MacBook Neo

Vier Wochen MacBook Neo: Das Anti-Chromebook

Ich liebe mein iPhone, nutze regelmäßig mein iPad – und hatte jetzt zum ersten Mal ein MacBook in den Händen. Nach rund vier Wochen Leihgabe erzähle ich, warum das MacBook Neo meinen Uni-Alltag überraschend verändert hat. Und meinen Wunschzettel.

Von   Uhr

Mein erstes MacBook, das war zuallererst offen gestanden ein bisschen Kulturschock. Ich studiere Lehramt in Bremen und durfte das MacBook Neo knapp einen Monat lang ausprobieren. Leihweise, wohlgemerkt. Das musste ich mir selbst immer wieder sagen, damit ich mich nicht zu sehr daran gewöhne. Vorher hatte ich jahrelang ein Chromebook von Lenovo, mit dem ich eigentlich zufrieden bin. Aber: Mein iPhone liebe ich, mein iPad benutze ich täglich – warum eigentlich nicht mal alles aus einem Guss? Hier kommt also mein ungefilterter Eindruck nach knapp vier Wochen Uni-Alltag, Praktikum und mehr.

Wer bin ich?

Ich bin Leena, 23, und studiere inzwischen im Master Grundschullehramt an der Uni Bremen. Mein Vater ist Chefredakteur der Mac Life. Deshalb bin ich wohl mit Äpfeln aufgewachsen, die man nicht essen kann. Ich durfte das MacBook Neo vor ihm ausprobieren, im Gegenzug musste ich meine Meinung zum Diktat geben.

Ich weiß, das klingt oberflächlich, aber der Bildschirm hat mich sofort umgehauen. Alles ist gestochen scharf, Texte wirken fast wie gedruckt, und meine PDF-Seminarliteratur sieht endlich nicht mehr so matschig aus wie vorher. Auch das Gehäuse fühlt sich richtig gut an. Es ist aus Metall, aber trotzdem leicht, handlich und passt locker in jede Tasche.

Der Akku ist mein Held

Ehrlich, ich war skeptisch, weil mein Chromebook auch schon ordentlich durchgehalten hat. Aber das Neo spielt in einer anderen Liga. Ich war zwei volle Tage in der Uni, habe abends zu Hause noch Unterrichtsmaterial vorbereitet, und das Ding hatte immer noch zwanzig Prozent Akku übrig. Und wenn ich dann doch mal laden musste, war das fast schon lustig praktisch: Es ist exakt dasselbe Kabel, mit dem ich auch mein iPhone lade. Ein Kabel für alles, kein Kramen mehr in der Tasche, keine Diskussion mehr mit meinem Freund, wem welches Netzteil gehört. Für jemanden wie mich, der ständig zwischen Seminarräumen, Praktikumsplatz und Jobs pendelt, ist das praktisch.

Was mich irritierte

Jetzt zu den Sachen, die mich zumindest kurz ratlos gemacht haben. Erstens: Es gibt keinen „normalen“ USB-Anschluss mehr. Nur noch diese USB-C-Dinger. Beim ersten Versuch, einen alten USB-Stick einzustecken, ist mir bewusst geworden, dass das mittlerweile bei fast allen modernen Notebooks so ist. Muss also ein Adapter her. Dennoch: Am Anfang fühlt man sich ein wenig wie aus der Zeit gefallen.

Zweitens, und das ist mir tatsächlich aufgefallen: Manchmal wirkt der Cursor nicht ganz flüssig. Nicht dramatisch, aber wenn ich schnell zwischen Tabs wechsle oder durch lange Dokumente scrolle, hat es so kleine Mini-Hänger. Vielleicht bilde ich es mir ein, vielleicht liegt es am Speicher. 

Drittens: Keine Tastaturbeleuchtung. Klingt nach Meckern auf hohem Niveau, ich weiß. Aber wenn ich im Halbdunklen noch schnell was tippen will, wäre ein bisschen Licht schon nett.

Mein Chromebook ist im Vergleich zum MacBook Neo ein seelenloses Stück Plastik. Ärgerlich, denn viel günstiger als das Neo war es seinerzeit nicht.
Mein Chromebook ist im Vergleich zum MacBook Neo ein seelenloses Stück Plastik. Ärgerlich, denn viel günstiger als das Neo war es seinerzeit nicht. (Bild: Stefan Molz)

Worüber auf TikTok alle reden

Ich gebe zu, ich habe keine Ahnung von Hardware. Aber auf TikTok sehe ich ständig Videos, in denen Leute sich darüber aufregen, dass das Neo nur 8 GB RAM hat und man die nicht erweitern kann. Im Alltag habe ich davon im Testmonat nichts gemerkt. Mehrere Tabs, ein paar PDFs nebenher – läuft. Aber ich frage mich schon, wie das später aussieht, wenn ich im Referendariat bin und parallel an größeren Dokumenten arbeite. Vielleicht reicht es. Vielleicht ärgere ich mich dann.

Was mir fehlte

Ich muss ehrlich sagen: Ich brauche kein MacBook, das ich wie mein Chromebook auch als Tablet benutzen kann. Aber allein die Touchfunktion beim ganz normalen Arbeiten als Laptop, mal eben auf einen Link tippen, durch ein PDF wischen, ein Bild verschieben – das ist alles hilfreicher, als man denkt. Das merkt man übrigens auch deutlich an den Fingerabdrücken auf dem Neo-Display. Ich habe immer wieder reflexartig draufgetippt. Alte Gewohnheiten. Und ja, ich hab’ das iPad, wenn ich wirklich was zum Antippen brauche. Trotzdem wäre ein Touch direkt am MacBook ein Gewinn.

Mein Fazit als Studi

Der Monat ist jetzt fast rum, und ich muss das Neo eine Tür weiter meinem Vater in die Hände drücken – was mir, zugegebenermaßen, schwerer fällt als gedacht. Das kleine MacBook fühlt sich für mich richtig erwachsen an, der Akku ist Wahnsinn, das Display ist großartig, und es passt einfach perfekt zu meinem iPhone und iPad. Dazu kommt ein Preis-Leistungs-Verhältnis, das ich bei Apple ehrlich gesagt nicht erwartet hätte. Es ist wirklich crazy, was man fürs Geld bekommt. Mein iPhone war deutlich teurer! Ein paar Dinge muss man sich allerdings abgewöhnen oder dazukaufen – ob die 8 GB RAM langfristig reichen, wird sich zeigen. Aber für meinen Uni-Alltag war es genau das richtige Werkzeug. Sagen wir es mal so: Auf meinem Wunschzettel steht ab sofort ein MacBook Neo. Ganz oben.

Apps aus meinem Alltag

Canva

Bunt, einfach, genial – Canva ist für mich das perfekte Tool für die Arbeit an einer Grundschule. Ich gestalte damit Arbeitsblätter, Lernposter und Stundeneinstiege, ohne etwas von Grafikdesign verstehen zu müssen. Die Vorlagen sind mega praktisch, man tippt seinen Text rein und das war’s schon. Es gibt sogar Vorlagen speziell für Kinder! Der kostenlose Plan reicht für vieles, aber ich hätte gerne das Pro-Abo.

Canva: KI-Foto- & Video-Editor‑App – App Store
Canva: KI-Foto- & Video-Editor‑App – App Store
Entwickler: Unbekannt
Preis: unknown

Goodnotes

Goodnotes ist meine Alltags-App. Ich schreibe damit handschriftlich Vorlesungsmitschriften, markiere in PDFs und sortiere meine Seminarordner digital, als wäre es ein richtiges Ringbuch. Das Beste daran: Ich kann nahtlos zwischen iPad und Mac wechseln. Im Seminar kritzle ich auf dem iPad, zu Hause am MacBook lese ich das Ganze noch einmal durch und ergänze. Alles synchronisiert sich automatisch.

Goodnotes: KI Notizen, PDF app‑App – App Store
Goodnotes: KI Notizen, PDF app‑App – App Store
Entwickler: Unbekannt
Preis: unknown

Notion

Notion habe ich mir als eine Art digitales Notizbuch vorgenommen: Seminarunterlagen, Unterrichtsentwürfe, Prüfungsthemen – alles sauber sortiert an einem Ort. Ehrlich gesagt bin ich bisher nicht so richtig dazu gekommen, mich tiefer damit zu beschäftigen, weil die Lernkurve am Anfang steil wirkt. Aber ich höre von allen Seiten, wie viel Zeit man damit spart. Steht also ganz oben auf meiner To-do-Liste!

Notion: Notizen, Aufgaben, KI‑App – App Store
Notion: Notizen, Aufgaben, KI‑App – App Store
Entwickler: Unbekannt
Preis: unknown

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