Apple arbeitet offenbar an einer neuen Schutzfunktion für die Nachrichten-App. In der fünften Beta von iOS 26.6 wurden Hinweise auf eine Warnmeldung entdeckt, die bei einer potenziell schädlichen iMessage erscheinen soll. Öffentlich aufgetaucht ist die Funktion bislang jedoch noch nicht.
- iOS 26.6 soll potenziell schädliche iMessages erkennen
- Die Warnung wurde im Code der fünften Beta entdeckt
- Verdächtige Nachrichten könnten freiwillig an Apple gemeldet werden
- Welche Inhalte die Funktion auslösen, ist noch unbekannt
- Eine Veröffentlichung mit der finalen Version ist nicht bestätigt
Warnung vor möglichen Angriffen
Der im Systemcode hinterlegte Hinweis trägt sinngemäß die Bezeichnung „Schädliche Nachricht erkannt“. Er soll Nutzer darüber informieren, dass eine empfangene Nachricht möglicherweise das iPhone beschädigen oder persönliche Daten gefährden könnte.
Anschließend sollen mehrere Optionen zur Auswahl stehen. Nutzer könnten die verdächtige Nachricht an Apple übermitteln, die Entscheidung zunächst aufschieben oder eine Meldung vollständig ablehnen. Apple würde eingesandte Inhalte dem Hinweis zufolge untersuchen und für die Verbesserung künftiger Schutzmaßnahmen verwenden.
Noch ist unklar, welche Nachrichten die Warnung auslösen. Denkbar wäre, dass Apple damit sowohl auf ausgefeilte Phishing-Versuche als auch auf technische Angriffe über präparierte Nachrichten reagieren möchte. Ob die Erkennung vollständig auf dem Gerät erfolgt und welche Daten bei einer Meldung übertragen werden, geht aus den bislang bekannten Informationen nicht hervor.
Zusätzlicher Schutz für iMessage
Apple hatte die Nachrichten-App bereits mit mehreren Sicherheitsmechanismen ausgestattet. Dazu gehört unter anderem das mit iOS 14 eingeführte „BlastDoor“-System, das eingehende Inhalte in einer besonders abgeschotteten Umgebung verarbeitet. Dennoch gelang es Angreifern in der Vergangenheit, solche Schutzmaßnahmen mit sogenannten Zero-Click-Exploits zu umgehen.
Ein Zero-Click-Exploit nutzt eine Sicherheitslücke aus, ohne dass das Opfer einen Link öffnen oder eine andere Aktion ausführen muss. Unter Umständen genügt bereits der Empfang einer präparierten Nachricht.
Bei einem Zero-Click-Angriff ist keine aktive Handlung des Opfers erforderlich. Bereits der Empfang einer manipulierten Nachricht kann ausreichen, um eine Sicherheitslücke auszunutzen. Betroffene müssen also weder einen Link öffnen noch einen Anhang antippen.
Als weitere Schutzmaßnahmen bietet Apple inzwischen den Blockierungsmodus, die Kontaktschlüsselbestätigung für iMessage und Filter für unbekannte oder unerwünschte Absender an. Die neue Warnung könnte diese Funktionen um eine sichtbare Benachrichtigung bei konkret erkannten Gefahren ergänzen.
Veröffentlichung noch nicht bestätigt
Die Warnmeldung wurde bislang lediglich im Code von iOS 26.6 Beta 5 gefunden. Es ist daher nicht sicher, ob Apple sie bereits mit der finalen Version aktiviert. Funktionen aus Betaversionen können bis zur Veröffentlichung verändert, verschoben oder vollständig entfernt werden.
Auch ein konkreter Veröffentlichungstermin für iOS 26.6 ist noch nicht offiziell bestätigt. Da bereits fünf Betaversionen vorliegen, könnte das Update allerdings noch im Juli erscheinen.









