Das MacBook Neo könnte für Apple erfolgreicher laufen als ursprünglich geplant. Laut dem bekannten Supply-Chain-Analysten Ming-Chi Kuo soll Apple die für 2026 vorgesehenen Liefermengen nach dem Start des Notebooks deutlich erhöht haben.
Beide bieten 27 Zoll und 5K, zwischen ihnen liegen aber 700 Euro Preisunterschied. Was der BenQ besser kann, was er vermisst lässt und für wen er die richtige Wahl ist: unser ausführlicher Test.
- Apple soll die geplanten Liefermengen des MacBook Neo für 2026 erhöht haben.
- Laut Ming-Chi Kuo sei das Ziel von 5 Millionen auf 10 Millionen Geräte gestiegen.
- Das MacBook Neo startet in den USA bei 599 US-Dollar.
- Apple sieht laut Tim Cook eine Nachfrage über den eigenen Erwartungen.
- Ein Nachfolger mit A19 Pro und 12 GB RAM wird für 2027 erwartet.
Kuo zufolge habe Apple das ursprüngliche Ziel von 5 Millionen Geräten auf 10 Millionen Geräte verdoppelt. Die Anpassung soll nach dem Marktstart im März erfolgt sein. Offiziell bestätigt ist diese Produktionsänderung allerdings nicht.
Apple selbst hatte sich zuletzt ungewöhnlich positiv zur Nachfrage geäußert. CEO Tim Cook sagte bei der jüngsten Zahlenvorlage Ende April, die Resonanz auf das MacBook Neo liege über den Erwartungen. Das Gerät habe demnach auch dazu beigetragen, eine Rekordzahl neuer Mac-Käuferinnen und -Käufer zu erreichen.
Günstiger Einstieg in die MacBook-Welt
Das MacBook Neo ist Apples bislang günstigstes MacBook. In den USA startet das Notebook bei 599 US-Dollar, für Studierende liegt der Einstiegspreis bei 499 US-Dollar. Hierzulande ruft Apple 699 Euro regulär und 599 Euro für qualifizierte Bildungseinrichtungen auf. Damit positioniert Apple das Modell klar unterhalb des MacBook Air und spricht Käufer an, die bisher eher zu günstigeren Windows-Notebooks gegriffen hätten.
Technisch setzt das Gerät auf den A18 Pro, einen Chip aus Apples iPhone-Familie. Das ist ein auffälliger Unterschied zu den MacBook-Air- und MacBook-Pro-Modellen, die auf Apples M-Chips basieren.
Der A18 Pro ist ein Apple-Chip aus der iPhone-Familie. Im MacBook Neo würde Apple damit keinen klassischen M-Chip einsetzen, sondern eine Plattform nutzen, die ursprünglich für mobile Geräte entwickelt wurde. Entscheidend sind dabei Effizienz, Akkulaufzeit und ausreichende Leistung für typische Alltagsaufgaben.
Auch der PC-Markt reagiert
Dem Bericht zufolge sieht sich inzwischen auch die Windows-Konkurrenz stärker unter Druck. Dell hat auf der Computex gerade ein überarbeitetes XPS 13 vorgestellt, das bei 699 US-Dollar startet und unter anderem mit Touchscreen sowie beleuchteter Tastatur gegen das MacBook Neo positioniert wird.
Dass Apple mit einem günstigeren MacBook neue Zielgruppen erreicht, wäre strategisch relevant. Der Mac war lange stärker im Premiumsegment verankert. Ein erfolgreicheres Einstiegsmodell könnte Apple helfen, Marktanteile bei Nutzern zu gewinnen, die bislang aus Preisgründen keinen Mac gekauft haben.
Nachfolger offenbar bereits geplant
Für das kommende Jahr wird bereits ein MacBook Neo der zweiten Generation erwartet. Dieses soll laut früheren Angaben mit einem A19 Pro und 12 GB Arbeitsspeicher erscheinen. Auch diese Informationen sind bislang nicht offiziell bestätigt.
Sollten Kuos Angaben zutreffen, hätte Apple die Nachfrage nach dem MacBook Neo anfangs spürbar unterschätzt. Gleichzeitig würde das Modell zeigen, dass ein niedrigerer Einstiegspreis im Mac-Segment für Apple neue Spielräume eröffnet – ohne zwingend die klassische MacBook-Air-Reihe zu ersetzen.

Auch beim Preis hätte ich eher damit gerechnet, dass Apple den offiziellen Einstiegspreis zwar hoch hält, das Gerät aber über Dritthändler wie Amazon regelmäßig spürbar günstiger in den Markt drückt. Diese Einschätzung war offenbar zu sehr durch die Nerd-Brille geprägt. Für viele Nutzerinnen und Nutzer zählt nicht die perfekte Spezifikationstabelle, sondern ein bezahlbares MacBook, das zuverlässig funktioniert und den Einstieg ins Apple-Ökosystem ermöglicht.
Für Apple ist der Erfolg ein gutes Signal. Das Unternehmen scheint hier zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen zu sein – vor allem aber mit dem richtigen Produkt. Ein günstigeres MacBook muss nicht jeden Technik-Enthusiasten überzeugen, um am Markt zu funktionieren. Genau diese Erfahrung sollte Apple für künftige Mac-Modelle mitnehmen.







