Warten und Warten

Deshalb könnte ein 14" MacBook Pro doch noch 2020 erscheinen

Apple kündigte ein neues MacBook Pro mit 13-Zoll-Display und neuer Tastatur an, aber sollte nicht auch ein 14-Zoll-Modell kommen? Ja. Auch wenn man nicht allzu bald damit rechnen sollte, könnte es noch 2020 soweit sein. Wir erklären warum. 

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Das musst du wissen

  • Gerüchte um 14"-Modell halten sich
  • Apple soll sechs Geräte mit MiniLED-Display einführen
  • Aktualisierungszeit könnte durch Innovationen verkürzt werden

Gemeinsam mit dem 16" MacBook Pro kam im Herbst 2019 das Gerücht auf, dass Apple auch das 13-Zoll-Modell überarbeiten und mit einem größerem 14,1-Zoll-Display ausstatten wird. Dazu soll man einige Änderungen vornehmen, die schon dem 15,4-Zoll-Modell zu mehr Bildschirmfläche verhalfen.

14" MacBook Pro wohl nicht in naher Zukunft?

Unklar war hingegen, ob Apple das umfangreiche Update direkt durchführt oder es stückweise einführt. Mit der Ankündigung des neuen 13" MacBook Pro haben wir nun ein einigermaßen Gewissheit, dass Apple letzteren Weg einschlägt. Dennoch soll dies keineswegs bedeuten, dass man bereits in zwei, drei oder vier Monaten mit dem neuen Modell rechnen sollte. Zuletzt wartete Apple ein Jahr mit der Aktualisierung, um neue Prozessoren sowie das verbesserte Keyboard einzuführen. Doch bereits in der Vergangenheit zeigte Apple, dass man mit ausreichend Neuerungen den Produktzyklus verkürzen kann. 

MiniLED-Display als große Neuerung

Natürlich ist eine Vergrößerung des Displays längst kein Grund für schnellere Hardware-Veröffentlichungen. Allerdings könnte die Technologie dahinter ausschlaggebend sein. Wie der zuverlässige Analyst Ming-Chi Kuo prognostiziert, soll Apple Ende 2020 und Anfang 2021 bis zu sechs Geräte mit MiniLED-Display veröffentlichen. Darunter soll sich auch ein neues MacBook Pro befinden. Die Technologie könnte gerade für das kleine Pro-Modell einen entscheidenden Vorteil bringen. Das Display könnte problemlos weiter an den Rand wachsen, ohne dass die Abmessungen oder das Gewicht zunehmen müssen, wie es beim 16" MacBook Pro der Fall war. 

Für Nutzer bringt es einen weiteren Vorteil. Der Farbkontrast nimmt zu und erlaubt ein ebenmäßig ausgeleuchtet Displays, das beinahe die Qualität eines OLED-Bildschirms erreicht. Gleichzeitig ist es sehr effizient und könnte die Akkulaufzeit positiv beeinflussen. 

Kuo zufolge soll man die MiniLED-Produkte nicht vor dem vierten Quartal 2020 erwarten.

Das 15" MacBook Pro hat es vorgemacht

Während die MiniLED-Technologie noch auf sich warten lässt, kann man sich auch ein Beispiel für einen verkürzten Produktzyklus anschauen. Das MacBook Pro mit 15-Zoll-Display eignet sich dazu sehr gut. Apple aktualisierte es im Mai 2019 und stellte es schon im November 2019 wieder ein, um das 16"-Modell einzuführen. Dieses bot im Vergleich zum Vorgänger ein größeres Display, ein neues Magic Keyboard sowie ein überarbeitetes Soundsystem mit neuen Mikrofonen. Die Prozessoren übernahm man hingegen einfach. 

Es ist jedoch davon auszugehen, dass Apple das kleine Pro-Modell etwas anders behandeln wird und wohl nicht direkt ersetzt. Schon zuvor behielt Apple für Einsteiger alte Modelle bei, während größere Ausführungen neue Hardware erhielten. Dies geschah bei der Einführung der Touch-Bar-Modelle und auch bei der ersten 2020er Aktualisierung verbaut Apple weiterhin alte Prozessoren, während die High-End-Modelle mit Prozessoren der zehnten Generation ausgestattet werden. Apple macht damit schon jetzt Unterschiede und dies könnte auch weiterhin der Fall sein.

Es spricht also einiges dafür, dass Apple noch 2020 – spätestens aber Anfang 2021 – ein MacBook Pro mit 14-Zoll-Display auf den Markt bringt. Sollte man also aktuell mit einem Kauf liebäugeln, dann sollte man vielleicht überlegen, ob man nicht doch noch sechs Monate warten möchte.

Was meint ihr? Sollte man jetzt schon kaufen oder doch lieber auf das Modell mit größerem Display warten? 

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Auch ich bin der Auffassung, dass es im Herbst einerseits ein neues MacBook Pro 13" geben wird und anderseits das nun "neu" vorgestellte Einsteiger MacBook Pro zum gleichen Zeitpunkt aus dem Programm genommen werden wird.
Und des Weiteren bin ich der Überzeugung, dass eine neue Display-Technologie nicht die einzige Neuerung sein wird. Voraussichtlich im Spätsommer wird USB 4 / Thunderbolt 3 über Typ C-Stecker als Standard verabschiedet werden und dies wäre die Gelegenheit alle MacBooks auf den dann neuen und für die kommenden 5-10 "aktuellen" Standard zu heben. Zusätzlich ist auch anzunehmen, dass die interne Kamera auf 4K und andere Features, die wir vom iPhone oder dem iPad gewohnt sind, gehoben wird, um Pro-Ansprüchen genügen zu können. Zusätzlich dazu gibt es schon seit längerem Gerüchte / sogenannte Insider-Informationen, dass es evtl. auch MacBooks mit AMD Prozessoren und damit mit höherer Rechen- und Graphikleistung geben könnte. Auch das wäre es Wert in ein entsprechendes Produkt-Update mit aufzunehmen.
Gerade weil im Herbst all diese Komponenten in nennenswerter und gesicherter Menge durch die Zulieferer Bereit gestellt werden können und werden, ist davon auszugehen, dass Apple mit im Boot sein wird und diesen Zyklus bzw. Technologiewechsel mit macht und mit gestaltet.

Ich vermute – wenn Apple denn tatsächlich auf ARM umsteigt – könnte ein 14" Macbook mit Mini-LED, ARM-Prozessoren, minimalen schwarzen Display-Rändern, extrem langer Akkulaufzeit etc. schon zur WWDC im Juni ein erster Vorbote sein, der dem Wechsel zu ARM den Weg bereiten soll. Mit dem Ziel, uns Endkunden leuchtende Augen zu bescheren und Entwickler dadurch frühzeitig für die ARM-Mac-Plattform zu gewinnen.