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Mac Catalyst: Apple möchte Entwickler bei App-Portierungen besser unterstützen

Vor rund zwei Wochen veröffentlichte Apple macOS Catalina für den Mac. Mit dem großen Update macht es das Unternehmen möglich, dass App-Entwickler mit vergleichsweise wenig Aufwand iPad-Apps auf den Mac portieren können. Dadurch ist beispielsweise Twitter wieder zurück Mac. Allerdings gibt es nicht zu Vorzeigebeispiele wie Twitter, sodass Apple nun eine bessere Unterstützung für die Entwickler versprach.

Auf der WWDC kündigte Apple an, dass man eine neue Funktion namens „Mac Catalyst“ in macOS Catalina einführen wird. Damit erhalten Entwickler die Möglichkeit Apps vom iPad für den Mac umsetzen, ohne dass die komplette App neu geschrieben werden muss. Wie erste Berichte zeigen, sind die Ergebnisse bislang sehr durchwachsen. Von ausgezeichneten Apps wie Twitter oder Post-it über schlechte Spieleports ist im Mac App Store bereits einiges zu finden. In einigen Fällen haben Entwickler kaum Anpassungen vorgenommen, sodass die Eigenheit des Macs nicht berücksichtigt werden, sodass bei manchen Spielen beispielsweise Maus und Tastatur nicht richtig unterstützt werden.

Mac Catalyst: Apple will Entwicklern helfen

Wie Apple nun gegenüber CNET bekanntgab, ist man sich den Schwierigkeiten der Anfangsphase bewusst und hat daraus bisher einiges lernen können. Todd Benjamin, Apples macOS-Produktmarketingleiter, sagt dazu, dass man mit Mac Catalyst Entwicklern eine ordentliche Grundlage bietet, um schnell in das Mac-Ökosystem zu starten und damit die Nutzergruppe zu erweitern, die man zuvor nicht erreichen konnte. Gleichzeitig erhalten Nutzer eine größere Auswahl an Apps für den Mac.

Nachdem nun der erste Rauch verflogen ist, schaute man sich laut Benjamin das frühe Feedback der Entwickler genauer an. Die gesammelten Daten sollen nun dabei helfen, dass man die Entwickler zukünftig mit zusätzlichen Ressourcen und besserer Unterstützung zu „erstaunlichen Mac-Erlebnissen“ verhelfen möchte.

Eine große Zeitersparnis für Entwickler

CNET sprach nicht nur mit Apple über Mac Catalyst, sondern konnte auch mit den Entwickler des PDF Viewers sprechen. Dem CEO Peter Steinberger zufolge konnte sein Team die App mit Catalyst innerhalb von drei Monaten für den Mac umsetzen. Laut ihm hätte der Prozess ohne Apples neues Feature zwei bis drei Jahre in Anspruch genommen. Für ihn ist es daher eine „extrem aufregende Technologie“ von der er glaubt, dass sie „viele Apps mehr auf den Mac bringen wird“. 

Schon kurz nach dem Start von macOS Catalina äußerte sich der Entwickler Steve Troughton-Smith zu Catalyst und gab an, dass Apple beim Startschuss für die Portierungen wichtige Funktionen außen vor ließ. Demnach gibt es keine Plattform-übergreifenden Käufe wie es beim iPhone und iPad der Fall ist. Nutzer müssen zweimal in die Tasche greifen, um ein kostenpflichtige App auf allen Geräten zu verwenden. 

Noch steckt Mac Catalyst in der Anfangsphase und Apple versprach bereits Verbesserungen für Entwickler und damit auch für die Nutzer. Es bleibt spannend zu sehen, welche Entwickler die zusätzliche auf sich nehmen und großartige Apps auf den Mac portieren. 

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