Der üblicherweise gut informierte Lieferkettenanalysten Ming-Chi Kuo berichtet, dass Apple beim iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max eine neue Hauptkamera mit variabler Blende einplanen soll. Das entsprechende Linsensystem soll Apple demnach rund 50 Prozent mehr kosten als die derzeit verwendete Kameraeinheit.
- Apple soll beim iPhone 18 Pro eine variable Blende planen
- Das neue Kameraelement soll rund 50 Prozent teurer sein
- Betroffen wären dem Bericht zufolge iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max
- Die Technik könnte mehr Kontrolle über Licht und Schärfentiefe bringen
- Offiziell bestätigt ist das Kamera-Upgrade bislang nicht
Variable Blende für mehr Kontrolle
Konkret geht es um die Hauptkamera der kommenden Pro-Modelle. Während die iPhone-Pro-Modelle seit dem iPhone 14 Pro auf eine feste Blende setzen, soll Apple beim iPhone 18 Pro erstmals eine mechanisch verstellbare Öffnung nutzen. Damit ließe sich steuern, wie viel Licht auf den Sensor trifft. Außerdem könnte Apple mehr Spielraum bei Belichtung und Schärfentiefe bekommen.
Eine variable Blende verändert die Größe der Öffnung im Objektiv. Dadurch kann die Kamera mehr oder weniger Licht auf den Sensor lassen. Bei Smartphones könnte das helfen, Belichtung und Schärfentiefe flexibler zu steuern.
Eine solche Technik ist bei Smartphones nicht neu, im iPhone wäre sie aber ein relevanter Schritt. Gerade bei kleinen Smartphone-Sensoren bleibt offen, wie groß der sichtbare Vorteil im Alltag tatsächlich ausfällt. Für Apple könnte die variable Blende dennoch interessant sein, weil sie der Kamera mehr optische Flexibilität gibt – statt ausschließlich auf Softwareverarbeitung zu setzen.
Teureres Bauteil, unklare Folgen für den Preis
Laut Kuo soll der durchschnittliche Verkaufspreis des neuen Kameraelements rund 50 Prozent über dem Preis der aktuellen Sieben-Elemente-Kunststofflinse liegen. Das bedeutet nicht automatisch, dass Apple die iPhone-Preise entsprechend erhöht. Höhere Komponentenpreise können aber den Spielraum bei Marge, Ausstattung oder Endkundenpreis beeinflussen.
Als Zulieferer nennt der Bericht unter anderem Sunny Optical. Das Unternehmen soll demnach zwischen 40 und 50 Prozent der Bestellungen übernehmen. Außerdem soll Sunny Optical für Apple künftig auch bei weiteren Kameramodulen eine größere Rolle spielen.
Start wohl erst im Herbst 2026
Das iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max werden derzeit für den Herbst 2026 erwartet. Da es sich um einen Lieferkettenbericht handelt, sind die Angaben nicht offiziell bestätigt. Apple selbst hat sich bislang wie üblich nicht zu den Kameraplänen der nächsten iPhone-Generation geäußert.
Sollte der Bericht zutreffen, wäre die variable Blende eines der auffälligeren Kamera-Upgrades der kommenden Pro-Modelle. Entscheidend wird allerdings sein, ob Apple daraus in der Praxis sichtbare Vorteile bei Fotos und Videos ziehen kann.

Der Kostenhinweis ist dennoch wichtig: Ein um rund 50 Prozent teureres Linsensystem klingt deutlich, sagt aber noch nichts über den späteren iPhone-Preis aus. Apple kann höhere Komponentenkosten über Margen, andere Bauteile oder Modellabstufungen auffangen. Für Nutzerinnen und Nutzer zählt am Ende weniger die technische Lösung als die Frage, ob der Unterschied bei Fotos und Videos sichtbar wird.







