SonicWeb angeben, wie viel Megabyte oder Gigabyte auf jeden Fall frei bleiben sollen. Tritt eine der Beschränkungen ein, stoppt SonicWeb die Aufnahme weiterer Streams. Die vorhandenen bleiben davon unberührt. Löschen Sie Titel aus der Liste, zeichnet SonicWeb automatisch bei der nächsten Wiedergabe wieder neue auf.

Damit Sie sich nicht auf Dauer von den Lieblingsliedern trennen müssen, können Sie diese entweder manuell aus dem Medienordner verschieben, oder Sie exportieren sie direkt zu iTunes. Tipp: Vorher sollten Sie allerdings mit dem Befehl „Tracks schneiden” überprüfen, ob auch wirklich kein Moderator dazwischen quatscht und gegebenenfalls den Titel am Anfang und am Ende anpassen.

Fazit

Auf den ersten Blick hat SonicWeb noch Verbesserungsbedarf. Einige Funktionen sind nur in bestimmten Ansichten verfügbar und auch Teile der Einstellungen verstecken sich hinter unscheinbaren Symbolen. Die Trimmfunktion ist zwar einfach zu bedienen, könnte aber genauer sein. Dass Sie den OK-Knopf der ID3-Tag-Dialogbox nicht mit der Return-Taste bestätigen können, stört den Arbeitsfluss. Doch abseits dieser Kinderkrankheiten, überzeugt SonicWeb. Sie müssen sich nur um die Auswahl der passenden Radiosender kümmern, den Rest übernimmt das Programm für Sie.

Für einmalig neun Euro erhalten Sie eine unbegrenzte Musikflatrate, die perfekt auf Ihren Geschmack abgestimmt ist und auch dauerhaft in Ihren Besitz übergeht. Besonders schnell muss Ihre Internetleitung dafür auch nicht sein. Ein Stream in 128 kbps benötigt keine 20 Kilobytes pro Sekunde. Sieben parallele Sender mit Streams zwischen 128 und 256 kbps benötigen zusammen rund 180 Kilobytes pro Sekunde. Wenn Sie also an abwechslungsreicher Musik Geschmack finden und sich nicht an dem ein oder anderen abrupten Anfang und Ende stören, haben Sie mit SonicWeb den idealen Begleiter gefunden.

Testergebnis
ProduktnameSonicWeb
HerstellerPatrick Dehne
Preis8,99 €
Webseitehttp://www.sonicweb-radio.de
Pro
  • unbegrenzter Nachschub an Titeln
  • SleepTimer
  • gute Aufnahme- und einfache Trimm- und Exportfunktion
  • Steuerung aus der Menüzeile
Contra
  • Coversuche unzuverlässig
  • Bedienung mit leichten Mängeln
SystemvoraussetzungenOS X 10.6.6 und höher
Bewertung
1.3
sehr gut
 

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Internet Radio ist aus meiner Sicht ganz nett wenn der PC verkabelt ist. Leider haben viele eben nur Wifi basierte Abspielgeräte und anstatt einen vernünftigen normalen Radio Empfänger zu verwenden werden nun die Wifi Kanäle mit diesem Mist zugeballert. Zumeist noch in grottenschlechter Qualität.
Sinnvoller wäre es doch Digitalradioempfangschips in die Geräte einzubauen !!! Dann könnte die sowieso schon bestehende Rundfunkstrahlung genutzt werden und man muss nicht Internetresourcen sinnlos verplempern oder zumindest kann das reduziert werden auf das, was das Digital oder FM Radio nicht hergibt.
Musik Streaming als Daueranwendung für Mobilgeräte ist wirklich das Allerletzte und völlig balabala hinsichtlich der Energieverschwendung sowieso unglaublich, das dies gemacht wird. Die immer wieder besagten Vorteile empfinde ich nicht soooo vorteilhaft... ein Lieder Download und dann kann man sich das anhören wäre viel sinnvoller und sorgt für freie Funknetze. Wirklich guter Musikklang kommt da eh seltenst rüber.
Sinnvoll daher per Chip im Mobilgerät mit entsprechender AufnahmeSoftwareApp. Dieses ganze BLABLA von der Musikindustrie, das dies nicht ginge ist Quatsch... man konnte schon immer, und davon lebt letztendlich auch die Industrie, Musik vom Radio aufnehmen. Man kauft halt dann nur noch die wirklich guten Sachen und der Einheitsbrei bekommt verdientermaßen seine Einkünfte eben nur per Radio.

meine Meinung!... zu viel "Müll" der Bandbreite frisst!