Patentiert

Apple experimentiert mit iPhone aus Glas und Rundum-Touchscreen

Hin und wieder kommen interessante Experimente von Apple ans Licht, die aber vermutlich nie den Weg in ein fertiges Produkt finden werden. Ein aktuelles Beispiel ist ein iPhone aus Glas mit einem 360-Grad-Touchscreen.

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Durch das amerikanische Patentamt ist ein neues Projekt publik geworden, an dem Apple forscht. Bei US-Patentnummer 20200057525 handelt es sich um ein „elektronisches Gerät mit Glasgehäuse“ – letzteres bedeutet, dass tatsächlich alle sechs Seiten aus Glas sind. Aktuell sind es beim iPhone zwei Seiten, während die anderen Seiten aus Edelstahl gefertigt sind. Dem Patent zufolge soll das Gerät den Anschein erwecken, als ob es aus einem Stück Glas gefertigt sei, obwohl es aus mehreren Glasteilen bestehen könnte. Durch die zusätzlichen Glasflächen soll das Gerät jenseits einer außergewöhnlichen Optik aber auch neue Funktionen erhalten.

Ein iPhone mit gigantischem Touchscreen

Durch das Glasgehäuse hat das beschriebene neuartige Smartphone den Vorteil, dass alle Seiten mit verschiedenen Funktionen belegt werden können. Wie man im Patent ausführt, könnte damit auch die Rückseite als Display dienen, das von hinten und/oder den Seiten sichtbar ist und zusätzliche Informationen liefert und darüber hinaus sogar via Touch bedient werden könnte.

(Bild: Apple)

Letzteres würde Tasten in Hardware, etwa die Lautstärkenregler, obsolet machen, sie könnten durch Softwarelösungen ersetzt werden. Es ist auch denkbar, dass Features vom iOS-Kontrollzentrum auf die Kanten eines Glas-iPhones verlagert werden könnten, um so einen schnelleren Zugriff zu erlauben. Auf einem der Bilder sieht man etwa, dass auf dem Rahmen der Flugmodus oder Netzwerk-Steuerung abgelegt sind. 

Interessant ist insbesondere die obere und untere Gerätekante, die in dem Patent Informationen wie etwa die Komplikationen der Apple Watch anzeigen kann und damit über Aktienkurse, Wetter und mehr zu informieren vermag. Allerdings soll es Einschränkungen bei der Bedienung geben, sodass nicht alle Bereiche auf Touch-Eingaben reagieren, beispielsweise um das unbeabsichtigte Ausführen von Aktionen zu verhindern. 

Grundsätzlich ein interessantes Konzept, aber eine Frage stellt sich: Was passiert, wenn das Display mal kaputtgeht?

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