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Für den Notfall

Smarter: Deutsche Forscher entwickeln Katastrophen-App, die ohne Mobilfunknetz auskommt

Kommt es zu einer größeren Katastrophe wie Erdbeben oder Überschwemmungen, dann ist häufig das Mobilfunknetz durch Notrufe überlastet oder aus technischen Gründen ganz ausgefallen. Forscher der TU Darmstadt haben über ein Projekt eine App entwickelt, die auch ohne Mobilfunkverbindung Kommunikation ermöglichen soll. Die ersten Test sind vielversprechend, es gibt aber noch einige Hürden zu überwinden. 

Der Grundgedanke der App Smarter ist einfach: Sollte im Falle einer Katastrophe kein Mobilfunknetz vorhanden sein, dann verbindet sich die App einfach über das im Smartphone integrierte WLAN-Modem mit Smartphones in der Umgebung (bis zu 200 Meter), die ebenfalls Smarter installiert haben. Die Nachricht wird dann immer weiter geleitet, ein Netzwerk aus den verschiedenen Geräten entsteht, die Kommunikation findet verschlüsselt statt. Die Nachricht wird solange weitergereicht, bis sie das Smartphone des gewünschten Empfängers erreicht hat. Im Notfall kann so Hilfe angefordert werden, oder Familie, Freunden und Nachbarn ein Lebenszeichen geschickt werden. Zusätzlich bietet die App auch Anleitungen und Verhaltensregeln, sowie eine Karte die angibt wo Hilfe benötigt wird, oder Nachbarn zum Beispiel Lebensmittel zur Verfügung stellen. 

Noch technische Probleme und keine iOS-Version

Ein erster Testlauf der App mit 125 Probanden verlieft bereits vielversprechend. Die App läuft flüssig, wurde als leicht bedienbar beschrieben und bietet tatsächlich eine Hilfestellung. Allerdings ist der Akkuverbrauch mit rund einem Prozent pro Minute noch viel zu hoch. Auch wenn eine iOS-Version in Planung ist, aktuell gibt es Smarter nur für Android-Geräte. Auch müssen für eine flächendeckende Verbreitung noch die Hersteller ins Boot geholt werden. Apple und Google verbieten eigentlich eine automatische WLAN-Verbindung zwischen Geräten, ohne das der Nutzer diese aktiv anstößt. Auch wer die App nach der Projektphase der TU Darmstadt weiter betreiben wird, ist bisher unklar. Die App wird aktuell noch vom Bundesministerium für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe gefördert.

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So eine App KANN nur aus Deutschland kommen...

Mal was gescheites! Was sinnvoll ist im Notfall.

gibt es doch schon alles in funktionierend...
z.B. Firechat: Instant-Messaging-Dienst, der seit April 2014 vom Hersteller Open Garden angeboten wird. Die Technik funktioniert begrenzt auch ohne Internet- oder Telefonverbindung. Dies geschieht über ein vermaschtes Netz, indem Geräte, auf denen das Programm installiert ist, über Bluetooth, WLAN oder Multipeer Connectivity von Apple ein dezentrales Netzwerk herstellen, über das die Nachrichten vom Sender zum Empfänger weitergereicht werden. Private Nachrichten erhalten eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.