- Der chinesische Leaker Fixed Focus Digital behauptet, Apple wird im Herbst 2026 eine zweite iPhone Air Generation mit kleineren Updates vorstellen.
- The Information berichtete hingegen von einer Verschiebung bis 2027 wegen enttäuschender Verkaufszahlen und plant angeblich ein umfassendes Redesign.
- Bloomberg-Journalist Mark Gurman widerspricht beiden Berichten und erwartet ein aktualisiertes Modell erst im Frühjahr 2027 mit Fokus auf einen Zwei-Nanometer-Chip.
Die Zukunft des iPhone Air bleibt umstritten – ein chinesischer Leaker behauptet, dass Apple im Herbst 2026 eine zweite Generation des ultradünnen Modells vorstellen wird. Die Aktualisierung soll nur kleinere Verbesserungen bringen und als „routinemäßiges Upgrade“ zu verstehen sein. Frühere Berichte hatten noch eine Verschiebung bis 2027 prognostiziert.
Widersprüchliche Gerüchte zur iPhone Air Roadmap
Die Gerüchteküche rund um das iPhone Air brodelt – und die verschiedenen Quellen widersprechen sich teilweise fundamental. Der auf Weibo aktive Leaker „Fixed Focus Digital“ behauptet nun, dass Apple trotz anderslautender Berichte eine zweite Generation des iPhone Air noch in diesem Jahr auf den Markt bringen wird. Die Information stamme direkt aus der Produktionslinie, so der Insider.
Diese Aussage steht im direkten Widerspruch zu einem Bericht von The Information aus dem November, der von einer Verschiebung bis 2027 sprach. Als Grund wurden angeblich enttäuschende Verkaufszahlen der ersten iPhone Air Generation genannt. Derselbe Bericht spekulierte, Apple könnte die gewonnene Zeit für ein umfassenderes Redesign nutzen – inklusive einer zweiten Rückkamera, leichterem Gehäuse, Vapor-Chamber-Kühlung und größerer Batteriekapazität.
Gurman widerspricht Verzögerungsberichten
Bloomberg-Journalist Mark Gurman meldete sich kurz nach Veröffentlichung der Verzögerungsberichte zu Wort und stellte die Darstellung infrage. Seinen Quellen zufolge gab es nie eine Verzögerung, weil das iPhone Air 2 von Anfang an nicht für 2026 eingeplant gewesen sei. Die Namensgebung „iPhone Air“ – ohne Jahreszahl wie bei der regulären iPhone-Reihe – deute bereits darauf hin, dass Apple das Gerät nicht an einen jährlichen Veröffentlichungszyklus binden wolle.
Gurman geht davon aus, dass ein aktualisiertes Air-Modell möglicherweise im Frühjahr 2027 erscheinen könnte, gemeinsam mit dem Standard-iPhone 18 und dem iPhone 18e. Diese Strategie würde zu Apples neuem Ansatz passen, iPhone-Veröffentlichungen über das Jahr zu verteilen, statt alle Modelle gleichzeitig im Herbst zu präsentieren.
Die Nanometer-Angabe beschreibt die Strukturgröße der Transistoren auf einem Prozessor-Chip. Je kleiner diese Strukturen sind, desto mehr Transistoren passen auf die gleiche Fläche, was die Leistung steigert und gleichzeitig den Energieverbrauch senkt. Ein Zwei-Nanometer-Chip ist deutlich effizienter als aktuelle Fünf- oder Drei-Nanometer-Prozessoren und würde beim iPhone Air vor allem die Akkulaufzeit verbessern, ohne das schlanke Design zu beeinträchtigen.
Fokus auf Effizienz statt Design-Revolution
Laut Gurmans Informationen liegt der Hauptfokus der zweiten iPhone Air Generation auf einem Wechsel zu einem Zwei-Nanometer-Chip. Diese technologische Verbesserung soll vor allem die Akkulaufzeit des ultradünnen Geräts verlängern – ein kritischer Punkt angesichts der Platzbeschränkungen durch das schlanke Gehäuse. Größere strukturelle Änderungen am Design seien hingegen nicht geplant.
Der chinesische Leaker spricht ebenfalls von „sehr geringen Änderungen“ und bezeichnet das Update als „im Grunde ein routinemäßiges Upgrade“. Diese Einschätzung würde zu Gurmans Informationen passen, steht aber im Widerspruch zu den umfangreichen Redesign-Plänen, über die The Information berichtete.
Glaubwürdigkeit des Leakers
Fixed Focus Digital hat in der Vergangenheit durchaus korrekte Vorhersagen getroffen. Der Leaker kündigte beispielsweise die Bezeichnung „iPhone 16e“ für das ehemalige iPhone SE 4 bereits vor der offiziellen Vorstellung an. Diese Trefferquote verleiht den aktuellen Behauptungen eine gewisse Glaubwürdigkeit.
Dennoch bleibt die Situation unübersichtlich. Die unterschiedlichen Berichte könnten auf verschiedene Entwicklungsstadien oder interne Diskussionen bei Apple hindeuten. Möglicherweise experimentiert das Unternehmen mit verschiedenen Szenarien für die Produktstrategie des iPhone Air.
Herausforderungen des ersten iPhone Air
Das erste iPhone Air brachte mit seiner Dicke von nur 5,5 Millimetern und einem Gewicht von 145 Gramm neue Maßstäbe für schlanke Smartphones. Diese extremen Abmessungen erforderten jedoch Kompromisse – insbesondere bei der Batteriekapazität. Apple setzte auf eine „revolutionäre“ Batterietechnologie, die trotz begrenztem Platzangebot möglichst viel Energie speichern sollte.
Die eSIM-Technologie des iPhone Air führte in China zu regulatorischen Problemen. Die Markteinführung musste dort verzögert werden, da die Genehmigung für die eingebettete SIM-Karte noch ausstand. Solche Hürden könnten Apples Planungen für nachfolgende Modelle beeinflussen.
Ausblick auf mögliche Herbst-Präsentation
Falls sich die Behauptung des Leakers bewahrheitet, würde Apple das iPhone Air 2 vermutlich gemeinsam mit den iPhone 18 Pro Modellen im Herbst vorstellen. Gerüchten zufolge könnte bei dieser Veranstaltung auch ein faltbares iPhone debütieren – ein Formfaktor, bei dem Apple bisher hinter der Konkurrenz zurückliegt.
Die Wahrscheinlichkeit für eine Herbst-Präsentation erscheint angesichts der widersprüchlichen Berichte jedoch fraglich. Gurmans Einschätzung einer Frühjahrs-Veröffentlichung 2027 wirkt aufgrund seiner üblicherweise zuverlässigen Quellen plausibler. Letztlich bleibt abzuwarten, welche Strategie Apple tatsächlich verfolgt – und ob das Unternehmen überhaupt öffentlich Stellung zu den Spekulationen beziehen wird.







