Apple hat iOS 27 auf der WWDC 2026 bereits offiziell vorgestellt, doch offenbar sind noch nicht alle geplanten Funktionen öffentlich gezeigt worden. Laut Mark Gurman von Bloomberg soll Apple noch mehrere Neuerungen in der Pipeline haben. Für iOS sind dabei vor allem zwei Punkte relevant: zusätzliche Siri-Erweiterungen und eine stärker anpassbare Kamera-App.
- Apple soll noch zwei iOS-27-Funktionen vorbereiten
- Geplant sein sollen zusätzliche Siri-Anbindungen für externe Dienste
- Auch die Kamera-App könnte stärker anpassbar werden
- In der ersten Entwickler-Beta sind die Funktionen offenbar noch nicht enthalten
- Apple hat die Neuerungen bislang nicht offiziell bestätigt
Mehr Anbindungen für Siri
Eine der erwarteten Neuerungen betrifft Siri. Dem Bericht zufolge arbeitet Apple an einem Modell, mit dem Apps und KI-Dienste über eine Schnittstelle direkter mit Siri verbunden werden könnten. Statt für jede Integration eine eigene Partnerschaft auszuhandeln, soll Apple demnach eine Art Erweiterungssystem vorbereiten.
Siri-Erweiterungen würden es Apps und Diensten ermöglichen, sich direkter mit Apples Sprachassistenz zu verbinden. Statt einzelner Sonderlösungen könnte Apple dafür eine Schnittstelle bereitstellen, über die externe Anbieter bestimmte Funktionen für Siri verfügbar machen.
Das wäre vor allem für externe KI-Anbieter relevant. Im Raum stehen laut Bericht unter anderem OpenAI, Anthropic und Google. Apple hatte ChatGPT bereits 2024 in Siri eingebunden, allerdings im Rahmen einer eigenen Kooperation mit OpenAI. Das neue Modell soll offenbar breiter angelegt sein und nicht nur auf einzelne Sonderabkommen setzen.
Noch ist aber unklar, wann und in welcher Form diese Funktion tatsächlich erscheint. Laut Bericht könnte Apple die zusätzlichen Siri-Anbindungen erst später im iOS-27-Zyklus genauer vorstellen. Auch regulatorische Fragen in der EU und Apples eigene Positionierung von Siri sollen dabei eine Rolle spielen.
Kamera-App soll flexibler werden
Die zweite iOS-Funktion betrifft die Kamera-App. Apple soll für iOS 27 an einer stärker anpassbaren Oberfläche arbeiten, bei der Nutzerinnen und Nutzer Bedienelemente freier platzieren können. In der ersten Entwickler-Beta ist diese Funktion dem Bericht zufolge noch nicht enthalten.
Für iPhone-Nutzer wäre das eine praktische Änderung, weil Apple die Kamera-App zwar regelmäßig erweitert, die Bedienoberfläche aber bislang vergleichsweise stark vorgibt. Gerade bei neueren iPhone-Modellen mit zusätzlichen Kamerafunktionen und dem Camera-Control-Button könnte mehr Flexibilität im Alltag helfen.
Es wäre plausibel, dass Apple die überarbeitete Kamera-App im Umfeld der nächsten iPhone-Generation stärker in den Fokus rücken könnte. Bestätigt ist das bislang aber nicht. Apple selbst hat die beschriebenen Funktionen noch nicht offiziell angekündigt.
Was davon schon im Herbst kommt, ist offen
Der Bericht deutet darauf hin, dass Apple die Funktionen bis September noch vorstellen könnte. Sicher ist das nicht. Gerade bei iOS-Funktionen mit KI-Bezug hat Apple in den vergangenen Jahren mehrfach gezeigt, dass einzelne Neuerungen später im Jahresverlauf nachgereicht werden können.
Für iOS 27 würde das bedeuten: Die auf der WWDC gezeigte Version wäre nicht zwangsläufig der vollständige Funktionsumfang, den Apple für den Herbst plant. Ob beide Neuerungen direkt zum Start verfügbar sind oder erst mit späteren Updates folgen, bleibt allerdings offen.








