COVID-19

Ihr Mac im Kampf gegen das Corona-Virus

Mit ungenutzten CPU-Ressourcen ihres Macs können Nutzer nun helfen, ein Heilmittel für COVID-19 zu finden. Das System ist bereits von der Aliensuche SETI@Home bekannt.

Von   Uhr

Wer seinen Mac für das Surfen im Internet und Office-Programme nutzt, der reizt die Hardware damit meist kaum aus. Diese nicht genutzte Rechenressourcen können nun im Kampf gegen Corona eingesetzt werden. Dazu ist ein kostenloses Programm erforderlich, dass dem Mac Rechenaufgaben zum Falten von Proteinen zuweist.

Die Berechnung geschieht im Hintergrund und ohne zutun des Nutzers. Eine ähnliche Funktion wird schon seit über 20 Jahren genutzt, um wissenschaftlichen Projekten mit hohem Ressourcenbedarf Rechenzeit zu verschaffen. Eine solches Projekt war beispielsweise SETI@Home, welches nach Signalen von Aliens suchte. Es wurde mittlerweile eingestellt.

Mit dem Mac Proteine falten

Dieses sogenannte verteilte Rechnen gibt es auch zur Erforschung von Heilmitteln für Krankheiten. Es heißt Folding@Home (FAH) und bezieht sich auf das Ausprobieren von gefalteten Proteinen, die an die Strukturen eines Virus andocken müssen, um ihn außer Gefecht zu setzen. Dies ist auch ein Schlüssel zur Bekämpfung des Corona-Virus, das mittlerweile fast in jedem Land der Erde grassiert und schon für mehr als 4.000 Tote gesorgt hat.

FAH wurde schon früher eingesetzt, um Krebsarten, neurologischen Krankheiten und Infektionskrankheiten zu bekämpfen. Wie erfolgreich das war, ist nicht bekannt.

Die Projektverantwortlichen schreiben: „Wenn Sie Folding@Home herunterladen, können Sie Ihre ungenutzten Rechenressourcen dem Folding@home-Konsortium spenden, in dem Forscher daran arbeiten, unser Verständnis der Strukturen potentieller Arzneimittelziele für 2019-nCoV zu verbessern, die bei der Entwicklung neuer Therapien helfen könnten. Die Daten, die wir mit Ihrer Hilfe generieren, werden schnell und offen im Rahmen einer offenen wissenschaftlichen Zusammenarbeit mehrerer Laboratorien auf der ganzen Welt verbreitet und geben den Forschern neue Instrumente an die Hand, die neue Möglichkeiten zur Entwicklung lebensrettender Medikamente eröffnen können.“

Die App erfordert mindestens einen Mac mit einem Core-2-Duo-Prozessor und MacOS 10.6. Wenn Sie selbst das Projekt mit Ihrem unterstützen möchten, können Sie die App hier herunterladen: 

► Folding@Home App für macOS

Mehr zu diesen Themen:

Diskutiere mit!

Hier kannst du den Artikel "Ihr Mac im Kampf gegen das Corona-Virus" kommentieren. Melde dich einfach mit deinem maclife.de-Account an oder fülle die unten stehenden Felder aus.

Ich habe das nun installiert und seit einiger Zeit höre ich deutlich den Lüfter laufen, den ich sonst noch nie gehört habe. iMac Core i7 3,1 GHz mit 16 GB RAM aus 2013. Scheint ja heftig was abzulaufen im Hintergrund. Weiß nun nicht, ob ich das gut finde... Hmmm....

Du kannst einstellen wieviel Rechenzeit von deinem Rechner genutzt wird. Also z.b. 1, oder 2 ... Prozessoren etc.

Warum stellen Giganten wie Google, IBM, Microsoft und Co. nicht ihre Rechenleistungen kostenlos zur Verfügung? IBM hat doch auch den Qantencomputer - den könnte man doch auch damit beauftragen. Die machen sich doch auch sonst die Taschen voll, dann sollen sie auch mal was für die Menschheit tun.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.