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Benq Screenbar Halo 2 im Test: Schluss mit müden Augen

Monitorlampen liegen im Trend, doch an glänzenden Apple-Bildschirmen scheitern viele ob lästiger Spiegelungen. Die Benq Screenbar Halo 2 will genau das verhindern. Wir haben die Leuchte am Apple-Schreibtisch ausprobiert.

Von   Uhr

Der erste Härtetest wartet am Studio Display, das in der Standard-Variante bekanntlich glänzt wie ein frisch polierter Bösendorfer-Flügel. Die Screenbar Halo 2 bleibt darin unsichtbar: Ihre asymmetrische Optik wirft das Licht flach nach unten auf die Tischplatte statt auf das Panel. Selbst bei voller Helligkeit zeigt sich kein heller Streifen im Bild.

Sommer-Angebot

Im Alltag spielt die Leuchte zwei Rollen zugleich: Das Frontlicht erhellt den Arbeitsbereich mit bis zu 1.000 Lux, das Rücklicht, das spürbar breiter als beim Vorgänger ausfällt, legt einen sanften Schein an die Wand dahinter. Dieser Lichthof (Englisch „Halo“) nimmt dem Kontrast zwischen leuchtendem Bildschirm und dunklem Raum jene Härte, die die Augen nach Stunden ermüden lässt.

Gesteuert wird per kabellosem Controller mit Drehring und Display. Letzteres zeigt exakte Kelvin- und Helligkeitswerte an, das Rätselraten beim Einstellen früherer Screenbar-Generationen entfällt. Bewährt haben sich neutrale 4.000 Kelvin bei etwa halber Helligkeit. Auf Wunsch justiert der Umgebungslichtsensor aber auch automatisch. Front- und Rücklicht lassen sich getrennt schalten und mittlerweile auch unabhängig voneinander in der Helligkeit regeln, wobei die Mindesthelligkeit erfreulich tief reicht und ein besonders sanftes Licht ermöglicht.

Vorbildlich arbeitet die Sensorik: Ein Ultraschallsensor schaltet die Leuchte beim Hinsetzen ein und nach dem Verlassen des Platzes wieder ab – nach wenigen Tagen denkt man schlicht nicht mehr über das Licht nach. Da die Screenbar unabhängig vom Mac arbeitet, leuchtet sie auch weiter, wenn der Rechner längst im Ruhezustand döst, man selbst aber noch am Schreibtisch sitzt.

Was in der Aluleiste steckt

Die Aluminiumleiste wirkt wertig, wobei die neu konstruierte Klemme Bildschirme bis 6 Zentimeter Dicke fasst und deutlich solider sitzt als beim Vorgänger. Strom fließt über ein fest verbautes USB-C-Kabel. Endlich kein USB-A mehr, wenngleich sich das Kabel noch immer nicht tauschen lässt.

Wer mag, betreibt die Leuchte direkt am USB-C-Anschluss des Bildschirms, bei voller Helligkeit ist das beiliegende Netzteil die verlässlichere Stromquelle. Der kabellose Controller lädt per USB-C, statt AAA-Batterien zu schlucken – ein Ladekabel aber fehlt im Karton. Dort findet sich ein Webcam-Halter. Kurios: Staub, der in Videokonferenzen vor der Kamera durchs Licht segelt, leuchtet mitunter hell auf – das Gegenüber bewundert dann ein kleines Schneegestöber.

Für wen sich die Anschaffung rechnet

Die überarbeitete Screenbar richtet sich an Vielnutzende, die täglich viele Stunden am Bildschirm verbringen. Für sie ist die Leuchte gerade in den dunklen Monaten eine spürbare Entlastung. Wer nur gelegentlich Mails checkt, greift zur günstigeren Screenbar Pro ohne Rücklicht (die bei Farbtreue und Sensorik auf demselben hohen Niveau agiert) oder zu preiswerten Alternativen wie Xiaomis Light Bar, die allerdings weder Farbtreue noch Sensorik der Halo 2 erreichen. Und eine Einschränkung sollten Apple-Fans kennen: Eine Steuerung per Home-App oder Siri fehlt bewusst, die Screenbar Halo 2 bleibt eigenständig.

Gelungene Monitorlampe

Die Screenbar Halo 2 ist eine teure, aber rundum gelungene Monitorlampe. Sie leuchtet auch Apple-Displays blendfrei aus und entlastet müde Augen etwa am späten Abend spürbar. Die kleine Schwäche des fest eingebauten Stromkabels trübt den exzellenten Eindruck kaum. Wer viel am Mac arbeitet, trifft eine Investition, die sich nach langen Tagen vor dem Bildschirm bezahlt macht – immer und immer wieder.

Stefan Molz // Chefredakteur
Stefan Molz

Stefan beschäftigt sich seit seiner Kindheit mit Computern – angefangen beim „Brotkasten", dem C64, und Amiga 500, lange bevor Apple-Geräte seinen Alltag bestimmten. Der eigentliche Einstieg in die Mac-Welt führte über die Musikproduktion: Über die Magazine Keyboards, Keys und Beat führte ihn sein Weg schließlich zur Mac Life, deren Website er seit 2007 verantwortet. Seit 2023 ist er zudem Chefredakteur des gedruckten Magazins.

Besonders faszinieren ihn die Schnittstellen zwischen Technik und Kreativität – vom Mac als Werkzeug für Musik, Foto und Video hin zu neuen Apple-Technologien wie Vision Pro oder KI-Funktionen. Wenn Stefan nicht gerade neue Apple-Hardware testet, fotografiert er mit Vorliebe aus ungewöhnlichen Perspektiven, gerne per Drohne oder seiner Mittelformatkamera.

Neben der Redaktion ist er außerdem Host des Apple-Podcasts „Schleifenquadrat". Seine Begeisterung für Musik & Sounds begleitet ihn bis heute. Kein Wunder, denn Anfang der 2000er-Jahre etwa wirkte er unter anderem an Samples mit, die Teil von Logic Pro wurden.

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Fazit

Die Screenbar Halo 2 ist eine teure, aber rundum gelungene Monitorlampe, die selbst glänzende Apple-Displays blendfrei ausleuchtet und die Augen spürbar entlastet.

Testergebnis
ProduktnameScreenbar Halo 2
HerstellerBenQ
Preis179 €
Webseitewww.benq.eu
Pro
  • + blendfreies Licht ohne Spiegelungen
  • + Front- und Rücklicht unabhängig voneinander regelbar
  • + sehr niedrige Mindesthelligkeit
  • + hohe Farbtreue
  • + exakte Kelvin- und Helligkeitswerte am Controller ablesbar
  • + durchdachte Sensorik schaltet automatisch ein und ab
  • + akkubetriebener Controller
Contra
  • - fest verbautes Stromkabel
  • - teuer
Bewertung
1,7gut

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