Apple hat mit dem iPhone Duo sein erstes faltbares Smartphone vorgestellt. Das neue Modell lässt sich wie ein Buch aufklappen und kombiniert ein vergleichsweise kompaktes Außendisplay mit einem deutlich größeren Bildschirm auf der Innenseite. In Deutschland startet das iPhone Duo bei 2.299 Euro.
- Apples erstes faltbares iPhone
- 5,4-Zoll-Außendisplay und 7,6-Zoll-Innendisplay
- A20 Pro und zwei 48-Megapixel-Kameras
- Speicher von 256 GB bis 2 TB
- In Deutschland ab 2.299 Euro
Zwei Displays mit bis zu 3.000 Nits
Im geschlossenen Zustand steht ein 5,4 Zoll großes Super-Retina-XDR-Display zur Verfügung. Apple zufolge bietet es rund 90 Prozent der Bildschirmfläche eines iPhone 18 Pro. Nach dem Aufklappen wächst die verfügbare Fläche auf 7,6 Zoll. Damit ist das Innendisplay laut Hersteller 50 Prozent größer als das Display des iPhone 18 Pro Max.
Beide Panels unterstützen ProMotion, Always-On und erreichen im Freien eine Spitzenhelligkeit von bis zu 3.000 Nits. Apple versieht das innere Display außerdem mit einer Nanotextur-Oberfläche, die Reflexionen reduzieren und gleichzeitig die Falz weniger sichtbar machen soll.
Eine Vapor Chamber ist ein flaches Kühlsystem, das Wärme mithilfe einer verdampfenden und wieder kondensierenden Flüssigkeit verteilt. Dadurch kann die Abwärme eines Prozessors über eine größere Fläche abgeführt werden. Bei Smartphones hilft das vor allem dabei, die Leistung unter längerer Belastung stabiler zu halten.
Beim Design setzt Apple auf Titan der Güteklasse 5. Das Scharnier besteht aus mehr als 100 Komponenten und soll das Display im aufgeklappten Zustand zusätzlich stützen. Die Rückseite wird durch Ceramic Shield geschützt, auf dem Außendisplay kommt Ceramic Shield 2 zum Einsatz. Wasser und Staub sollen dem Smartphone entsprechend der Schutzklasse IP68 nichts anhaben können.
Apple Pencil kommt später
Das iPhone Duo lässt sich nicht nur mit den Fingern bedienen. Im weiteren Verlauf des Jahres soll auch der Apple Pencil mit USB-C unterstützt werden. Dieser lässt sich laut Apple auf beiden Displays zum Schreiben, Zeichnen und Markieren von Dokumenten verwenden.
Anders als bei den aktuellen klassischen iPhones setzt Apple beim Duo zudem auf Touch ID. Der Fingerabdrucksensor befindet sich in der Seitentaste und funktioniert unabhängig davon, ob das Smartphone geöffnet oder geschlossen ist.
A20 Pro und neue Kühlung
Im Inneren arbeitet der A20 Pro, den Apple auch in seinen neuen Pro-iPhones einsetzt. Der Chip wird im 2-Nanometer-Verfahren gefertigt und besitzt eine CPU mit sechs sowie eine GPU mit sieben Kernen.
Apple kombiniert den Prozessor im iPhone Duo mit einer speziell entwickelten Vapor Chamber. Das Kühlsystem soll insbesondere bei längerer hoher Belastung dafür sorgen, dass der Chip seine Leistung besser halten kann. Nach Herstellerangaben liegt die dauerhaft abrufbare Leistung bis zu 35 Prozent über der des iPhone 17 Pro.
Das Betriebssystem wurde ebenfalls an die größere Bildschirmfläche angepasst. iOS 27.1 kann auf dem inneren Display erstmals zwei iPhone-Apps nebeneinander darstellen. Mit Split View lassen sich beispielsweise zwei verschiedene Apps oder zwei Fenster derselben Anwendung parallel öffnen. App-Paare können gespeichert und später erneut aufgerufen werden.
Apps von Drittanbietern können das faltbare Format ebenfalls nutzen. Apple nennt unter anderem Netflix, Zoom und Slack als Beispiele für bereits angepasste Anwendungen.
Zwei 48-Megapixel-Kameras
Auf der Rückseite verbaut Apple zwei Kameras mit jeweils 48 Megapixeln. Die Hauptkamera bietet zusätzlich einen zweifachen Bildausschnitt in laut Apple optischer Qualität. Dazu kommt eine Ultraweitwinkelkamera, die auch für Makroaufnahmen genutzt werden kann.
Das zweite Display eröffnet dabei einige Möglichkeiten, die klassische iPhones nicht bieten. Beim Fotografieren mit den rückseitigen Kameras kann das Motiv beispielsweise auf dem Außendisplay eine Live-Vorschau sehen. Selfies lassen sich dadurch ebenfalls mit der höher auflösenden Hauptkamera aufnehmen.
Videos zeichnet die Hauptkamera mit bis zu 4K und 120 Bildern pro Sekunde in Dolby Vision auf. Das faltbare Gehäuse kann zudem teilweise aufgeklappt auf einer Oberfläche abgestellt werden, sodass für bestimmte Aufnahmen kein separates Stativ erforderlich ist.
Zwei Akkus und bis zu 44 Stunden Videowiedergabe
Apple verteilt den Akku auf beide Gehäusehälften. Wie groß die Gesamtkapazität ausfällt, nennt das Unternehmen nicht. Stattdessen macht Apple wie gewohnt Angaben zur möglichen Videowiedergabe.
Mit dem inneren Bildschirm sollen bis zu 31 Stunden möglich sein, mit dem Außendisplay bis zu 44 Stunden. Bei einer laut Apple gleichmäßigen Nutzung beider Displays nennt der Hersteller bis zu 24 Stunden Laufzeit pro Ladung.
Per Kabel soll sich der Akku innerhalb von ungefähr 20 Minuten auf 50 Prozent laden lassen. Mit einem kompatiblen MagSafe- oder Qi2-Ladegerät sollen 50 Prozent kabellos nach rund 30 Minuten erreicht werden.
Nur noch eSIM
Beim iPhone Duo verzichtet Apple weltweit auf einen Steckplatz für physische SIM-Karten. Das Smartphone arbeitet ausschließlich mit eSIM. Der dadurch gewonnene Platz soll unter anderem den Akkus zugutekommen.
Für drahtlose Verbindungen verbaut Apple seinen N1-Chip, der Wi-Fi 7, Bluetooth 6 und Thread unterstützt. Hinzu kommt das neue C2-Mobilfunkmodem.
Ab 2.299 Euro in Deutschland
Das iPhone Duo wird mit 256 GB, 512 GB, 1 TB und 2 TB Speicher angeboten. Käufer können zwischen den Farben Star White und Night Sky wählen.
In Deutschland beginnt der Preis bei 2.299 Euro. Vorbestellungen nimmt Apple ab Freitag, dem 16. Oktober, entgegen. Die Auslieferung und der reguläre Verkauf starten eine Woche später, am 23. Oktober. Das iPhone Duo wird mit iOS 27.1 ausgeliefert.
Mit dem Duo betritt Apple vergleichsweise spät einen Markt, in dem Hersteller wie Samsung, Google, Honor und andere bereits mehrere Foldable-Generationen angeboten haben. Apple setzt dabei weniger auf ein grundsätzlich neues Gerätekonzept als auf die Integration eines faltbaren Displays in die bestehende iPhone-Plattform. Besonders die Anpassungen von iOS und die Unterstützung von zwei Apps nebeneinander könnten dabei einen spürbaren Unterschied gegenüber bisherigen iPhones darstellen.









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Wird das Duo auch Apple Pay ermöglichen? Falls ja, wie wird man sich authentifizieren können da es ja kein FaceID geben wird?
Das wird mit Touch ID gehen, genauso wie bei den iPhones vor Erfindung des Face ID.
Wie wird Apple Pay funktionieren (kein FaceID)?
Touch ID ,wie sonst
wie wird apple pay funktionieren? was für eine frage,Touch ID ,was sonst….LG.Markus
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