Mit macOS Tahoe 26.4 warnt Apple nun aktiv Nutzende vor dem nahenden Ende der Rosetta 2-Unterstützung. Das Update zeigt beim Start von Apps, die noch auf die Übersetzungssoftware angewiesen sind, erstmals Hinweise an, dass diese Programme nach macOS 27 nicht mehr funktionieren werden.
- macOS Tahoe 26.4 zeigt beim Start von Rosetta 2-Apps Warnhinweise an, dass diese nach macOS 27 nicht mehr funktionieren werden.
- Apple beendet die Rosetta 2-Unterstützung weitgehend ab macOS 27, das im September 2026 erscheint – Ausnahmen gelten für ältere Spiele.
- macOS Tahoe ist die letzte Version mit Intel-Mac-Support, danach erhalten nur noch Apple Silicon-Macs neue Funktionen.
Warnhinweise für betroffene Anwendungen
Seit der Veröffentlichung von macOS Tahoe 26.4 erscheint beim Öffnen von Apps, die Rosetta 2 benötigen, ein Popup-Fenster. Diese Meldung informiert darüber, dass die jeweilige Anwendung nach dem Ende der Rosetta 2-Unterstützung nicht mehr lauffähig sein wird. Apple hatte bereits im Juni 2025 auf der WWDC angekündigt, dass macOS Tahoe die letzte Version sein wird, die Intel-basierte Macs unterstützt.
Die Übersetzungssoftware Rosetta 2 ermöglicht es seit 2020, Intel-Apps auf Apple Silicon-Macs auszuführen. Mit macOS 27, das im September 2026 erscheinen soll, endet diese Kompatibilitätsschicht weitgehend. Apple begann den Übergang zu eigenen Prozessoren mit der Einführung der M1-Macs im Jahr 2020 und vollendete die Transition drei Jahre später mit dem Apple Silicon Mac Pro.
Ausnahmen für ältere Spiele
Rosetta 2 ist eine Übersetzungssoftware von Apple, die es ermöglicht, für Intel-Prozessoren entwickelte Mac-Apps auf Apple Silicon-Macs auszuführen. Die Software übersetzt den Code in Echtzeit von der x86-Architektur in die ARM-Architektur der Apple-Chips. Apple führte Rosetta 2 im Jahr 2020 ein, um den Übergang von Intel- zu Apple-Prozessoren für Nutzende und Entwickelnde zu erleichtern.
Trotz des grundsätzlichen Endes von Rosetta 2 plant Apple einige Ausnahmen. Ältere, nicht mehr gewartete Spieletitel sollen weiterhin mit Rosetta funktionieren. Auch Software, die Intel-Binärdateien in Linux-VMs ausführt, wird über macOS 27 hinaus unterstützt. Zudem könnten künftige Sicherheitsupdates für die Übersetzungssoftware bereitgestellt werden.
Die Warnmeldungen in macOS Tahoe 26.4 geben Entwickelnden und Nutzenden damit ausreichend Zeit, sich auf die Umstellung vorzubereiten. Apps müssen für Apple Silicon optimiert werden, um auch nach dem Ende der Rosetta 2-Unterstützung nutzbar zu bleiben.
Das Ende einer Ära
Mit macOS 27 endet endgültig die Intel-Ära auf dem Mac. Fünf Jahre nach der Einführung von Apple Silicon und zwei Jahre nach dem vollständigen Produktlinien-Übergang zieht Apple einen klaren Schlussstrich. Die letzten Intel-Macs, die macOS Tahoe unterstützen, sind unter anderem das MacBook Pro von 2019, der iMac von 2020 und der Mac Pro von 2019.
Für Intel-Mac-Besitzende bedeutet dies: Wer auch künftig neue macOS-Funktionen nutzen möchte, kommt um einen Umstieg auf Apple Silicon nicht herum. Sicherheitsupdates sollen Intel-Macs zwar noch drei Jahre nach macOS Tahoe erhalten, neue Features bleiben aber Apple Silicon-Macs vorbehalten.








