Schwächeres Mobile Gaming

Apple nennt Gründe für das gebremste Wachstum im App Store

Apples Servicegeschäft ist im vergangenen Quartal weiter gewachsen, blieb aber hinter den Erwartungen zurück. Als Ursachen nennt der Konzern unter anderem eine schwächere Entwicklung bei mobilen Spielen, neue App-Store-Regeln und ungünstige Wechselkurse.

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Apple hat im dritten Geschäftsquartal 2026 mit seinen Diensten einen Umsatz von 30,7 Milliarden US-Dollar erzielt. Das entspricht einem Plus von rund zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Obwohl der Bereich damit einen neuen Rekord für ein Juni-Quartal erreichte, entwickelte er sich etwas schwächer als von Marktbeobachtern erwartet.

Sommer-Angebot

Quickread: Auf einen Blick
  • Apples Serviceumsatz stieg auf 30,7 Milliarden US-Dollar
  • Das Wachstum lag bei rund zwölf Prozent
  • Mobile Gaming entwickelte sich schwächer
  • Neue App-Store-Regeln reduzieren teilweise Apples Gebühren
  • Apple zählt inzwischen mehr als 1,5 Milliarden bezahlte Abonnements

App Store durch Spielemarkt und neue Regeln belastet

Finanzchef Kevan Parekh erklärte während der Vorstellung der Geschäftszahlen, dass mehrere Faktoren die Entwicklung des App Stores beeinflusst hätten. Dazu zähle eine schwächere Nachfrage im Bereich Mobile Gaming. Zudem habe Apple sein Geschäftsmodell in einigen Ländern an neue regulatorische Vorgaben angepasst.

In den USA darf Apple aufgrund einer gerichtlichen Entscheidung derzeit keine Gebühren auf bestimmte Link-out-Transaktionen erheben. Dabei leiten Apps ihre Nutzer für einen Kauf auf eine externe Webseite weiter, anstatt Apples eigenes Bezahlsystem zu verwenden.

Link-out-Transaktionen erklärt!

Bei einer Link-out-Transaktion führt eine App ihre Nutzer für einen Kauf auf eine externe Webseite. Die Zahlung wird dann nicht über Apples App-Store-System abgewickelt. Dadurch kann die sonst übliche Provision für Apple geringer ausfallen oder vollständig entfallen.

Auch in anderen Märkten musste Apple sein App-Store-Modell verändern. In der Europäischen Union gelten niedrigere Gebühren für Apps, die über alternative Marktplätze vertrieben werden. Weitere Anpassungen gab es unter anderem in Japan und Brasilien.

Trotz dieser Änderungen erzielte der App Store laut Apple einen neuen Umsatzrekord für ein Juni-Quartal. Zweistellige Zuwächse verzeichnete der Konzern außerdem bei Cloud-Diensten, Videoangeboten, Zahlungsdiensten und Werbung.

Wechselkurse bremsen das Servicegeschäft

Neben dem App Store wirkten sich ungünstige Wechselkurse auf das Wachstum aus. Als weiteren Vergleichseffekt nannte Apple die Kinoveröffentlichung des Films „F1“ im Vorjahreszeitraum, der im aktuellen Quartal kein gleichwertiger Filmstart gegenüberstand.

Die Zahl der kostenpflichtigen Abonnements über Apples Plattformen und Dienste ist nach Angaben des Unternehmens inzwischen auf mehr als 1,5 Milliarden gestiegen. Auch die Zahl der zahlenden und aktiven Konten erreichte einen neuen Höchststand.

Für das laufende September-Quartal erwartet Apple beim Servicegeschäft ein ähnliches Wachstum wie zuletzt, wenn der zusätzliche negative Wechselkurseffekt von rund 2,5 Prozentpunkten herausgerechnet wird.

Unsere Einschätzung

Stefan Keller
Apples Servicegeschäft wächst weiterhin deutlich, doch die neuen App-Store-Regeln hinterlassen erstmals sichtbare Spuren in der Begründung des Konzerns. Von einem Einbruch kann angesichts des Rekordumsatzes keine Rede sein. Die Zahlen zeigen aber, dass regulatorische Eingriffe und alternative Zahlungswege das bislang besonders verlässliche Wachstum des App Stores begrenzen können.

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